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Grevesmühlen Rekord im Naturbad: 9500 Besucher
Mecklenburg Grevesmühlen Rekord im Naturbad: 9500 Besucher
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16:30 27.09.2018
Gut gelaufen: Michael Heinze (62), Vorsitzender des Badeteich-Vereins in Schönberg, zeigt sich zufrieden mit der Rekordbilanz 2018. Quelle: JÜRGEN LENZ
Schönberg

 Der Herbstwind weht welke Blätter ins Naturbad in Schönberg. Das Wasserthermometer zeigt 14,8 Grad. Auf einer Bank sitzt Michael Heinze (62), Vorsitzender des Betreibervereins „Badeteich Schönberg“. Er sieht zufrieden aus. 9500 Besucher hat der Verein in diesem Jahr gezählt. „Das ist ein Rekord“, sagt Michael Heinze. In den Vorjahren lagen die Besucherzahlen zwischen 6700 und 8700.

Das von Mai bis Anfang September fast ununterbrochen warme Wetter war eine Ursache für den Rekord. Doch es gibt viele Gründen, warum das Naturbad in Schönberg so beliebt ist. Der Vorsitzende nennt einige. „Es gibt hier eine durchweg gute Wasserqualität und die Möglichkeit, sich auf der Liegewiese zu entspannen“, erklärt er. Für das Naturbad in Schönberg spreche auch die zentrale Lage im Amt Schönberger Land, der Kiosk mit Getränken, Eis und Speisen und: „Die DRK-Wasserwacht gibt den Besuchern ein Gefühl der Sicherheit. Für ihren Einsatz sind wir dankbar.“ Locken auch die günstigen Eintrittspreise von einem Euro für Kinder und zwei Euro für Erwachsene? „Ja“, antwortet Michael Heinze, „Man kann hier für kleines Geld einen ganzen Tag im Bad sein.“ Und noch eins sei vorteilhaft: „Das Naturbad ist für alle Schönberger gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen.“

Doch die 10000 bis 12000 Euro an Eintrittsgeldern und jährlich 10000 Euro von der Stadt reichen bei Weitem nicht, um die Kosten von 45 000 Euro zu decken. Im Juni dieses Jahres warnte der Vorsitzende in einer gemeinsamen Sitzung des Finanzausschusses und des Hauptausschusses der Stadtvertretung: „Als Sofortmaßnahme brauchen wir 10000 Euro, um über den Sommer und den Herbst zu kommen.“ Die Kommunalpolitiker versprachen Hilfe. Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) sagte, es werde alles Mögliche getan, um dem Verein unter die Arme zu greifen, damit er weiterhin das Naturbad betreiben kann. Stadtvertreter bekundeten, sie seien an einer „allseits guten Lösung“ interessiert. Tatsächlich greift die Kommune dem Betreiberverein nun mehr unter die Arme als zuvor. Sie übernimmt die laufenden Kosten für Strom, Wasser, Gas, Wasserproben. „Das kommt etwa hin mit 10000 Euro“, zieht Michael Heinze Bilanz. Der Verein erfahre eine gute Unterstützung durch die Kommune. Dafür sei er den Stadtvertretern dankbar.

Der Vereinsvorsitzende kündigt an: „Wir verhandeln im Herbst darüber, wie es in den nächsten Jahren weitergeht.“ Zurzeit hat der Verein ausreichend Geld bis April 2019. Er benötigt neben den Eintrittsgeldern und einem Zuschuss der Stadt auch die Unterstützung von Spendern und Sponsoren. Michael Heinze erklärt: „Bis April sind größere Spenden nötig.“ Der Verein bemühe sich selbstverständlich darum. Der Vorsitzende sagt: „Ich bin zuversichtlich, dass Menschen, Firmen und Vereinigungen für das Naturbad gewonnen werden können.“

Der Verein benötigt aber nicht nur Geld, sondern auch tatkräftige Hilfe – beispielsweise beim Kassieren der Eintrittsgelder und beim Pflegen von Rabatten.

Eine Gelegenheit, zum weiteren Betrieb des Naturbades beizutragen, besteht am Sonnabend, dem 29. September, ab 9 Uhr. Dann lädt der Verein zum Winterfestmachen ein. Er erläutert: „Wir würden uns sehr über Hilfe von den Eltern und Großeltern der badelustigen Kinder freuen. Selbstverständlich nehmen wir auch die Hilfe der Bevölkerung in und um Schönberg, die keine badelustigen Kinder haben, an.“ Der Verein bittet, falls vorhanden, auch Werkzeug zur Holzbearbeitung mitzubringen. Ein kleiner Imbiss werde bereitgestellt. Der Einsatz soll gegen 12 Uhr enden.

Michael Heinze hofft, dass viele Helfer mitmachen. Was wünscht sich der Vorsitzende für die Saison 2019? „Wieder so schönes Wetter wie 2018 – oder noch besseres.“

Jürgen Lenz

Am Sonnabend, 29. September ab 11 Uhr, lädt die Alte Schäferei am Grevesmühlener Tannenberg zu einer Informationsveranstaltung und zur Besichtigung ein.

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