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Grevesmühlens neuer Bürgermeister hat heute seinen ersten Arbeitstag

Grevesmühlens neuer Bürgermeister hat heute seinen ersten Arbeitstag

Lars Prahler wechselt im Rathaus auf den Chefposten

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Lars Prahler bezieht heute sein neues Büro im Rathaus, der 44-Jährige aus Schwerin ist verheiratet und Vater von drei Kindern. FOTO: M. PROCHNOW

Grevesmühlen Gestern hatte Jürgen Ditz, Grevesmühlens langjähriger Bürgermeister, seinen letzten Arbeitstag. Seit heute sitzt Lars Prahler (44), bisher Bauamtsleiter der Stadt, an seinem Platz. Das Büro ist allerdings noch nicht fertig, vieles erinnert noch an seinen Vorgänger. Doch die Arbeit hat längst begonnen.

Ernennung

Gestern fand während der Mitarbeiterversammlung im Saal des Grevesmühlener Rathauses die offizielle Ernennung von Lars Prahler zum neuen Bürgermeister statt.

Der bisherige Amtsinhaber Jürgen Ditz vollzog den förmlichen Akt im Beisein der gesamten Belegschaft und politischer Vertreter.

Der erste Tag als Bürgermeister. In welchem Büro sitzt Lars Prahler an diesem Tag?

Lars Prahler: Das wird aufgeteilt. Die Morgenrunde um 8.30 Uhr findet im Bauamt statt, danach geht es ins Bürgermeisterbüro, um dort meine Arbeit zu erledigen. Gegen Mittag mache ich die Postmappe im Bauamt, anschließend bin ich wieder im Büro des Bürgermeisters.

Was ist die erste Amtshandlung? Prahler: Wir werden das, was wir am Tag zuvor in der Mitarbeiterversammlung angesprochen haben an internen Strukturveränderungen in Personalgesprächen auf den Weg bringen.

Wer ist wir?

Prahler: Ich stehe ja nicht allein als Bürgermeister da, da gibt es die Stadträtin und die Amtsleiter, den Personalrat und natürlich vor allem die Mitarbeiter der Verwaltung.

Welche strukturellen Veränderungen wird es im Rathaus geben?

Prahler: Ich gehe davon aus, dass es nur geringfügige Veränderungen geben wird.

Die da wären?

Prahler: Es hat sich gezeigt, dass wir auf der Leitungsebene offenbar bei der letzten Umstrukturierung zu groß gedacht haben. Um Informationsverluste zu vermeiden, und um die Verwaltungsspitze zu entlasten, wird es einige Veränderungen in den Zuständigkeiten geben.

Wenn der Bürgermeister jetzt den Bauamtsleiter zu sich bestellt, wie kann man sich das vorstellen?

Prahler: Erst einmal bis Frühjahr 2017 muss ich dann mit mir selbst sprechen. Es wird eine interne Ausschreibung zur Neubesetzung geben, das habe ich mit dem Hauptausschuss so abgestimmt. Das wird uns noch eine Weile beschäftigen. Bis zum Abschluss der Ausschreibung bin ich weiter kommissarischer Bauamtsleiter.

Als Bürgermeister im Rathaus, wird der Chef geduzt oder geht es per Sie?

Prahler: Wer mich bisher geduzt hat, der wird das auch weiterhin tun.

Sie sind schon einige Jahre als Bauamtsleiter im Rathaus tätig. Wie groß ist jetzt die Anspannung vor der neuen Aufgabe?

Prahler: Das ist schon etwas anderes. Aber ehrlich gesagt, ich habe mich seit gut einem Jahr mit dem Gedanken beschäftigt Bürgermeister zu werden. Da hat sich vieles im Kopf bereits abgespielt. Im Grunde genommen habe ich jetzt die Erwartungshaltung, dass es endlich losgehen kann.

Das Bürgermeisterbüro wird offenbar gerade umgestaltet. Was passiert dort genau?

Prahler: Nach fast zwei Jahrzehnten und mit dem Bürgermeisterwechsel gibt es ein paar Veränderungen. Aber nichts, was sonderlich viel Geld kosten würde. Möbel werden rausgenommen und umgestellt und ein bisschen Farbe kommt in den Raum.

Was bleibt von Ihrem Vorgänger Jürgen Ditz erhalten?

Prahler: Sehr viel, der Schreibtisch auf jeden Fall. Aber ich muss auch sehen, was er mir überhaupt übrig lässt. Denn viele Dinge in diesem Büro sind auch persönliche Sachen von Jürgen.

Wie kann man sich die Übergabe vorstellen?

Prahler: Das war eigentlich Tagesgeschäft, offiziell hatte Jürgen Ditz Urlaub, insofern hatte ich das Amt als sein Vertreter in den letzten Tagen schon auszufüllen. Die Ernennungsurkunde gab es in der Mitarbeiterversammlung gestern.

Wer hat die Urkunde übergeben? Prahler: Das hat Jürgen Ditz gemacht.

Welche Visionen hat der neue Bürgermeister für seine Arbeit?

Prahler: Ich werde neue Akzente setzen. Wir müssen vermehrt darauf achten, dass wir für Verwaltungshandeln und für Politik insgesamt einfach mehr Verständnis bei den Bürgern erzeugen. Der Dialog mit den Leuten ist sehr wichtig. Ich denke, wir haben uns nicht vorzuwerfen, dass es in Grevesmühlen zu wenig Bürgerbeteiligung gibt. Aber trotzdem müssen wir hier neue Wege finden. Die Frage ist doch nach wie vor, welche Bedürfnisse und Probleme haben die Menschen. Und wir müssen sie auffordern, mehr in den politischen Diskurs einzusteigen und Lösungen miteinander zu diskutieren, damit es nicht beim Meckern bleibt.

Was haben Sie von Jürgen Ditz gelernt?

Prahler: Ich habe viel in Bezug auf Menschenführung von ihm gelernt. Insbesondere, dass man immer vor Augen haben muss, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. Beim Politikstil habe ich gelernt, dass es nicht darauf ankommt, laut zu tönen, sondern die besseren Argumente zu haben.

Interview: Michael Prochnow

OZ

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