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Grevesmühlen Wird Barnekow bald Bioenergie-Dorf?
Mecklenburg Grevesmühlen Wird Barnekow bald Bioenergie-Dorf?
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04:21 13.09.2013
Nicht wir hier an diesem Tisch entscheiden darüber, ob wir überhaupt damit weitermachen, sondern vor allem die Bürger unserer Gemeinde.“Birgit Heine (CDU), Bürgermeisterin in Barnekow
Barnekow

Das von der EU geförderte Projekt für ein Bioenergie-Dorf ist in Barnekow ein Thema. Darüber diskutierten die Gemeindevertreter jetzt zum zweiten Mal. Beim ersten Mal hatte Yvonne Rowoldt von der Stabstelle des Landkreises für Wirtschaftsförderung vor rund einem Jahr Grundzüge dieses Projektes erläutert.

„Auf den Nenner gebracht geht es darum, dass sie nicht für sauer verdientes Geld Energie bei fremden Erzeugern zu ständig teuer werdenden Preisen einkaufen, sondern, dass sie ihr Geld in der Gemeinde einsetzen, nach den örtlichen Gegebenheiten ihre eigenen Potenziale ausschöpfen und die erforderliche Energie selbst produzieren“, präzisierte sie das große Ziel dieses Projekts.

„Das funktioniert in der Bundesrepublik in 128 Gemeinden schon sehr gut. Vor allem in Bayern und im weiteren süddeutschen Raum. Auch in Westmecklenburg und in Brandenburg tut sich schon einiges. So erzeugt der Brandenburger Ort Feldheim seine Energie schon zu 100 Prozent selbst“, ergänzte ihr Kollege Heiko Boje aus der Stabstelle. Auch in Nordwestmecklenburg sei die Aktion Bioenergie-Dorf mit Stellshagen gut angelaufen, wo schon ein Hackschnitzelwerk gebaut wurde, das in der Region anfallende Holzreste zur Energieerzeugung verwertet. „Typisch für alle bisher angelaufenen Projekte ist, dass sich stets vor Ort ein Vorreiter gefunden hat, der die Initiative ergriffen und die Bürger mit ins Boot geholt hat. Das waren meist engagierte Unternehmer, aber auch Bürgermeister, die den Einwohnern vor Augen führen konnten, wie so was in Gemeinden zum Vorteil aller funktionieren kann“, vermittelte er als bereits praktizierte Erfahrung.

„Unsere Aufgabe ist es nicht, ihnen von oben etwas einzureden, sondern die Gemeinden treffen alle Entscheidungen, ob und wie sie die Sache angehen wollen, selbst. Der erste wichtigste Schritt sollte sein, die Bürger zu informieren, worum es geht und sie für die Sache zu gewinnen. Wir helfen dann beim Besorgen von Fördermitteln. Die gibt es zum Beispiel für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie, wenn sie denn das Votum der Bürger für dieses Projekt haben“, erläuterte Heiko Boje das weitere Vorgehen. „Würde sich das bei uns überhaupt lohnen, haben wir Voraussetzungen dafür und würden die Bürger mitmachen“, forderte Bürgermeisterin Birgit Heine (CDU) zur Diskussion auf. Zu prüfen wäre zunächst die Altersstruktur der Bürger der Gemeinde und ob sie überhaupt in der Lage wären, sich auch finanziell zu beteiligen.

Wer könnte denn schon mal locker 5000 oder auch 10 000 Euro vorschießen. Wie stehe es denn um die wirtschaftliche Struktur in der Gemeinde, gebe es den Unternehmer, der einen Nutzen aus der Sache ziehen könnte, um sich vor den Karren zu spannen? Fragen über Fragen. Die fasste Birgit Heine so zusammen: „Zunächst müssen wir eine Einwohnerversammlung vorbereiten, um alle Bürger darüber zu informieren und ihr Votum einzuholen.“

Helmuth Vogt

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