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Dassow Mehr Platz für neue Häuser in Dassow

Stadt schafft Baurecht auf Grundstücken im alten Zentrum der Stadt und im Ortsteil Feldhusen

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Zahlreiche Häuslebauer haben bereits ihren Traum vom Eigenheim in Dassow wahr gemacht. Andere sind noch im Wohngebiet „Schillerstraße“ dabei.

Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Dassow. In Dassow zu wohnen, wird immer beliebter. Die Einwohnerzahlen steigen. „Es gibt immer wieder Nachfragen wegen Bauplätzen in Dassow, aber auch wegen Mietwohnungen“, sagt die amtierende Bürgermeisterin Annett Pahl (SPD). Sie wird von potenziellen Häuslebauern und Mietern angesprochen. Andere Interessenten wenden sich ans Amt Schönberger Land.

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Stadt schafft Baurecht auf Grundstücken im alten Zentrum der Stadt und im Ortsteil Feldhusen

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Die Stadtvertreter reagieren auf die Nachfrage, indem sie weiteres Bauland ausweisen – so wie am Dienstagabend mit einstimmigen Beschlüssen.

Baurecht auf Grundstücken vor allem zwischen der Lübecker Straße und der Ernst-Thälmann-Straße, aber vereinzelt auch zwischen der Lübecker Straße und der Hermann-Litzendorf-Straße: Das schafft der 23. Bebauungsplan von Dassow. Am Dienstagabend fassten die Stadtvertreter den sogenannten Satzungsbeschluss. Sobald er öffentlich bekannt gemacht wurde, wird er gültig und sorgt nicht nur für zusätzliches Baurecht in Dassow, sondern schreibt auch vor, wo und wie in seinem Geltungsbereich Häuser errichtet und gestaltet werden dürfen – und das ziemlich detailliert. Das Ziel, das die Stadt mit den Richtlinien verfolgt: Neue Häuser sollen sich in die Umgebung einfügen. Deshalb schreibt Dassow den Bauherren vor: „Die Fassaden sind in Ziegelsichtmauerwerk, Fachwerk mit Ziegelausfachungen oder geputzten Gefachen herzustellen.“ Putzanstriche sind in hellen, nicht glänzenden Farbtönen, in Pastelltönen oder erdfarbenen Tönen zu halten. Nicht erlaubt sind grelle Farben oder auch Holzhäuser.

Auch bei den Dächern lässt die Stadt den künftigen Häuslebauern im Ortszentrum von Dassow nicht völlig freie Hand. Sie schreibt vor: „Dächer sind als Satteldächer mit einer Neigung zwischen 40

Grad und 55 Grad oder mit einer Neigung zwischen 15 Grad und 30 Grad herzustellen.“ Bei einer Neigung zwischen 40 und 55 Grad müssen die Häuslebauer das Dach entweder mit Reet decken oder Pfannen in den Farben Rot bis Rotgelb verlegen. Bei den für Bungalows üblichen Dachneigungen zwischen 15 und 30 Grad erlaubt Dassow auch Schiefer und schieferfarbige Schindeln. Einen zulässigen Gestaltungsrahmen legt die Stadt auch bei den Fenstern fest: „Fenster sind als stehende Rechtecke mit einem Verhältnis von Breite zu Höhe von mindestens 1 zu 1,25 auszuführen. Ab einer Scheibengröße von 0,8 Quadratmetern ist eine senkrechte Unterteilung erforderlich.“ Ab einer Scheibenhöhe von 1,25 Meter muss das Fenster eine „Kämpfer“ genannte vertikale Unterteilung besitzen. Für diese Kämpfer und für alle senkrechten Unterteilungen gilt: „Aufgeklebte oder zwischen den Scheiben eingelegte Scheinsprossen sind nicht zulässig.“ Gewölbte Scheiben – sogenannte Bützenscheiben – lässt die Stadt ebenfalls nicht in dem Gebiet im Ortszentrum zu, für das bald der Bebauungsplan Nummer 23 gilt.

Deutlich kleiner als das Ortszentrum von Dassow ist der Teil von Feldhusen, in dem die Stadt nun ebenfalls Baurecht schaffen will – durch eine sogenannte Ergänzungssatzung. Sie soll für zwei Grundstücke gelten. Auch dort müssen sich Bauherren an Vorschriften halten, mit denen die Stadt sicherstellen will, dass sich neue Häuser ins Ortsbild einfügen. Zulässig sein werden nach dem einstimmigen Beschluss von Dienstagabend ausschließlich eingeschossige Einzel- und Doppelhäuser. Erlaubt werden in Feldhusen nicht nur Satteldächer, sondern auch solche mit Krüppelwalm. Ihre Neigung muss in jedem Fall zwischen 40 und 50 Grad liegen. Auch bei der Bepflanzung der Grundstücke haben die Bauherren nicht völlig freie Hand. Sie müssen für Hecken, die in zwei Bereichen anzulegen sind, heimische Arten wie den Feldahorn, die Hainbuche, die Eberesche und den Holunder verwenden. Der Anteil nicht heimischer Ziergehölze darf zehn Prozent nicht überschreiten.

Ausverkauft

In kurzer Zeit komplett ausverkauft ist das Wohnbaugebiet „Schillerstraße“ in Dassow, dessen zweiter Teilabschnitt im Frühjahr 2016 baureif war. „Alle Grundstücke sind verkauft“, sagte gestern Günther Anton, Geschäftsführer der Stadtbau GmbH, auf Anfrage. Das Unternehmen vermarktete die 35 Grundstücke im Auftrag der Kommune. Die Stadtvertreter billigten am Dienstagabend den Jahresabschluss 2016. Er weist ein Plus von 46650 Euro aus. jl

Jürgen Lenz

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