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Grevesmühlen Fünf Fälle von Enkeltrick
Mecklenburg Grevesmühlen Fünf Fälle von Enkeltrick
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14:47 11.10.2018
Die Polizei warnt vor Betrügern, die den Enkeltrick versuchen. Quelle: Tilo Wallrodt
Grevesmühlen

Mehrere Fälle, in denen versucht wurde, mit dem sogenannten Enkeltrick Geld zu ergaunern, meldet die Polizei für Nordwestmecklenburg. Im ersten Fall, der sich in Zurow zutrug, erschien der Sohn einer 90-jährigen Frau im Polizeihauptrevier Wismar und berichtete von einem offensichtlich betrügerischen Anruf, den seine Mutter am Nachmittag des 10. Oktober erhalten habe. Die Anruferin habe sich als angebliche Nichte ausgegeben und um 60 000 Euro, die sie unbedingt für den Kauf einer Eigentumswohnung bräuchte, gebeten. Die Seniorin gab der angeblichen „Nichte“ zu verstehen, dass sie das Geld haben könne, dieses aber selbst bei ihr abholen müsse. Daraufhin habe die Anruferin das Gespräch beendet.

Der zweite Fall ereignete sich am Nachmittag des 10. Oktober in Grevesmühlen. Hier meldete sich ein älteres Ehepaar bei der Polizei und beschrieb folgenden Sachverhalt. Gegen 13 Uhr habe eine Frau bei ihnen angerufen und sich als eine nahe Verwandte ausgegeben. Besagte Verwandte gab vor, bei einem Rechtsanwalt in Lübeck zu sitzen und unbedingt eine höhere fünfstellige Summe für den Kauf einer Immobilie zu benötigen. In der Folge setzten die Täter die Senioren durch diverse weitere geschickt geführte Telefonate derart unter Druck, dass die Geschädigten das Geld besorgten und Zuhause auf den Abholer warteten. Wie immer in diesen Fällen gab die Täterin vor, das Geld nicht persönlich in Empfang nehmen zu können und jemanden schicken zu wollen. Gegen 15 Uhr habe dann tatsächlich eine Frau mit südländischem Aussehen vor der Haustür gestanden. Im letzten Moment, als sie der Abholerin bereits gegenüber standen, entschied sich das Ehepaar, die Summe nicht auszuhändigen und informierte die Polizei.

Am Donnerstagvormittag meldeten sich drei Senioren und teilten mit, dass sie je von einer jungen Frau, die sich als in Geldnöten befindliche Enkelin ausgab, angerufen worden seien. Die potenziellen Opfer erkannten den Nepp und ließen sich darauf nicht ein. In keinem Fall entstand ein finanzieller Schaden.

Die Polizei wird weiterhin vor Trickbetrug. Ziel der Täter bei dem Phänomen des Enkeltricks sind insbesondere ältere Menschen. Damit ihnen kein Schaden entsteht, ist es umso wichtiger, dass jüngere Leute Senioren in ihrem Umfeld mit dieser Thematik bekannt machen.

OZ

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