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Götze: Flüchtlinge sollen sich in Schönberg wohlfühlen

Schönberg Götze: Flüchtlinge sollen sich in Schönberg wohlfühlen

Wie geht es den Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan in Schönberg? Wie gut werden sie von Einheimischen aufgenommen? Wo gibt es Probleme? Wie läuft die Integration?

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Carsten Sommerfeld spricht beim „Tag der Begegnung“ im Katharinenhaus in Schönberg zu den Gästen, unter ihnen Flüchtlinge und Vertreter von Vereinen.

Quelle: Fotos: Steffen Oldörp

Schönberg. Wie geht es den Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan in Schönberg? Wie gut werden sie von Einheimischen aufgenommen? Wo gibt es Probleme? Wie läuft die Integration? Um diese und viele andere Fragen ging es jetzt am „Tag der Begegnung“ im Katharinenhaus in Schönberg, zu dem die Kirche, die Stadt Schönberg und die „bleib.Mensch“ genannte Flüchtlingshilfe für Grevesmühlen, Mallentin, Schönberg und Umgebung eingeladen hatten.

 

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Es ist zwar teilweise sehr anstrengend, aber man bekommt auch unwahrschein- lich viel zurück."Ulla Hardt, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Flüchtlingshilfe „bleib.mensch“.

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Ahmad Shelby lebt jetzt in Schönberg.

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Es ist zwar teilweise sehr anstrengend, aber man bekommt auch unwahrschein- lich viel zurück."Ulla Hardt, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Flüchtlingshilfe „bleib.mensch“.

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„Es ist wichtig, dass sich die fremden Leute hier wohl fühlen in unserer Stadt“, nannte Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) einen Grund für das Willkommenstreffen. „Wichtig ist auch, dass sie Ansprechpartner finden“, sagt Carsten Sommerfeld, der ehrenamtlich hilft. „Zum Beispiel, dass sie wissen, wo der nächste Supermarkt ist oder ein Arzt. Man kann sich vorstellen, dass es nicht so einfach ist, in einem fremden Land zurechtzukommen, wenn man die Sprache nicht spricht“, so Sommerfeld.

Zurzeit gibt es 25 Flüchtlinge in Schönberg. Die meisten von ihnen haben eine dreijährige Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Zwei Familien und fünf junge Männer wollen nach Aussage von Lutz Götze auch weiterhin in der Kleinstadt leben. Einige der Flüchtlinge haben auch schon eine Wohnung gefunden, sagt Carsten Sommerfeld. Es werden aber noch weitere Unterkünfte benötigt. Fünf Flüchtlingskinder gehen mittlerweile auch zur Schule in Schönberg, in die Evangelische Inklusive Schule „An der Maurine“. „Das ging sehr schnell und unbürokratisch“, freut sich der Allgemeinmediziner.

Was die Syrer, Iraker, Afghanen aber nach wie vor bräuchten, seien Leute, die ihnen beim Deutschlernen helfen und Einheimische, die den vom Schicksal des Krieges gebeutelten Flüchtlingen die Zeit in Schönberg so angenehm wie möglich bereiten. „Mit ihnen vielleicht mal Kaffee trinken oder Sachspenden sammeln“, sagt Carsten Sommerfeld. Auch Hilfe, die Stadt besser kennenzulernen, und Flüchtlinge dabei zu unterstützen, passende Freizeitmöglichkeiten zu finden, seien wichtig.

Um für die Integration und für mögliche Praktika besser gewappnet zu sein, beginnt für die Flüchtlinge aus Schönberg im April ein sechsmonatiger Sprachkurs an der Volkshochschule in Grevesmühlen.

Ziel ist, das Niveau B1 zu erreichen. „Damit können sie eine Ausbildung anfangen und arbeiten“, sagt Johanna Birnbaum vom Verein für Kommunikation, Umwelt und Kultur. Das Interesse der Vereine und Institutionen, den Flüchtlingen zu helfen, scheint in Schönberg groß zu sein. Vertreter der Feuerwehr waren beim Tag der Begegnung anwesend, Mitglieder der Kirchengemeinde, vom Verein für Kommunikation, Umwelt und Kultur, Sportler des Vereins „Jugend und Freizeit“, Schüler und Lehrer des Ernst-Barlach-Gymnasiums. Auch die Stadtjugendpflegerin war dabei, genauso wie Vertreter der Grundschule, der Evangelischen Schule sowie zahlreiche Einwohner aus Schönberg und Umgebung. Darunter auch Stadtvertreter.

Eine, die sich besonders für die Flüchtlinge in Schönberg engagiert, ist Johanna Birnbaum. Sie hilft beim Ausfüllen von Anträgen für die Ausländerbehörde und für das Jobcenter, telefoniert mit möglichen Vermietern und schaut sich zusammen mit Flüchtlingen Wohnungen an. Für einen Syrer hat sie sogar einen Praktikumsplatz organisiert. „Auf einem Milchhof in der Nähe von Gadebusch.“

Laut Lutz Götze ist die Hilfsbereitschaft in Schönberg groß. „Wir mussten einige Bürger sogar etwas bremsen“, sagt er, betont aber: „Wenn weitere Hilfe notwendig ist, werden wir uns auch an die Bevölkerung wenden.“ Negative Stimmung gegenüber Flüchtlingen habe er bislang nicht wahrgenommen.

Das bestätigt auch Johanna Birnbaum, die davon spricht, dass viele Menschen sehr entgegenkommend seien. Der Kern der ehrenamtlichen Hilfe in Schönberg wird von Johanna Birnbaum und vier anderen Einwohnern geleistet, die der Flüchtlingshilfe „bleib.mensch“ angehören. Ulla Hardt sagt: „Wenn keine Privatpersonen behilflich sind, ist es sehr schwierig für die Leute."

Von Steffen Oldörp

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