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Bürger sauer: Straße seit sieben Monaten gesperrt

Lockwisch/Schönberg Bürger sauer: Straße seit sieben Monaten gesperrt

Einwohner von Lockwisch müssen Umwege fahren / Ursachen für Schäden werden geklärt / Amt schaltet Anwalt ein

Lockwisch/Schönberg. Seit nunmehr sieben Monaten ist die Straße zwischen Lockwisch und dem Schönberger Ortsteil Rupensdorf gesperrt. Die Ursache: Absackungen auf dem Territorium von Lockwisch. Für viele Einwohner des Ortes bedeutet das: seit sieben Monaten lange Umwege über Petersberg. „Das ist kein Zustand mehr, dass man ständig außenrum fahren muss“, protestiert eine Bewohnerin des Dorfes.

Bürgermeister Reiner Behrens (parteilos) räumt ein: „Sicher ist es nicht schön, dass die Straße gesperrt ist.“ Im jetzigen Zustand könne sie nicht freigeben werden. „Wenn dann etwas passiert, muss ich dafür haften“, sagt der Bürgermeister. Die Gemeinde könne jetzt nichts machen, denn es gehe um ein laufendes Verfahren. Mehr könne er dazu nicht sagen.

Tatsächlich hat das Amt Schönberger Land einen Anwalt eingeschaltet. „Die Schadensursachen werden noch untersucht und geklärt“, sagt Antje Kopp, Leiterin des Fachbereichs Bau- und Ordnungswesen im Amt Schönberger Land. Geklärt werden soll auch, ob eventuell Wasser von einem anliegenden Grundstück den Missstand mitverursacht hat. Mit gewöhnlichen Reparaturen sei es nun nicht getan. Die Straße habe wahrscheinlich einen Grundbruch. Wann wird sie wieder hergestellt sein? Die Fachbereichsleitern bedauert: „Es ist noch nicht abzusehen.“

Die Lockwischerin Helga Roocks erklärt: „Die Straße hat eine Bedeutung für die Bevölkerung.“ Die Fahrt zu den Einkaufsmärkten in Schönberg beispielsweise sei über Rupensdorf deutlich kürzer als über Petersberg.

Die Gemeindevertreterin Eyke Schumacher-Maack (parteilos) betont: „Es ist nicht so, dass wir nichts tun. Wir wollen unbedingt die Straße wieder. Es ist eine Katastrophe für die Bevölkerung.“ Sie habe sich in der Angelegenheit mehrmals an die Amtsverwaltung gewandt.

Mit dem Wunsch der Lockwischer Gemeindevertretung von 2012, die Verbindungsstraße aus Kostengründen nur noch für den landwirtschaftlichen Verkehr freizugeben, hat die aktuelle Sperrung nichts zu tun, erklärt die Gemeindevertreterin. Behrens bestätigt: „Das ist nicht so.“ Die Schönberger Stadtvertreter hatten ohnehin die damalige Bitte aus Lockwisch abgelehnt, denn für eine Sperrung für den öffentlichen Verkehr gäbe es keinen Grund.

Jürgen Lenz

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