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Popgymnastik ade, willkommen Linedance

Grevesmühlen Popgymnastik ade, willkommen Linedance

Die „Saloon Dancers“ aus Grevesmühlen feiern zehnjähriges Jubiläum / Das 17-köpfige Team trifft sich mittwochs zum Training / Angefangen hatte alles mit Gymnastik nach Musik

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Insgesamt 17 Mitglieder zählen die „Saloon Dancers“ in Grevesmühlen. Die Truppe gibt es seit zehn Jahren.

Quelle: Fotos: Jana Franke

Grevesmühlen. Zunächst war es die Popgymnastik, die Ines Rühs begeisterte. Woche für Woche hielten sie und zwei weitere Frauen damit ihren Kreislauf in Schwung. Dass Musik und Sport auch noch anders geht, sah sie dann bei ihrer Schwester. Tanzschritt für Tanzschritt zu Westernmusik. Die heute 55-Jährige war begeistert, steckte ihre beiden Sportlerinnen mit an. Das war vor zehn Jahren. Heute sind sie die „Saloon Dancers“ aus Grevesmühlen mit insgesamt 17 Mitgliedern – weiblichen und männlichen im übrigen, auch wenn die Herren der Schöpfung deutlich in der Unterzahl sind.

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Die „Saloon Dancers“ aus Grevesmühlen feiern zehnjähriges Jubiläum / Das 17-köpfige Team trifft sich mittwochs zum Training / Angefangen hatte alles mit Gymnastik nach Musik

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Ronny Kaßner entdeckte seine Leidenschaft für den Linedance bei einem Kursus in der Kreisvolkshochschule, den Ines Rühs gegeben hatte. Er wollte unbedingt dazugehören, nur war die Truppe schon vier Jahre im Gange, hatte bereits viele Tänze einstudiert. „Er hat alles nachgeholt“, erinnert sich Ines Rühs. Fortan war er dabei – und leistete Thomas Lange und Paul Read männliche Gesellschaft. „Es macht einfach nur Spaß“, resümiert der 39-Jährige. Und es ist „richtiger Sport“, sagt er. Einmal habe er einen Schrittzähler dabei gehabt. Nach eineinhalb Stunden Training kamen mehr als 5000

Schritte zusammen.

Die Älteste in der Runde ist Irmtraut Döring. Sie ist von Beginn an dabei, kennt noch die Anfänge in der Popgymnastik. „Die Musik fasziniert mich und ich mag tanzen. Wo sonst kann ich hier in meinem Alter noch tanzen“, sagt sie über Linedance. Obwohl sie sich Schritt für Schritt konzentrieren müsse, könne sie trotzdem vom Alltag abschalten, sagt sie.

Dass Konzentration eine große Rolle spielt, bestätigt auch Ines Rühs. Bisher hat die dufte Truppe, wie sie ihre Frauen und Männer bezeichnet, 64 Tanzschritte, sogenannte Counts, einstudiert. „In der Choreografie wiederholt sich einiges. Manche Tänze üben wir sehr lange, andere haben wir schnell drauf“, beschreibt sie. Westernmusik ist für Ines Rühs Grundvoraussetzung. „Es gibt auch Gruppen, die zum Beispiel zu Helene Fischer tanzen“, erzählt sie. Ihr Ding sei das allerdings nicht. Jeder nach seinem Geschmack eben.

Läuft Westernmusik, hat die Leiterin der Truppe sofort erste Schritte im Kopf. Die meisten Tänze choreografiert sie selbst, bei Treffen von Linedancetruppen – zum Beispiel bei dem alljährlich stattfindenden im K2 – wird auch schon mal zu der einen oder anderen Gruppe herübergeschmult und dann später umgesetzt.

Jeden Mittwoch treffen sich die „Saloon Dancers“ um 19.30 Uhr zum Tanz im Foyer im Gymnasium „Am Tannenberg“ in Grevesmühlen. Ihr nächster größerer Auftritt ist im November bei der Adventsausstellung bei Gartenbau Wiencke in Wotenitz. Mit Eifer und Enthusiasmus dabei sind auch Katrin Geldschläger (34) und Thomas Lange (33). Beide leben mit einer geistigen Beeinträchtigung, was sie allerdings nicht vom Tanzen abhält – trotz der mitunter schwierigen und kompakten Schrittkombinationen. Mit ins Team geholt hat das Duo Monika Kebschull, die sich beim Behindertenverband in Grevesmühlen engagiert.

Das zehnjährige Jubiläum wurde auch unter den Mitgliedern gefeiert. „Für die Geburtstagsfeier bin ich durch die Stadt gegangen und habe Gewerbetreibende um eine Spende gebeten“, erklärt Ines Rühs. So bekam jedes Mitglied ein Geschenk in Form eines Gutscheins im Wert von 15 bis 35 Euro oder Sachpreise. „Dafür bedanke ich mich bei allen Sponsoren“, sagt Ines Rühs sich freuend.

Jana Franke

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