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Das Ende der Schlaglochpiste

Dassow Das Ende der Schlaglochpiste

Vor 15 Jahren, zehn Monaten und sechs Tagen stellte die Stadt Dassow erstmals Pläne für den Ausbau des Teils der Hermann-Litzendorf-Straße in Dassow vor, der durch eine Eigenheimsiedlung führt.

Dassow. Vor 15 Jahren, zehn Monaten und sechs Tagen stellte die Stadt Dassow erstmals Pläne für den Ausbau des Teils der Hermann-Litzendorf-Straße in Dassow vor, der durch eine Eigenheimsiedlung führt. Danach verschoben die Stadtvertreter den Bau immer wieder von einem Jahr ins nächste — mal weil Anlieger sich dagegen aussprachen, mal weil Dassow nicht das nötige Geld für den Eigenanteil hatte. Doch nun ist es soweit. „Im März wird mit den Bauarbeiten begonnen“, so Antje Kopp, Leiterin des Fachbereichs Bau- und Ordnungswesen im Amt Schönberger Land, auf Anfrage.

Bis 30. November sollen die Bauarbeiten in dem Teil der Hermann-Litzendorf beendet sein, der bisher nicht befestigt ist. Bis dahin sind 3000 Quadratmeter Straße und 200 Quadratmeter Gehwege mit Betonsteinpflaster herzustellen, 555 Meter Regenwasserleitungen und 410 Meter Trinkwasserleitungen zu verlegen, 13 Regenwasserschächte und 31 Straßenabläufe zu bauen, 13

Straßenlaternen zu errichten und zu verkabeln und 15 Bäume zu pflanzen.

Nach Auskunft des Bürgermeisters Jörg Ploen (SPD) soll ein Anliegerverkehr weiter möglich sein. Einschränkungen und Behinderungen sollten den Anwohnern rechtzeitig bekannt gegeben werden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Sie hat die Anlieger auch über die Bauabschnitte informiert.

Dassow wird nach Auskunft des Amtes insgesamt rund 621000 Euro investieren. Einen Großteil dieser Summe werden allerdings die Anlieger aufbringen müssen. Ihre Beiträge werden je nach Lage und Größe des Grundstücks teils über 10000 Euro liegen, teils darunter. Das machte Amtsmitarbeiter Volker Schuhr bereits in einer Versammlung im August 2014 deutlich. Einige Anlieger nannten die Summen happig, sprachen von Wucher. Trotzdem plädierten etliche Grundstücksbesitzer und der Bauausschuss der Stadt am Ende dafür, die Planungen für den Ausbau der Straße weiterzuführen. Eine Anwohnerin nannte das Hauptargument: „Wenn es jetzt abgelehnt wird, geht es in zehn Jahren wieder los — und wird noch teurer.“

Die Dassower Kommunalpolitiker hoffen, den Rest des städtischen Eigenanteils, der nach Abzug der Anliegerbeiträge bleibt, aus dem Verkauf von Grundstücken für das Wohngebiet „Westlich der Hermann-Litzendorf-Straße“ finanzieren zu können. Die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern will das Baugebiet erschließen und vermarkten.

Von Jürgen Lenz

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