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Grevesmühlen Lichtblicke für Selmsdorf
Mecklenburg Grevesmühlen Lichtblicke für Selmsdorf
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02:25 27.03.2014
Selmsdorf

Einst die wohlhabendste Gemeinde in Nordwestmecklenburg, kommt Selmsdorf nicht mehr aus den roten Zahlen heraus, in die die Kommune 2012 nach dem Bau eines 2,6

Millionen Euro teuren Solarparks gerutscht ist. Um den Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, ist Selmsdorf weiterhin auf einen Kassenkredit angewiesen. Auch in diesem Jahr wird die Kommune, wenn die Gemeindevertreter den Haushaltplan in der vorgelegten Form beschließen, mehr Geld ausgeben als sie einnimmt. „Der Finanzmittelfehlbetrag beläuft sich 2014 voraussichtlich auf 507 400

Euro“, sagt Sylvia Liedtke, Mitarbeiterin des Fachbereichs Finanzwesen im Amt Schönberger Land. Die gesetzlich vorgeschriebenen Abschreibungen auf das Eigentum der Kommune sind in dieser Summe noch nicht eingerechnet — aber einige Investitionen, die im Haushaltsplan mit einem Minus von 761 000 Euro zu Buche schlagen.

Etwas Erfreuliches können die Selmsdorfer allerdings im Haushalt entdecken: Ihrer Gemeinde wird es voraussichtlich gelingen, die laufenden Ausgaben mit laufenden Einnahmen zu bezahlen. Davon sind die meisten Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern weit entfernt. Eine Ursache für Selmsdorfs Sonderstellung: die ungewöhnlich hohen Steuereinnahmen. Hauptquelle sind die zahlreichen Betriebe in der Gemeinde vor den Toren der Hansestadt Lübeck. Mit 572 900 Euro bekommt Selmsdorf in diesem Jahr voraussichtlich mehr als vier Mal so viel Umsatzsteuer wie die Nachbargemeinde Schönberg, die nur 118

900 Euro in den Haushalt einstellen konnte. Deutlich höher ist, pro Kopf gerechnet, auch der Selmsdorfer Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer: 776 500 Euro. Größte geplante Einnahmequelle:

die Gewerbesteuer mit einer Million Euro.

Zupass kommt Selmsdorf auch, dass die Gemeinde in diesem Jahr erheblich weniger Geld an den Landkreis Nordwestmecklenburg und das Amt Schönberger Land abführen muss als vorher: insgesamt 1 080

600 Euro nach 2 166 200 Euro im Vorjahr. Ursache für den drastischen Rückgang: Nachdem die Gemeinde 2012 wegen hoher Ausgaben und zurückgegangener Einnahmen in die Miesen geraten ist, muss sie nun weniger abführen — nach dem Motto: „Wer weniger hat, dem wird weniger genommen.“

Der Solarpark ist mittlerweile eine Einnahmequelle für die Gemeinde. Sie kann für 2014 mit einer Einspeisevergütung in Höhe von 223 600 Euro rechnen. Auf der Minusseite stehen 198 600

Euro. In dieser Summe ist eine Abschreibung eingerechnet, die davon ausgeht, dass die Fotovoltaikanlagen 15 Jahre genutzt werden können.



Jürgen Lenz

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