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Grevesmühlen Gemeinde macht Weg frei für Kita-Neubau
Mecklenburg Grevesmühlen Gemeinde macht Weg frei für Kita-Neubau
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08:36 29.03.2014
Norbert Hochgürtel stellt den künftigen Kita-Neubau aus verschiedenen Perspektiven vor. Quelle: Fotos: Cornelia Roxin
Selmsdorf

Die Kommune möchte ihren Einwohnern einräumen, im Alter seniorengerechten und betreuten Wohnraum nutzen zu können. Die verschiedensten Formen und Modelle kämen dafür infrage. Private Investoren werden jetzt gesucht, weil erste Gespräche zu keinen greifbaren Ergebnissen geführt haben.

Darüber informierte während der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag Kirsten Balzer, Geschäftsführerin des Diakoniewerks im nördlichen Mecklenburg aus Grevesmühlen, das als potenzieller Betreiber gehandelt wird. Für dieses Vorhaben im neuen Wohnbaugebiet „Am Mühlenbruch“ hält Selmsdorfs stellvertretender Bürgermeister Christian Albeck (SPD) durchaus auch ein sogenanntes Bauherrenmodell mit mehreren Geldgebern für möglich. Immer im Blick hatten alle Diskutierenden dabei, dass der Wohnraum für hiesige Verhältnisse auch bezahlbar bleiben muss.

Das war Zukunftsmusik am Rande. Vorrangig ging es an diesem Abend um den Bau der „Am Mühlenbruch“ geplanten Kindertagesstätte. Die sieben anwesenden Gemeindevertreter verabschiedeten einmütig eine Änderung des für das Areal greifenden Bebauungsplanes. Städtebauliche Festsetzungen und örtliche Bauvorschriften wie zum Beispiel für zulässige Dachformen galt es zu ändern. Planungszielen der Diakonie, die als Bauherr und Betreiber feststeht, kommt die Kommune so entgegen. Kaufen wird das entsprechende Grundstück eine kirchliche Stiftung, erklärte Kirsten Balzer gestern gegenüber dieser Zeitung und freute sich über den Beschluss der Gemeindevertretung. Christian Albeck geht davon aus, dass im Sommer noch mit dem Bauen begonnen werden kann und setzt auf eine Eröffnung des Hauses in 2015. Architekt Norbert Hochgürtel machte Donnerstag außerdem mit dem jetzt geplanten Aussehen des Baukörpers der neuen Kita bekannt. Die aktuelle Kapazität gab er mit 72 Kindern an. 24 davon sind für Mädchen und Jungen im Krippenalter vorgesehen. Im Kindergarten sollen auch jüngste Selmsdorfer mit besonderem Förderbedarf oder Behinderungen betreut werden, konkretisierte gestern Kirsten Balzer.

Offenbar völlig eingenommen von dem, was da „Am Mühlenbruch“ demnächst passieren soll, stiegen die Gemeindevertreter mit dieser Thematik auch in ihre Beratung ein. Ein Großteil der eigentlich zuvor zu klärenden Protokollfragen wurde dann erst zu Versammlungsende besprochen. Die Einwohnerfragestunde vergaß Bürgermeister Detlef Hitzigrat (parteilos) sogar gänzlich aufzurufen, und der aktuelle Haushaltsplan sowie das zu beschließende Haushaltssicherungskonzept, die nachträglich in die Tagesordnung aufgenommen werden sollten, fanden ohne aktuelle Begründung nicht die erforderliche Mehrheit dafür.

Turbulent ging es dann auch noch einmal bei der Diskussion zweier Anträge der SPD-Fraktion zu. Materielle wie finanzielle Hilfe für eine öffentliche Musikveranstaltung zum Abschluss des Wahltages am 25. Mai und für ein traditionelles Familienfest im Juni im Selmsdorfer Dorfpark wurden inklusive mehrerer Zusatzanträge verschiedener Gemeindevertreter nicht bewilligt. Auf Anfrage informierte Marcus Kreft (SPD) gestern, dass versucht werden soll, nun Ausweichstandorte zu finden.

„Vielleicht finden wir pri- vate Investoren für betreutes Wohnen, in welcher Form auch immer.“
Christian Albeck (SPD), stellv. Bürgermeister



Cornelia Roxin

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