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An der Burdenow: „Bootsfahrten“ bald Geschichte?

Grevesmühlen An der Burdenow: „Bootsfahrten“ bald Geschichte?

Was soll die Stadt Grevesmühlen 2017 umsetzen, was lieber nicht? / Vertreter aller Ausschüsse fanden am Donnerstagabend zu einer großen Diskussionsrunde zusammen

Grevesmühlen. Streichen oder nicht streichen, das war hier die Frage. Genauer: Soll die Sanierung der Straße „An der Burdenow“ einschließlich Entwässerung im kommenden Jahr in Angriff genommen oder erneut um ein Jahr verschoben werden? Seit Jahren gibt es Probleme bei Starkregen. Nach Angaben von Grevesmühlens Bauamtsleiter Lars Prahler stehen die Gärten zwei- bis dreimal im Jahr unter Wasser, weil die vorhandene Entwässerungsanlage in der Straße die Masse an Flüssigkeit nicht aufnehmen kann. Mehrfach ist die Finanzierung geschoben worden, aber langsam drückt der Schuh. Das wurde auch am Donnerstagabend in der Sitzung kundgetan, zu der sich Stadtvertreter und Vertreter aller Ausschüsse – Finanz-, Haupt-, Bau-, Umwelt- sowie Kultur- und Sozialausschuss – im Rathaussaal trafen, um die geplanten Ausgaben für das Jahr 2017 unter die Lupe zu nehmen.

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Was soll die Stadt Grevesmühlen 2017 umsetzen, was lieber nicht? / Vertreter aller Ausschüsse fanden am Donnerstagabend zu einer großen Diskussionsrunde zusammen

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„Schieben wir das Projekt, dann werden auch alle anderen Maßnahmen in der Südstadt geschoben“, verdeutlichte Lars Prahler. Es mache keinen Sinn, andere Straßen in dem Bereich anzufassen, denn die Entwässerung folge über die Straße „An der Burdenow“, die als erstes in Ordnung gebracht werden müsse. Die Situation in den Gärten ist auch Stadtvertreter Thomas Krohn (CDU) bekannt. „Da können wir nichts mehr schieben. Bei Starkregen benötigt man dort eher ein Boot als ein Auto.“

Kritischer betrachtete Matthias Jankowski (SPD) das Vorhaben und schlug vor, die Sanierung der Straße zeitgleich mit den Plänen am ehemaligen Sägewerk im übernächsten Jahr in Angriff zu nehmen. „Wir sollten nicht zu viele Projekte verschieben. Die Investitionen im Jahr 2018 sind schon gewaltig. Schieben wir, erhöht sich der Investitionsanteil noch einmal“, begründete Maik Faasch (CDU), Vorsitzender des Finanzausschusses. Noch einmal Fahrt nahm die Diskussion mit Thomas Pagels (Die Linke) auf. „Unser Hauptziel sollte ein ausgeglichener Haushalt sein. Wenn wir den 2017 nicht in den Griff kriegen, brauchen wir uns über 2018 nicht zu unterhalten. Wir reden über ungelegte Eier“, machte er sich Luft. Dennoch: Die Mehrheit der anwesenden Kommunalpolitiker – von 40 waren 19 anwesend – sprach sich dafür aus, die 250000 Euro teure Maßnahme „An der Burdenow“ 2017 in Angriff zu nehmen.

Diskussionsstoff bot auch der Neubau eines Hortes zur inklusiven Betreuung. Eine dort integrierte Aula ist mittlerweile nicht mehr im Haushaltsentwurf zu finden. In erster Linie, so betonte Stadtkämmerin Kristine Lenschow, gehe es um den Neubau eines Hortes. Berücksichtigt sei eine Aula dennoch – wenn auch nicht schwarz auf weiß auf Papier. Eingeplant sind für 2017 für die Planungen 100000 Euro. Diese Summe findet Stefan Baetke (SPD) eindeutig zu hoch. Im Februar will die Arbeitsgemeinschaft Schulentwicklung, die sich 2015 aus Politikern und Eltern bildete, erste Ergebnisse zu einem möglichen Hortneubau präsentieren. „Diese Ideen bilden ein Volumen ab, das mit 50000 Euro in der Planung nicht umzusetzen ist“, erklärte Grevesmühlens Bürgermeister Jürgen Ditz. Spätestens in der Stadtvertretersitzung im Februar werde über die Summe ohnehin noch einmal diskutiert. „Wir reden hier von Planzahlen“, so Ditz.

Nicht in den Planzahlen zu finden ist die Sanierung des Rathauses. Obwohl notwendig, schiebe man diese zugunsten anderer Projekte erneut, betonte Kristine Lenschow. Und: Das Baugewerbe ist momentan aufgrund großer Nachfrage sehr teuer zu bezahlen.

Jana Franke

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