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Plötzlich ein Schulkind: Boltenhagen begrüßt Erstklässler

Boltenhagen Plötzlich ein Schulkind: Boltenhagen begrüßt Erstklässler

Für die 54 Mädchen und Jungen wurden drei Klassen gebildet / Die ABC-Schützen erlebten am Sonnabend buntes Programm von Schülern der zweiten Klasse

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Einschulung im Doppelpack: die Zwillinge Mia Antonia (l.) und Pia Elaine Ladzik aus Dorf Gutow.

Boltenhagen. Hier und da ist der eine oder andere ängstliche Blick, jemand klammert sich an Papas Arm, andere vergießen Tränen – es ist eben alles neu und aufregend in der Boltenhagener Grundschule. Gerade noch im Kindergarten, sind sie plötzlich Schulkinder. Aber spätestens, als an diesem Tag die erste Probestunde von 30 Minuten vorbei ist, sind sie alle stolz, einen Ranzen tragen zu dürfen. Nun ja, und bald gibt es ja noch die große Überraschung: Was mag wohl in der Schultüte sein?

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Für die 54 Mädchen und Jungen wurden drei Klassen gebildet / Die ABC-Schützen erlebten am Sonnabend buntes Programm von Schülern der zweiten Klasse

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Familie Ladzik aus Dorf Gutow musste zwei kaufen. Ihre Zwillinge Mia Antonia und Pia Elaine werden eingeschult. Nur Insider würden die Mädchen auseinanderhalten können, verrät Schulleiterin Anne Behl in ihrer Rede im Festsaal der Grundschule. Dabei ist das ganz einfach, sagt Papa Kord (27). „Mia hat ein Muttermal auf der Stirn.“ Und auch vom Wesen würden sie sich unterscheiden. Das wird wohl auch noch Klassenleiterin Dörthe Zimmermann merken.

54 Schüler werden eingeschult, drei Klassen gebildet. Begrüßt werden die ABC-Schützen mit einem kleinen Programm der Zweitklässler, durch das Celine Güldner und Jonathan Dunkelmann führen. Unter den „Neulingen“ ist Marten Seidel. Sein Bruder Marlon hat in diesem Jahr die Grundschule verlassen und kommt jetzt in die Regionale Schule. An seine Einschulung in Boltenhagen kann sich der Zehnjährige noch erinnern. „Und in der Schultüte hatte ich viel Spielzeug“, erzählt er und ergänzt mit seiner vierjährigen Erfahrung als Schüler: „Ich werde meinem Bruder auch mal bei den Hausaufgaben helfen.“

Fast aufgeregter als ihr Enkel ist Elfriede Eich. Die 74-Jährige erlebt die erste Einschulung als Oma mit und die feuchten Augen verraten: die Redewischerin ist gerührt. „Es ist schön zu sehen, dass er jetzt schon ein Großer ist“, sagt sie über Finn Erik.

Schultüten mit Disneyfiguren, Tieren, Fahrzeugen – alle prall gefüllt – tragen die Kinder am Ende stolz nach Hause. Eine ganz Besondere hat Luisa Kuhnke – mit Stoff umhüllt, der später als Kopfkissenbezug genutzt werden kann, bestickt mit ihrem Namen und dem Datum der Einschulung. Es sollte eben etwas zur Erinnerung sein, schließlich ist es die erste und letzte Einschulung, die Andrea Kuhnke als Mama feiern wird, wie die 41-Jährige sagt.

Nach drei Stunden wird es ruhig im Schulgebäude. Die Mitglieder des Schulfördervereins, die Getränke und Muffins verkauft haben, räumen auf. Das Resümee des Vorsitzenden Markus König: „Für solche Anlässe finden sich immer engagierte Eltern, die helfen. Unter den neuen Eltern haben wir schon viele neue Mitglieder werben können.“

Böse Überraschung für viele Eltern nach der Feierstunde: Alle, die ihr Auto auf dem Schulgelände abgestellt hatten, bekommen ein Knöllchen. Dort ist wegen der Bauarbeiten auf dem Schulhof nämlich Parkverbot.

Grundschule feiert Jubiläum

Am 1. September 1956 ist die Grundschule Boltenhagen eingeweiht worden. Das wird am kommenden Freitag, dem 9. September, gefeiert. Von 8.30 bis 11.30 Uhr ist ein Piratenfest für die 186 Schüler geplant. Dazu sind Spaßmacher engagiert, die unter anderem eine große Hüpfburg in Form eines Piratenschiffes mitbringen. Außerdem ist der Reiterhof Gabriel und die Jugendfeuerwehr Boltenhagen vor Ort. Um 15 Uhr gibt es dann eine Festveranstaltung für geladene Gäste.

Der Festtag am Freitag wird auch dazu genutzt, den zehnten Geburtstag des Schulfördervereins zu feiern. Der war bereits am 9. März.

Die Schulleiterin Anne Behl weist darauf hin, dass es aufgrund der Bauarbeiten auf dem Schulhof derzeit keine Parkmöglichkeiten gibt. Übergeben wird der Schulhof im Oktober. Dann wird es unter anderem statt altem Betonbelag bunte Pflastersteine geben. Der Umbau kostet 320 000 Euro.

In den kommenden Wochen veröffentlich die OSTSEE-ZEITUNG wieder die Fotos der Erstklässler aus den Schulen in Grevesmühlen und Umgebung.

Jana Franke

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