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Grevesmühlen Runde Schiffe in der gläsernen Buddel
Mecklenburg Grevesmühlen Runde Schiffe in der gläsernen Buddel
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00:00 16.04.2013
Kapit�n Gerhard Zamzow pr�sentierte nicht nur Modelle, sondern auch Zeichnungen.
Wismar

Kurioses aus der Schifffahrtsgeschichte zeigt die neue Ausstellung im Wassertor. So gab es ab 1875 zwei russische Küsten-Panzerschiffe mit einer kreisrunden Form (Durchmesser 30 Meter). Der Boltenhagener Buddelschiffbauer Jürgen Kubatz hat sich dieser maritimen Rarität angenommen. In der neuen Ausstellung zählen die beiden russischen Küsten-Panzerschiffe „Admiral Popow“ und „Novgorod“ zu den Hinguckern.

Jürgen Kubatz setzte die Objekte als Miniatur-Nachbildung einmal mehr in filigraner Feinarbeit in gläserne Gefäße. Er und weitere Modellbauer tragen so zum Gelingen der vom Club Maritim organisierten Schau bei. Klasse statt Masse bestimmt die siebte Veranstaltung im großen Turmsaal und in der Kajüte des Wassertores. Dazu tragen mehr als 20 Modellbauer, Sammler von kostbaren Unikaten und Maler des maritimen Genres bei. Zur Eröffnung sagte der Club-Vorsitzende Udo Grevesmühl am Sonnabend: „Steigerungen sind und sollen immer noch möglich sein, aber aus der Sicht des Vorstandes sind wir sehr zufrieden mit dem Echo und dem Niveau der ausgestellten Exponate.“ Anliegen der Clubmitglieder ist vor allem die Wahrung und Pflege des maritimen Kulturgutes. „Ich finde mein Modell in diesem historischen Bauwerk um 1450 gut und würdig präsentiert“, fand Gerhard Smidt aus Tressow. Der 85-jährige frühere Pädagoge hatte zwei Jahre an seiner Galeone „Adler von Lübeck“ gebaut, eine Nachbildung des Originals von 1565.

Dass jedes der Ausstellungsstücke meist eine besondere Geschichte hat, bewies der Wismarer Norbert Gelhart, bekannt für seine maritime Leidenschaft und dem großen Herz für Kinder. Er selbst baut zwar keine Modelle, brachte aber eine Buddelschiff-Rarität von 1902 mit. Sein Onkel Hein Cords fuhr damals als Segelmacher auf dem Tiefwassersegler „Las Palmas“ und sorgte somit selbst für die kreative Neubestückung des Flascheninhaltes. „Als er 1944 mit der ,Großherzogin Elisabeth‘ in Wismar festmachte, schenkte er mir dieses schöne Erinnerungsstück“, so Gelhart.

Auch Helmut Bredlau aus Grevesmühlen bereichert die Ausstellung. Er präsentiert sein großformatiges Wikingerschiff und den Nachbau der legendären „Bounty“ von Weltumsegler James Cook. Mit seinen großformatigen Modellen des britischen Linienschiffes „Bellona“ und dem spanischen Linienschiff „Navidad“ überzeugte der Wismarer Horst Ludwig einmal mehr mit professioneller Bauweise. Auch einen berühmten Namen präsentierte Kapitän Gerhard Zamzow. Seine „Santa Maria“, einstiges Flaggschiff von Christoph Columbus, ist zwar noch nicht ganz fertig, aber dennoch schon ausstellungswürdig. Ganz nebenbei erwies er sich als talentierter Zeichner.

Der Marinehistoriker Rainer Däbritz aus Tarnewitz sagt zu einem seiner Modelle: „Die Wismarer Galeasse ‚Mathilde‘ wurde 1817 gebaut und 1834 verkauft. Und zwar deshalb, weil es dem Wismarer Reeder und Kaufmann David Daniel Erdmann gehörte, der 1833 starb.“

Club Maritim
Der 1979 anlässlich der der 750-Jahrfeier der Stadt Wismar gegründete Club Maritim hat sich die Pflege der maritimen Traditionen und den Erhalt gleichnamiger Kulturgüter auf seine weiß-rote Fahne der Hansestadt mit eigenem Clubemblem geschrieben.


Nach umfangreicher Sanierung des Wassertores, erbaut um 1450, zogen seine Mitglieder 1983 dort ein und nutzen auf vertraglicher Basis mit der Stadt das geschichtsträchtige Domizil. Die Vereinigung zählt derzeit knapp 70 Mitglieder.

Hans-Joachim Zeigert

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