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Groß Siemz will auf die Datenautobahn

Groß Siemz Groß Siemz will auf die Datenautobahn

Die marode Schulstraße erneuern und leistungsfähige Internetanschlüsse für alle Haushalte möglich machen: Das sind Ziele, die sich die Gemeindevertreter von Groß Siemz gesetzt haben.

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Die Groß Siemzer Gemeindevertreter diskutieren im Saal des Feuerwehrgerätehauses über den Haushalt 2016.

Quelle: Jürgen Lenz

Groß Siemz. Die marode Schulstraße erneuern und leistungsfähige Internetanschlüsse für alle Haushalte möglich machen: Das sind Ziele, die sich die Gemeindevertreter von Groß Siemz gesetzt haben. Erreichbar sind sie aber nur mit Hilfe von Bund und Land. Für eine 152000 Euro teure Erneuerung der Schulstraße sieht der am Dienstagabend einstimmig beschlossene Haushalt der Kommune einen Zuschuss des Landes in Höhe von 98000 Euro vor. Für Anschlüsse an die Datenautobahn will Groß Siemz das Bundesprogramm „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ nutzen. Bewilligt sind die Zuschüsse für Straße und Breitband-Internet noch nicht.

 

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Die Groß Siemzer Gemeindevertreter diskutieren im Saal des Feuerwehrgerätehauses über den Haushalt 2016.

Quelle: Jürgen Lenz

Die Betontrasse ist ziemlich kaputt.“Bürgermeister Rainer Berger über die Schulstraße in Groß Siemz

Über den derzeitigen Zustand der Schulstraße in Groß Siemz sagt Bürgermeister Rainer Berger, der, wie alle Kommunalpolitiker in Groß Siemz, der Wählergemeinschaft Siemzer Bürger angehört: „Die Betontrasse ist ziemlich kaputt.“ Um das zu ändern, wären die Vertreter der schuldenfreien Gemeinde gegebenenfalls bereit, einen Kredit aufzunehmen. Die Zinsen dafür sind nach Auskunft des Finanzausschussvorsitzenden Jürgen Evers derzeit sehr günstig: rund 0,8 bis 0,85 Prozent. Weitere Entlastung für die Gemeinde bringen die Beiträge, die die Anlieger der Straße zu zahlen hätten.

Wann der Ausbau beginnt, ist noch nicht absehbar, denn Groß Siemz hat zwar den Investitionszuschuss des Landes beantragt, aber zugesagt wurde er noch nicht, so die Auskunft von Antje Kopp, Leiterin des Fachbereichs Bau- und Ordnungswesen im Amt Schönberger Land.

Am Dienstagabend erklärte sich die Gemeindevertretung grundsätzlich dazu bereit, Geld für den Ausbau des Breitbandnetzes in allen Ortsteilen bereitzustellen. Bislang nutzen etliche Bürger das Angebot des Fördervereins „Bürgernetz Schönberger Land“. Er betreibt ein Funknetz mit Zugangspunkten auf Masten, Hausdächern und der Schönberger Kirche. Die Mitglieder können sich über das vereinseigene Netz einloggen, miteinander kommunizieren und mit DSL-Geschwindigkeit im Internet surfen. Höhere VDSL-Geschwindigkeiten ermöglicht ein Ausbau des Breitbandnetzes auf Glasfaserbasis, wie die Telekom ihn 2013 in den nahe gelegenen Gemeinden Menzendorf und Roduchelstorf realisiert hat. Dort stehen den Bürgern bis zu 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Vor dem Ausbau für rund 200 Haushalte machte die Telekom für die Gemeinde Menzendorf eine Wirtschaftlichkeitslücke von 83400 Euro geltend, für die Gemeinde Roduchelstorf eine Wirtschaftlichkeitslücke von 27392 Euro. Beide Kommunen hatten rund zehn Prozent als Eigenanteil zu zahlen. Auf ähnliche Konditionen hoffen die Gemeindevertreter von Groß Siemz.

OZ

Von Jürgen Lenz

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