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Grevesmühlen Mehr Sicherheit für Radfahrer
Mecklenburg Grevesmühlen Mehr Sicherheit für Radfahrer
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00:00 20.09.2016
Bis zum Gewerbegebiet Lüdersdorf haben Radfahrer und Fußgänger jetzt einen eigenen Weg neben der Landesstraße 02. Die Europäische Union förderte auch diesen Bau mit einem Zuschuss. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Arbeiter bauen ab kommenden Montag den von Radlern und Kommunalpolitikern seit Langem geforderten Radweg an der B 105 zwischen Zarnewenz und Sülsdorf. Das kündigte das Straßenbauamt Schwerin gestern an. Es gab die Kosten auf Anfrage der OZ mit rund 500000 Euro an. Bezahlt wird der Radweg vom zuständigen Straßenlastträger, der Bundesrepublik Deutschland.

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Lange geforderter Wegebau an B 105 soll am 26. September beginnen / An der L 02 ist eine neue Trasse fertig

Nach Angaben des Straßenbauamts werden die Arbeiten für den 2,2 Kilometer langen Weg nördlich der B 105 voraussichtlich bis Ende Mai kommenden Jahres andauern. In der Ausschreibung ist das Bauende mit „12. Mai 2017“ angegeben. Während der Arbeiten an 250 Meter Radweg innerhalb von Sülsdorf und 150 Meter Radweg innerhalb von Zarnewenz wird die Bundesstraße nach Angaben des Amtes halbseitig gesperrt. Ampeln würden dort den Verkehr an der Baustelle vorbeiführen. Das Straßenbauamt kündigt auch an: „Die Bushaltestellen in Richtung Selmsdorf können während der Bauarbeiten nicht angefahren werden.“ Deshalb würden am Anfang beider Orte zwei provisorische Haltestellen eingerichtet.

Bauarbeiter werden in den kommenden Monaten 800 Kubikmeter Oberboden abtragen, 2300 Kubikmeter Boden einbauen, 5080 Quadratmeter Geotextilien und Geogitter verlegen, 5400 Quadratmeter Asphalttragschicht und 5200 Quadratmeter Asphaltdeckschicht auftragen, 15 Meter Stromkabel verlegen, drei Straßenlaternen umsetzen und 35 Meter Metallgeländer installieren.

Der Selmsdorfer Bürgermeister Marcus Kreft (SPD) freut sich über den Bau des Radweges, den sowohl seine Gemeinde als auch die Nachbarstadt Dassow seit Jahren aus Sicherheitsgründen und zur Förderung des Tourismus fordern. „Los geht’s!“, meint Kreft nun. Der Weg schließt eine Lücke zwischen Lübeck und Dassow.

Im vorigen Jahr stellten Arbeiter den rund drei Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Selmsdorfer Ortsteil Zarnewenz und dem Dassower Ortsteil Schwanbeck fertig. Dieser Radweg kostete nach Angaben des Straßenbauamtes ebenfalls rund eine halbe Million Euro. Zahlreiche Radler, Inlineskater und Fußgänger nutzen ihn bereits.

Ebenfalls fertig ist jetzt ein Radweg an der Landesstraße 02 zwischen dem Gewerbegebiet Lüdersdorf und der Autobahnanschlussstelle Lüdersdorf. Ihn forderte die Gemeinde Lüdersdorf seit Langem.

Arbeiter bauten ihn in den vergangenen Monaten, als sie ein 605 Meter langes, marodes Teilstück der Landesstraße sanierten und ausbauten. Wie berichtet, wollen Lüdersdorfer Gemeindevertreter, dass der Radweg möglichst bald bis nach Wahrsow verlängert wird.

EU gibt Geld für Wegebau

14 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung: Diese Summe steht in MV bis 2020 für den Neu- und Ausbau von Radwegen neben Straßen zur Verfügung, die einer Stadt, einer Gemeinde oder einem Kreis gehören. Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) erklärte dazu: „Nun können wir gezielt gemeinsam mit der kommunalen Ebene das Radverkehrsnetz stärken, denn jetzt können die kommunalen Wege, die Menschen aus den Ortslagen hin zu Landes- und Bundesstraße führen, wenn es nötig ist, mit sicheren Radwegen versehen werden.“

OZ

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