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Lüdersdorf modernisiert Fuhrpark der Feuerwehren

Lüdersdorf Lüdersdorf modernisiert Fuhrpark der Feuerwehren

Gemeinde ersetzt alte Fahrzeuge in Palingen und Boitin-Resdorf / Gemeindewehrführer begrüßt die Entscheidung / Bürgermeister kündigt weitere Investitionen an

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Wehrführer Nico Soll (35, l.) und sein Stellvertreter Ulf Mecklenburg (45) stehen vor dem alten Palinger Feuerwehrfahrzeug. Dessen Zeitwert ist nur noch symbolischer Art: ein Euro.

Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Lüdersdorf. Der Wert des Feuerwehrfahrzeugs in Palingen ist nur noch symbolischer Art: ein Euro. Es so weit reparieren zu lassen, dass es durch den Tüv kommt, würde mindestens das 9360-Fache kosten – wobei es im Kostenvoranschlag warnend heißt: „Eine erhebliche Reparaturkostenausweitung aufgrund von Umbauarbeiten ist möglich, da keine originalen Ersatzteile mehr lieferbar sind.“ Diese Sorgen müssen sich die ehrenamtlichen Brandschützer nun nicht mehr machen. Nach einer einstimmigen Entscheidung der Lüdersdorfer Gemeindevertreter bekommen die Ortswehren Palingen und Neuleben/Boitin-Resdorf für ihre alten Fahrzeuge modernen Ersatz. 200000 Euro haben die Kommunalpolitiker bereitgestellt, um den Kauf von zwei Tragkraftspritzenfahrzeugen mit Löschwassertanks möglich zu machen.

„Es ist ein Riesenfortschritt für die Feuerwehren“, sagt Gemeindewehrführer Michael Schinke. Er findet die Entscheidung „super“. Sie sei für alle Beteiligten die richtige. Aus heiterem Himmel kam sie nicht. Michael Schinke sagt: „Wir haben uns schon lange vorher Gedanken dazu gemacht.“ Als sich im Herbst 2014 Kommunalpolitiker und Brandschützer zu einem „zeitweiligen Feuerwehrausschuss der Gemeinde Lüdersdorf“ zusammenschlossen, hatte der Vorstand der Gemeindewehr bereits Prioritätenlisten für Gerätehäuser und Fahrzeuge fertig. Auf Platz eins bei den Fahrzeugen: die Ortswehr Palingen.

Rang zwei: Boitin-Resdorf/Neuleben. Wie berichtet, einigten sich die Gemeindevertreter Anfang dieses Jahres auf einen finanziellen Kraftakt: Lüdersdorf investiert bis 2018 2,4 Millionen Euro, um den Brandschutz und die technischen Hilfeleistungen durch ihre fünf Ortswehren auch in Zukunft sicherzustellen. Die erste große Investition ist nun der Kauf der beiden Feuerwehrfahrzeuge.

Bürgermeister Erhard Huzel (CDU) sagt: „Wir tragen damit weiter etwas für den Brandschutz in der Gemeinde bei.“ Die Budgetlage der Kommune sei eng, die beschlossene Investition aber dringend. Auch weitere Forderungen aus dem Gefahrenabwehrbedarfsplan würden umgesetzt, kündigt Huzel an. Dabei denkt der Lüdersdorfer Bürgermeister auch an den Bau eines Gerätehauses für die Ortswehr Lüdersdorf in Wahrsow. Er sagt: „Ich hoffe, dass wir demnächst dazu eine beschlussreife Vorlage kriegen. Das will aber gut überlegt sein.“

Auch die neuen Feuerwehrfahrzeuge werden nicht von heute auf morgen in den Orten stehen. Nach Angaben des Feuerwehrausschussvorsitzenden Mirco Friske (CDU) betragen die Lieferzeiten häufig bis zu einem Jahr.

In einer Pressemitteilung schreibt Huzel: „Mit dem Beschluss der Gemeindevertretung hat die Gemeinde Lüdersdorf ein Zeichen gesetzt, dass sie den Fahrzeugbestand ihrer Ortswehren modernisieren und deutlich verjüngen möchte.“ Beide Autos, die die Kommune ersetzt, sind Baujahr 1983. Das Fahrzeug in Boitin-Resdorf hat nach Angaben des Amtes Schönberger-Land einen Wert von 934 Euro. „Es wäre unwirtschaftlich, es zu reparieren“, sagt Kordula Stritz (Fraktion Die Linke), die der Gemeindevertretung und dem Feuerwehrausschuss angehört. Mindestens 10300 Euro würde die Reparatur kosten – und auch im Kostenvoranschlag für das Auto der Ortswehr Boitin-Resdorf/Neuleben heißt es: „Eine erhebliche Reparaturkostenausweitung aufgrund von Umbauarbeiten ist möglich, da keine originalen Ersatzteile mehr lieferbar sind.“

Jürgen Lenz

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