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High Heels gegen Rollator: Das Rennen um das Rathaus beginnt

Grevesmühlen High Heels gegen Rollator: Das Rennen um das Rathaus beginnt

Vier Kandidaten, die im September Bürgermeister werden wollen, stellen ihre Wahlprogramme vor / Wismarsche Straße steht im Fokus der Diskussion beim BRH

Grevesmühlen. Wer in Grevesmühlen Bürgermeister werden will, muss sich mit den Problemen der Stadt auseinandersetzen. Eines, das die Bürger seit vielen Jahren aufregt, ist der marode Zustand der Wismarschen Straße. Das Thema sorgte für einigen Zündstoff, als die vier Bürgermeisterkandidaten darüber mit den Mitgliedern des hiesigen Seniorenverbandes BRH beim Kaffeeklatsch diskutierten. Zum ersten Mal in ihrem Wahlkampf trafen alle vier Kandidaten direkt aufeinander.

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Vier Kandidaten, die im September Bürgermeister werden wollen, stellen ihre Wahlprogramme vor / Wismarsche Straße steht im Fokus der Diskussion beim BRH

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Vor knapp 120 Besuchern erklärte die einzige weibliche Bewerberin, Christiane Münter von der Fraktion grevesmühlen.jetzt, dass die Einkaufsstraße mit High Heels einfach nicht mehr zu durchqueren sei.

Überall bleibe man mit den Hackenschuhen stecken. Zu weiteren Ausführungen kam es nicht mehr, da sie recht schroff von der BRH-Vorsitzenden Elfriede Quedenbaum unterbrochen wurde: „Das ist Quatsch.

Unsere 80-Jährigen gehen nicht mit High Heels über die Straße sondern mit Rollatoren.“

Die Fugen an einigen Stellen schließen und den nördlichen Teil der Straße frei von Parkplätzen halten — das ist der Vorschlag von SPD-Kandidat Stefan Baetke. „Wir haben dazu bereits einen Antrag in der Stadtvertretung gestellt, der wurde jedoch abgelehnt“, sagt er. Lars Prahler, Bauamtsleiter und CDU-Kandidat, hält dagegen: „Das Verfüllen der Fugen funktioniert nicht. Man müsste die ganze Straße neu machen und das ist zu teuer.“ Außerdem sei sie bereits vor knapp 20 Jahren saniert worden. Auch das Abnehmen der Bäume sei nicht so einfach. Man müsse an anderer Stelle neue pflanzen.

Für Beruhigung sorgte letztendlich Kandidat Uwe Wandel, Bürgermeister der Gemeinde Gägelow: „Der Gehweg sollte so gestaltet werden, dass Rollatoren und Damen auf High Heels gleichermaßen gut durchkommen.“

Neben dem Vorhaben, die Wismarsche Straße zu sanieren, haben die Kandidaten allerdings noch mehr mit Grevesmühlen vor. Christiane Münter, geboren in Celle und seit 23 Jahren in der Stadt, wünscht sich ein Schwimmbad. „Das wäre für alle Bürger von Vorteil“, sagt Münter, die als verbeamtete Juristin in der Kreisverwaltung arbeitet. Schwimmen sei zudem ein Sport, den auch Senioren ausüben könnten, findet die 57-Jährige.

Der jüngste Kandidat ist Stefan Baetke. Der 35-Jährige Grevesmühlener ist seit 2014 Vorsitzender das Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt, der SPD-Fraktion in der Stadtvertretung und will sich vor allem für Einzelhändler, bezahlbaren Wohnraum und Kitas einsetzen. „Wir haben schon jetzt eine gute Infrastruktur, auf die wir aufbauen können“, sagt er.

Lars Prahler ist bereits seit 2006 Mitglied der Verwaltungsspitze im Grevesmühlener Rathaus. Als Bauamtsleiter ist er einer der Vertreter des Bürgermeisters. „Ich habe vier Wünsche: Gehen Sie wählen, wählen Sie mich, mischen Sie sich ein und seien Sie stolz auf Ihre Stadt“, appelliert der 43-jährige Kandidat.

Uwe Wandel ist seit 2007 ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Gägelow. Dort trat der Parteilose für die SPD-Fraktion an, in Grevesmühlen zieht es ihn eher zu den Linken. „Ich habe gemerkt, dass ich doch etwas linker bin als die SPD“, erklärt der 59-Jährige, der von Gägelow sagt: „Wir haben dort Windenergie und Rechtsradikale.“ Mit den aktuellen Problemen der Gemeinden kenne er sich also aus.Den Kaffee gab es übrigens erst nach dem Gespräch. „Wen wir wählen, das sagen wir heute noch nicht“, schloss BRH-Vorsitzende Elfriede Quedenbaum die Runde.

Von Michaela Krohn

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