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Finanzieller Kraftakt für freiwillige Feuerwehren

Lüdersdorf Finanzieller Kraftakt für freiwillige Feuerwehren

Die Gemeinde Lüdersdorf will 2,4 Millionen Euro in Gerätehäuser und den Kauf von Einsatzfahrzeugen investieren

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Die Ortswehr Herrnburg im Einsatz: Sie löschte am Mittwoch einen Flächenbrand.

Quelle: Oliver Dierberg

Lüdersdorf. 2,4 Millionen Euro investiert die Gemeinde Lüdersdorf bis 2018, um den Brandschutz und die technischen Hilfeleistungen durch ihre fünf Ortswehren auch in Zukunft sicherzustellen. Darauf haben sich die Gemeindevertreter geeinigt.

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Die Gemeinde Lüdersdorf will 2,4 Millionen Euro in Gerätehäuser und den Kauf von Einsatzfahrzeugen investieren

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Demnach soll die Kommune insgesamt 1,35 Millionen Euro für neue Gerätehäuser in Wahrsow, Palingen und Schattin sowie den Bau einer Garage in Boitin-Resdorf bereitstellen. Für den Kauf von Einsatzfahrzeugen stellten die Gemeindevertreter 1,05 Millionen Euro in den Haushalt 2016 und die Planung der Haushalte 2017 und 2018 ein. Zuvor beschlossen die Politiker in der 5300

Einwohner-Gemeinde eine Prioritätenliste, nach der zuerst in Wahrsow ein neues Gerätehaus für die Ortswehr Lüdersdorf gebaut werden soll. Dann soll ein Neubau in Palingen folgen. Auf Platz drei: ein Gerätehaus in Schattin. Daran schließt sich laut dem Beschluss der Gemeindevertreter der Bau einer Garage für die Ortswehr Neuleben/Boitin-Resdorf an.

Mit dieser über die Grenzen aller Parteien und Wählergemeinschaften hinweg einstimmig beschlossenen Reihenfolge entspricht der Beschluss einer Empfehlung des zeitweiligen Feuerwehrausschusses, den die Gemeinde im Oktober 2014 gründete, um den Ist-Zustand des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung zu erfassen, Lücken und Mängel aufzuzeigen und Vorschläge zu deren Beseitigung machen.

Ihm gehören Kommunalpolitiker und Feuerwehrleute an. Die stellvertretende Ausschussvorsitzende Kordula Stritz (Die Linke) erläuterte vor dem Beschluss der Gemeindevertreter: „Wenn die geplanten Investitionen nicht im Haushaltsplan sind, können wir keine Förderanträge stellen.“ Stritz‘ Fraktionskollegin Sigrid Sandmann unterstrich: „Wir müssen die Finanzierung in den Puschen kriegen.“ Die Gemeindevertreter hoffen auf knapp 1,3 Millionen Euro an Zuschüssen für den Bau der Gerätehäuser und den Kauf von Einsatzfahrzeugen. Eine Bedingung dafür nannte der Lüdersdorfer Bürgermeister Erhard Huzel (CDU): „Wir müssen eine mittelfristige Finanzplanung vorweisen.“ Klar sei: „Wir kriegen keine Kreditgenehmigung bis ins Unendliche. Aber je eher, desto besser.“ Jetzt seien die Zinsen sehr niedrig. Aber auch so seien die Investitionen in die Feuerwehren eine gewaltige Aufgabe, die die Gemeinde Lüdersdorf über Jahre beschäftigen werde. Es bedürfe dabei nicht nur großer finanzieller Anstrengungen, sondern auch einer Haushaltsdisziplin, erläuterte Huzel.

Unstrittig ist unter den Gemeindevertretern, dass die Investionen in die freiwilligen Feuerwehren nötig sind. Einige Fahrzeuge sind überaltert, das Gerätehaus der Ortswehr Lüdersdorf in Wahrsow entspricht nicht den aktuellen Bestimmungen und ist teils marode, in Palingen und Schattin sind die Fahrzeuge eher notdürftig in privaten Gebäuden untergebracht.

Der Lüdersdorfer Haushalt für 2016 sieht neben den Investitionen in die Wehren nur eine weitere größere Ausgabe vor: 703000 Euro für den seit längerem geplanten Ausbau der Dorfstraße in Palingen. Er beginnt nach dem Willen der Gemeindevertreter jedoch erst, wenn feststeht, dass ein Großteil der Kosten durch einen Zuschuss in Höhe von rund 456000 Euro finanziert werden kann.

Ebenfalls eingerechnet sind 175000 Euro an Beiträgen, die die Anlieger zahlen sollen.

Von Jürgen Lenz

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