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Grevesmühlen Trotz Geldmangels: Schönbergs Bürgermeister hat Visionen
Mecklenburg Grevesmühlen Trotz Geldmangels: Schönbergs Bürgermeister hat Visionen
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00:05 27.02.2016
Um das Thema Bauge- biete werden wir uns nun intensiv kümmern.“Lutz Götze, Bürgermeister Schönberg

Schönberg Der Bau einer neuen Kita, ein neues Wohngebiet und mögliche Fusionen mit anderen Gemeinden — die Stadt Schönberg hat sich trotz finanziell angespannter Lage in den nächsten Jahren viel vorgenommen. Im Gespräch mit der OSTSEE-ZEITUNG erklärt Bürgermeister Lutz Götze, was für die Stadt besonders wichtig ist.

Die Stadt hat viel vor, allerdings nicht genügend Geld. Was steht auf der Prioritätenliste ganz oben?

Lutz Götze: Der Bau einer neuen Kita. Die Firma Grundbau Nord aus Lübeck will das Projekt realisieren und dann an den Verein „Haus des Kindes“ vermieten. Der Verein ist bereit mit dem Investor zusammenzuarbeiten. Die Machbarkeit muss aber noch geprüft werden. Ganz wichtig ist, dass wir mit dem Bau noch in diesem Jahr beginnen. Wir haben sehr viele Kinder im Einzugsbereich und wollen für die Zukunft bauen, sodass noch mehr Kinder die Chance haben, in einer Kindereinrichtung betreut zu werden. Das ist ein Thema, was uns unter den Nägeln brennt.

Und dennoch dauert es ziemlich lange. Schließlich will die Stadt schon seit Jahren eine Kita bauen. Woran liegt das?

Götze: Es geht jetzt immer noch darum, die Finanzierung zu klären. Nicht mit der Bank, sondern wer als Partner in Erscheinung tritt. Wird nur der Verein „Haus des Kindes“ Partner oder auch die Stadt? Weiterhin muss geklärt werden, ob das alte Schützenhaus miteinbezogen werden kann. Dazu muss der Zustand geprüft werden. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Der Investor sieht es allerdings nicht als erhaltungswürdig an. Und auch ganz wichtig: Wir haben noch keine Fördermittelzusage. Da warten wir schon sehr lange drauf, für mich sogar unzumutbar lange. Um hier schnellstmöglich eine Entscheidung herbeizuführen, bin ich in Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten, Mitgliedern des Landtages und mit Ministerien.

Auch die Sanierung der Sporthalle an der Regionalen Schule mit Grundschule ist seit Monaten im Gespräch? Wie sieht es da aus?

Götze: In der Sporthalle sind die Sanitäranlagen, der Hallenboden, das Dach und vieles mehr zu erneuern. Ob wir das in diesem oder erst im nächsten Jahr machen, hängt davon ab, ob wir Fördermittel bekommen. Die haben wir beantragt, aber noch keine Bestätigung.

Nachbargemeinden wie Lockwisch und Menzendorf, die finanziell kaum Spielraum haben, kritisieren immer wieder die hohen Gastschulbeiträge in Schönberg. Was sagen Sie dazu?

Götze: Aus meiner Sicht sind die Gastbeiträge nicht zu hoch. Wir haben mit der Sanierung verbesserte Lernbedingungen geschaffen. Das hat natürlich auch seinen Preis. Allerdings kann ich den Nachbargemeinden ein wenig Hoffnung machen: Wir diskutieren im Moment gerade einen Rückkauf der Schule, wenn der Leasingvertrag ausläuft. Wenn der Kauf realisiert wird, werden die Gastschulbeiträge wahrscheinlich sinken. Denn der Leasingvertrag wurde mit einem zu dieser Zeit sehr hohem Zinssatz abgeschlossen. Und zurzeit sind die Zinsen deutlich niedriger.

Schönberg hat bereits vor Jahren seine Fühler zu anderen Gemeinden ausgestreckt, um zu fusionieren. Wie wahrscheinlich ist es, dass Schönberg bald mehr Einwohner durch eine Fusion hat?

Götze: Wir haben festgelegt, dass Schönberg bereit ist, mit ärmeren Gemeinden zu fusionieren. Der Beschluss hat noch Gültigkeit. Alles andere kann man verhandeln. Der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes, Frank Lehmann, hat alle Bürgermeister der umliegenden Gemeinden über das Gesetz mit dem Namen „Leitbild Gemeinde der Zukunft“ informiert. Die Bürgermeister wissen, was eine Fusion finanziell bedeutet. Menzendorf hatte mal angefragt, mehr ist nicht passiert. Mit Lockwisch gab es Gespräche, die sind im Sande verlaufen.

In den Nachbargemeinden Selmsdorf, Dassow und Lüdersdorf entstehen seit Jahren neue Baugebiete. In Schönberg nicht, obwohl Bedarf besteht. Wo liegen die Probleme?

Götze: Der Bedarf ist auf jeden Fall vorhanden. Viele junge Mitarbeiter der großen Firmen wie Lindal oder Palmberg interessieren sich für Bauplätze, um sesshaft zu werden. Deshalb ist es wichtig, neue Bauplätze zu schaffen. Vor allem, wenn wir die Einwohnerzahl erhöhen wollen. Die Stadt hat noch geringe Flächen, das sind allerdings nur Rand- und Splitterflächen oder Flächen in Verbindung mit Mischgebieten. Größere Flächen für ein richtiges Baugebiet haben wir zurzeit nicht. Um dieses Thema werden wir uns intensiv kümmern.



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