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Grevesmühlen Abgefahren: Mit dem Wolga zu Olga
Mecklenburg Grevesmühlen Abgefahren: Mit dem Wolga zu Olga
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00:05 25.10.2017
Das Gadebuscher Team auf dem Roten Platz in Moskau. Quelle: Foto: Privat

In weißen Buchstaben steht auf dem blau-roten Fahrzeug des Gadebuschers Holger Hempel „Mit dem Wolga zu Olga“. Im Inneren ist dem Wolga GAZ 21 das mehr als 50-jährige Alter durch die Originalität anzusehen. Das Nummernschild GDB M 21 leuchtet neu hinten und vorne an den Stoßstangen. Der Spruch ist sinnbildlich, denn tatsächlich machten sich der Gadebuscher Unternehmer sowie Freunde auf den Weg nach Moskau. „Wir hatten ein ganz klares Ziel“, erklärte Hempel. Denn unter dem Motto „Von Mensch zu Mensch - für ein friedliches Zusammenleben in Europa“ machte sich das achtköpfige Team mit insgesamt vier Fahrzeugen auf den Weg in das 2000 Kilometer entfernte Moskau. In 100 Stunden wollten sie mit dem Fahrzeug auf dem Roten Platz stehen sowie Politiker, Einheimische und hochrangige Militärangestellte treffen. „Am Ende hat mit den üblichen Problemen alles geklappt und wir standen tatsächlich nach 99 Stunden und 45 Minuten auf dem Roten Platz“, erklärte der Gadebuscher. Für ganze zehn Minuten hätten die Moskauer Behörden die Genehmigung erteilt, doch das reichte für einen seltenen Schnappschuss. „Das wäre fast noch schiefgegangen, denn wenige hundert Meter vor dem Roten Platz blieb unser Wolga stehen. Wasser war eingedrungen und hatte eine Sicherung rausgehauen. Wir haben das überbrückt und sind weitergefahren“, erklärte Holger Hempel, der zusammen mit Radioreporter Steffen Holz, dem russisch-stämmigen Unternehmer Magamed Ibragimov, dem Gadebuscher Unternehmer Ulf Leppin, Fotograf Holger Martens, Techniker Günther Elbning sowie den Schweriner Unternehmern und Russland-Enthusiasten Frank Porsch und Stefan Berger diese Reise antrat und mit dieser Aktion für eine bessere Völkerverständigung sorgen wollte. „Moskau wird immer als Kriegstreiber dargestellt. Aber ich habe mich dort so sicher gefühlt wie bisher nirgends“, erklärte Hempel seinen Eindruck von der russischen Hauptstadt. Nie habe er etwas Böses erfahren oder sei schlecht behandelt worden. Überall schlugen ihm und seinen Weggefährten positive Emotionen entgegen. „Wir haben mitten auf dem Land angehalten, um unsere mitgenommenen 100 einheimischen Produkte zu tauschen. Das hat super geklappt“, sagte er. Für Grabower Küsschen und Pfanni-Knödel gab es dann Birnen oder Souvenire von den Einheimischen. Dank der immer noch guten Kontakte der russischen Mitfahrer war auch die Verständigung nie ein Problem und die Aufmerksamkeit war dem Team gewiss. Ein Radiosender sendete sogar ein einstündiges Programm mit den Mecklenburgern, ein hochrangiger General empfing das Team ebenfalls. „Jeder wollte mit uns sprechen oder einen Blick unter die Motorhaube werfen, denn keiner konnte glauben, dass wir mit einem originalen Wolga vor Ort waren. Den sieht man auch dort nicht mehr“, berichtete der Gadebuscher Unternehmer. Nach zehn Tagen Völkerverständigung ging es schließlich wieder auf direktem Weg zurück.

Der Hinweg wurde zuvor von russischen Grenzbehörden schwierig gestaltet. „Man wollte uns etwas ärgern und wir mussten einen 500 Kilometer langen Umweg in Kauf nehmen. Doch am Ende hat sich die Fahrt gelohnt“, sagte Hempel. Jedoch monierte er, dass die regionale Politik von dieser Fahrt kaum Notiz nahm, während das Team in Moskau schnell bekannt war.

Maik Freitag

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