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Linden sollen erhalten bleiben

Grevesmühlen Linden sollen erhalten bleiben

Die Tannenbergstraße wird saniert und teilweise auf 4,10 Meter verengt.

Grevesmühlen. Die Gehwege in der Tannenbergstraße in Grevesmühlen sind ein Missstand.Vorsicht heißt es gerade neben der Bäckerei. Nicht nur, dass das Umknicken und Stolpern hier ein Leichtes ist, bei Regenwetter sammelt sich auch das Wasser auf und unter den Gehwegplatten. Und das nicht nur dort. Da keine Straßenentwässerung vorhanden ist, fließt das Nass auch von der Straße in den Hof der denkmalgeschützten Wohnblocks. Doch das soll bald ein Ende haben. Die Straße und die Gehwege werden saniert. Baubeginn ist wahrscheinlich noch in diesem Jahr.

„Wir stehen unter großem Druck, dort baulich etwas zu tun“, resümierte Bauamtsleiter Lars Prahler auf der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses der Stadt Grevesmühlen. Deren Mitglieder wurden in die Sache involviert, da an beiden Seiten der Tannenbergstraße schützenswerte Linden stehen. Die sind für die Planer allerdings eine Herausforderung.

„Wir haben kürzlich eine Baumbegutachtung vorgenommen. Keine Linde ist gefährdet. Die Restnutzungsdauer ist noch so hoch, dass sie nicht gefällt werden müssen“, erklärte Lars Prahler. Nur: Die Bäume grenzen nah an Gehweg und Straße. Die Straßenbreite von fünf bis 5,50 Meter kann künftig nicht für den ganzen Straßenzug eingehalten werden. „Wir müssen die Strecke teilweise auf 4,10 Meter verengen“, erläuterte Lars Prahler. Da das kurze Straßenstück aber sehr gut einsehbar sei, sehe er darin kein Problem. Außerdem sieht das Konzept vor, dass in der Tannenbergstraße eine Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern erlaubt sein wird.

Um die Wurzeln der Bäume zu schützen, wird mit sogenannten Wurzelbrücken gearbeitet. In naher Zukunft werden Gehwegplatten aufgenommen werden müssen, um diese Vorschädigungen der Lindenwurzeln genauer unter die Lupe zu nehmen. Oberstes Ziel ist es, den Baumbestand zu erhalten und zu sichern, machte Lars Prahler deutlich.

Im Mai werden sich die Mitglieder des Bauausschusses vor Ort treffen, um über das geplante Vorhaben zu diskutieren. Dazu eingeladen werden dann auch wieder die Mitglieder des Umweltausschusses. „Wir haben so geplant, dass wir im dritten oder vierten Quartal mit der Ausschreibung starten“, erklärte der Bauamtsleiter der Stadt. Dann wird mit den Arbeiten zwar im Winter begonnen, aber vor der Frostperiode sollen die wichtigsten Maßnahmen erledigt sein. Um Fördermittel ist die Stadt bemüht. Im Frühjahr 2015 könnte die Sanierung abgeschlossen sein.

 



Jana Franke

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