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Polit-Prominenz bei Einweihung der Kita

Selmsdorf Polit-Prominenz bei Einweihung der Kita

Ministerinnen besuchen neue Kindertagesstätte in Selmsdorf / Erziehermangel macht Diakonie zu schaffen

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Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) verteilt Bücher an Schützlinge der neuen Kita in Selmsdorf. Die evangelische integrative Kindertagesstätte „Mühlenbruch“ feierte gestern ihre Einweihung.

Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Selmsdorf. Wohngebiet „Am Mühlenbruch“ in Selmsdorf, gestern 13.45 Uhr: Ein Polizeiwagen dreht eine Runde nach der anderen. Wenig später fahren dunkle Limousinen vor eine Kindertagesstätte, die das Diakoniewerk hier Anfang Januar eröffnet hat. Vor der Kita flattern bunte Fähnchen im Wind. Das Diakoniewerk im nördlichen Mecklenburg feiert Einweihung. Gekommen sind auch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) und Landessozialministerin Stefanie Drese (CDU). Stunden vorher waren sie in Rostock, wo Manuela Schwesig eine Konferenz für neue „Sprach-Kitas“ eröffnete. Nun werden sie von Mitarbeitern des Diakoniewerks begrüßt.

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Ministerinnen besuchen neue Kindertagesstätte in Selmsdorf / Erziehermangel macht Diakonie zu schaffen

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Diese werden in den nächsten anderthalb Stunden Erfreuliches über den Bau und den Start der evangelischen integrativen Kindertagesstätte „Am Mühlenbruch“berichten. Sie werden aber auch auf ein Problem und dessen Folgen hinweisen: Der landesweite Erziehermangel führt dazu, dass das Diakoniewerk derzeit nicht alle Betreuungsplätze, für die es Räume hat, tatsächlich belegen kann. Manuela Schwesig ging in ihrer Rede vor Vertretern des Diakoniewerks, des Landkreises Nordwestmecklenburg und der Gemeinde Selmsdorf auf den Fachkräftemangel ein, der auch anderen Trägern von Kindertagesstätte zu schaffen macht. Sie sagte, das Problem sei ein wichtiges Thema, an dem gearbeitet werde. Dem Diakoniewerk spendete die Bundesministerin ein Lob. Es sei sehr engagiert.

In Selmsdorf, einer kinderreichen, wachsenden Gemeinde im Speckgürtel von Lübeck, waren die Mitarbeiter des Diakoniewerks von Anfang an zuversichtlich, dass es nie Probleme geben wird, neue Betreuungsplätze zu belegen. Geschäftsführerin Kirsten Balzer berichtete gestern: „Wir sahen uns in der Pflicht, möglichst schnell zu bauen, weil die Eltern auf die Plätze hier warteten.“ Seit Anfang dieses Jahres bietet das barrierefreie Haus genügend Platz für 69 Kinder im Alter von drei Monaten bis sechs Jahren – mit und ohne Behinderungen. Doch wegen des Erziehermangels sind noch längst nicht alle belegt – etwa die Hälfte ist noch frei.

Der Selmsdorfer Gemeindediakon Torsten Woest nahm das Thema in seiner Rede auf. Er sagte zur Geschäftsführerin des Diakoniewerks: „Ich hoffe, dass Sie bald mehr Fachkräfte haben.“ Für ihn sei die neue Kindertagesstätte aber schon ein Segen.

Pastor Hans-Uwe Rehse, der dem Aufsichtsrat des Diakoniewerks angehört, wandte sich gestern mit einer Bitte an die Zuhörer einer Andacht im neuen Kindergarten: „Wenn Sie Fachkräfte kennen in diesem Bereich: Machen Sie ordentlich Werbung.“

Kirsten Balzer erklärte, ausreichend Fachkräfte zu finden, sei eine große Herausforderung. Das Diakoniewerk arbeite daran, sie zu meistern.

Kitas fertig und in Bau

Neun Kindertagesstätten betreibt das Diakoniewerk im nördlichen Mecklenburg: zwei in Grevesmühlen und je eine in Selmsdorf, Herrnburg, Schönberg, Rehna, Mühlen Eichsen, Warin und Schwerin.

In Herrnburg errichtet das Diakoniewerk derzeit eine weitere Kita. Es wird sie nach eigenen Angaben im kommenden Jahr eröffnen.

Für Schönberg ist eine neue Diakonie-Kita geplant. Das Baujahr steht dort noch nicht fest.

Jürgen Lenz

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