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„Vorwärts“ mit der Wirtschaftsförderung im Landkreis

Grevesmühlen „Vorwärts“ mit der Wirtschaftsförderung im Landkreis

Der Kreis-Wirtschaftsausschuss diskutierte heiß über neue Wirtschaftsfördergesellschaft. Eine Nachfolge-GmbH soll auf den Weg gebracht werden.

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Mit der „Planierraupe“ will SPD-Kreistagsmitglied Wolfgang Glaner die Neugestaltung der Wirtschaftsförderung im Landkreis Nordwestmecklenburg gern vorantreiben. CDU- und SPD-Fraktion wollen einen gemeinsamen Antrag für einen Grundsatzbeschluss zur Neuetablierung der Wirtschaftsfördergesellschaft zur nächsten Kreistagssitzung am 19. Mai stellen

Quelle: Heiko Engel

Grevesmühlen. Es ging hoch her in der jüngsten Sitzung des Wirtschafts- und Tourismusausschusses des Landkreises. Die Wirtschaftsfördergesellschaft (WFG) war wieder einmal Thema und erneut sorgte sie für hitzige Debatten. Auch Landrätin Kerstin Weiss (SPD) nahm an der Versammlung in der Malzfabrik teil. Sie betonte, endlich Fortschritte auf dem Gebiet Wirtschaftsförderung machen zu wollen.

Wolfgang Glaner (SPD) stellte gemeinsam mit seinem CDU-Ausschusskollegen Michael Berkhahn einen kurzfristig fertiggestellten Entwurf eines Antrages an den Kreistag für den 19. Mai vor, der im Ausschuss diskutiert wurde. Beide Fraktionen hatten ihn gemeinsam formuliert. „Mit einem Grundsatzbeschluss zur Etablierung einer effizienten Wirtschaftsförderung“, so Glaner, „wollen wir das, was gewesen ist, hinter uns lassen und vorangehen – unbelastet von den Altlasten der bisherigen Wirtschaftsfördergesellschaft.“

Im Antrag geht es vor allen Dingen um die Neuausrichtung der WFG. Sie soll zwar auch zukünftig aus einer Mischform zwischen Verwaltung (Stabsstelle) und einer GmbH bestehen – anders als zuvor soll sich die Nachfolge-WFG-GmbH aber ausschließlich drei Hauptaufgabenfeldern widmen: Bestandspflege der bereits im Landkreis präsenten Unternehmen, Neuansiedlung von Firmen und verstärktes Standortmarketing.

Um die Unbelastetheit der Nachfolge-GmbH zu gewährleisten, soll die Landrätin beauftragt werden, eine Überprüfung zu veranlassen. Dabei soll herausgefunden werden, ob es rein rechtlich möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, die bisherigen Grundstücke der alten WFG und die anhängigen Rechtsstreitigkeiten auf den Landkreis zu übertragen.

Dieses Ansinnen stieß bei einigen Ausschussmitgliedern auf Ablehnung. Reinhard Sieg (Die Linke) verstand nicht, warum für einen Neuanfang die alte WFG nicht ordnungsgemäß aufgelöst und abgewickelt wird. „Die Altlasten fallen unter Umständen dem neuen hauptamtlichen Geschäftsführer auf die Füße. Ein sauberer Neuanfang ist doch etwas anderes.“

Michael Berkhahn und Wolfgang Glaner waren diesbezüglich jedoch komplett anderer Ansicht. Berkhahn betonte: „Ein Neuanfang ist gewährleistet, wenn die Problemfelder von der Verwaltung übernommen werden.“ Glaner meinte: „Wir müssen endlich mal vorankommen. Also Planierraupe an und vorwärts.“

Von Meinke, Annett

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