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Neues Wohngebiet auf früherem Kasernengelände

Wismar Neues Wohngebiet auf früherem Kasernengelände

Die Erschließungsarbeiten an der Lübschen Burg beginnen im Sommer – 79 Grundstücke für Einfamilienhäuser werden verkauft – Statt Lebensmittelmarkt kleine Läden möglich

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Das Gebiet Lübsche Burg Ost ist 12,4 Hekar groß, davon werden 8,2 Hektar bebaut. Es wird begrenzt von der Straße Zum Festplatz, von der Lübschen Straße, von der Parkanlage Köppernitztal und vom Festplatz am Bürgerpark. Foto/Grafik: Uli Jahr/Arno Zill

Wismar. Die letzte große Freifläche des früheren Kasernengeländes an der Lübschen Burg wird für ein Wohn- und Mischgebiet erschlossen. Auf der Sitzung der Bürgerschaft am 30. Juni soll der abschließende Beschluss gefasst werden. Außerdem wird über den Erschließungsvertrag für das Gebiet Lübsche Burg Ost abgestimmt.

„Wir stehen in den Startlöchern. Es kann dann mit der Erschließung losgehen“, sagt Andreas Pfann, Geschäftsführer der ABC-Immobiliengruppe Börgerende, die für das Vorhaben in Wismar die Lübsche Burg Ost Projekt GmbH gegründet hat. Mit den ersten Hochbauten rechnet Pfann ab dem nächsten Jahr.

Von den 79 Eigenheimgrundstücken sind bereits 31 verkauft, so Hans-Joachim Hohlweg, Vertriebsleiter bei bei der W&N Immobilienvertriebsgesellschaft Rostock. Der Kaufpreis für den erschlossenen Quadratmeter Bauland liege zwischen 119 und 149 Euro. Nach seinen Angaben läuft in diesem Monat ein Preismodell aus, bei dem Einheimische bevorzugt wurden. Das könne eine Ersparnis von 10 und je nach Lage bis zu 30 Euro pro Quadratmeter sein. Die Grundstücke sind zwischen 434 bis 1260 Quadratmeter groß.

Das Wohngebiet wird in mehrere Teilbereiche gegliedert. So ist entlang der Straße Zum Festplatz aufgrund möglicher Schallemissionen eine vorwiegend geschlossene Bebauung vorgesehen, innerhalb des Wohngebietes und angrenzend zum Köppernitztal klassische Einfamilienhäuser, Bungalows und Stadtvillen möglich.

In Ergänzung zum benachbarten Seniorenheim sollen insbesondere im Mischgebiet sowie entlang der Straße Zum Festplatz Gebäude errichtet werden, die besondere Wohnformen ermöglichen, wie zum Beispiel betreutes Wohnen oder Mehrgenerationshäuser. Auch studentisches Wohnen ist durch die Nähe zur Hochschule denkbar. Entlang der Lübschen Straße ist im Bebauungsplan ein Mischgebiet ausgewiesen. Hier sind Mehrfamilienhäuser und nicht störende gewerblichen Einrichtungen, beispielsweise Büros und Dienstleister, vorgesehen. Ausgeschlossen werden Gartenbaubetriebe, Tankstellen und Vergnügungsstätten.

Ein Lebensmittelmarkt ist ausgeschlossen. „Norma“ hatte ernsthaftes Interesse bekundet, einen Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche von 800 m2 plus Nebenräumen zu errichten. Stattdessen soll es die Möglichkeit geben, kleinere Einzelhandelseinrichtungen „mit zusätzlichen ergänzenden und speziellen Angeboten des täglichen Bedarfs wie Back- und Fleischwaren, Gemüse, Getränke etc. zu errichten“, heißt es im Bebauungsplan. Eine Festsetzung mit der Verkaufsfläche und eine Sortimentsliste sind deshalb Bestandteil des B-Planes.

Im Vorfeld der Erschließung gab es einen Antrag zum Fällen von Bäumen. 49 geschützte Bäume sind abgesägt worden. Als Ausgleich sind Pflanzungen von insgesamt 96 Bäumen in der öffentlichen Parkanlage Köppernitztal (75 Bäume) sowie in der Parkanlage mit Spielplatz im Zentrum des Wohngebietes und entlang der Planstraßen (21 Bäume) vorgesehen.

Die Planstraßen im Neubaugebiet Lübsche Burg Ost heißen künftig Zum Festplatz sowie Alexander-Behm-, Nicolaus-Dierling- und Ernst-Alban-Straße. Sie sind nach technischen Wissenschaftlern benannt. Sie haben in Mecklenburg-Vorpommern gewirkt, ihre Arbeiten sind im benachbarten Phantechnikum zu sehen.

Heiko Hoffmann

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