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Nahbus bekommt zusätzlich 1,7 Millionen Euro

Grevesmühlen Nahbus bekommt zusätzlich 1,7 Millionen Euro

Am 22. September wird der Kreistag Nordwestmecklenburgs die Auszahlung einer überplanmäßigen Aufwendung an das kreiseigene Verkehrsunternehmen beschließen. Der Finanzausschuss stimmte der Beschlussvorlage bereits zu.

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Die Einführung und Umsetzung des neuen Nahverkehrskonzeptes im Landkreis Nordwestmecklenburg kostet viel mehr als ursprünglich geplant.

Quelle: Annett Meinke

Grevesmühlen. Der Verkehrsbetrieb des Landkreises Nordwestmecklenburg - Nahbus - braucht weiterhin dringend zusätzliche Mittel. Durch die Umsetzung des neuen Verkehrskonzepts entstanden Mehraufwendungen in Höhe von 470 000 Euro. Demgegenüber stehen Mindererträge von gesamt 1 766 810 Euro. Die Situation machte bereits die Auszahlung einer eingeplanten Reserve in Höhe von 500 000 Euro an das Unternehmen notwendig. Trotzdem verbleibt ein Defizit von 1 736 600 Euro.

Diese Mittel werden am 22. September per Beschluss vom Kreistag zusätzlich zur Verfügung gestellt. Die Auszahlung ist, wie es in Beschlussvorlage des Landkreises heißt „unvorhergesehen“ und „unabweisbar“ - weil der kreiseigene Verkehrsbetrieb ansonsten in Liquiditätsprobleme käme.

Der Finanzausschuss des Kreistages ließ sich von Nahbus-Geschäftsführer Jörg Lettau noch einmal genau erklären, wie die Mehraufwendungen und das Minus zustandekamen. Neben den bereits hinlänglich bekannten Fakten: Erforderliche Takt- und Fahrplanumstellungen – entstanden durch Unwägbarkeiten in der Planung des Mammutsprojektes – hohe Kosten durch angemietete Mitarbeiter und Fahrzeuge von den Wismarer und Mecklenburger Verkehrsbetrieben berichtete Lettau zum ersten Mal auch von hohen Rechtsanwaltskosten. „Wir mussten die neuen Ausschreibungen für Verkehrsleistungen durch Subunternehmen anwaltlich begleiten lassen. Dafür ist mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 60 - 80 000 Euro rechnen“, so Lettau.

Am härtesten allerdings treffen das Unternehmen die Mindereinnahmen aus dem Ticketverkauf. In der Kalkulation war man von 4,9 Millionen Euro an Einnahmen ausgegangen. Dem steht nun die Realität von nur 2,8 Millionen Euro Einnahmen gegenüber.

Auch das Angebot Anrufbus wurde im Finanzausschuss noch einmal heiß diskutiert. Derzeit wird es hoch subventioniert von Landkreis. Dennoch will man nicht darauf verzichten. Der Anrufbus sei ein Angebot der „Daseinsfürsorge“ für die Bürger im Flächenland Nordwestmecklenburg, das unbedingt notwendig sei. 

Letztlich wurde die Beschlussvorlage zur Auszahlung der 1,7 Millionen vom Finanzausschuss einhellig gebilligt.

Annett Meinke

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