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Grevesmühlen Schabbellhaus noch immer ohne Eintrittspreise
Mecklenburg Grevesmühlen Schabbellhaus noch immer ohne Eintrittspreise
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00:01 28.10.2017
Wismar

Wie soll die Familienkarte für das Stadtgeschichtliche Museum im Schabbellhaus aussehen? Sollten heute 7- bis 13-Jährige das erste Vierteljahr kostenlos das Museum besuchen können, weil ihnen das in der sieben Jahre langen Bauzeit nicht möglich war? Oder sollten alle bis zum 18. Lebensjahr freien Eintritt haben? Die Bürgerschaft befasste sich am Donnerstagabend ausführlich mit diesem Thema, das bereits in zwei Fachausschüssen diskutiert und zu einer Entscheidung gebracht worden war (die OZ berichtete).

Ende Dezember soll im Schabbellhaus das Stadtgeschichtliche Museum eröffnen. Über die Eintrittspreise sollen zwei Ausschüsse nun noch einmal beraten. Quelle: Foto: Michaela Krohn

Sowohl der Finanz- als auch der Kulturausschuss hatten oben genannte Ideen mitsamt den entsprechenden Änderungsanträgen abgelehnt und der Vorlage der Verwaltung zugestimmt. Mit dem Zusatz, dass die Entgeltordnung nach einem Jahr überprüft und gegebenenfalls angepasst werde. „Wir sollten uns diesem Ergebnis fügen“, bemerkte Wolfgang Box (CDU). Nach einer Unterbrechung schlug Box dann aber vor, die Vorlage zurück in die Ausschüsse zu verweisen. Dem stimmte die Bürgerschaft dann zu. Das Schabbellhaus soll Ende Dezember eröffnet werden.

Ironie des Schicksals bei Wahl zum Aufsichtsrat

Ähnlich ausführlich wurde über die Besetzung zweier Posten im Aufsichtsrat des Phantechnikums diskutiert. René Domke (FDP) hielt die Kandidatur von Joachim Winkler (SPD) für unglücklich. Die Doppelfunktion von Kulturausschussvorsitzendem und Aufsichtsratsmitglied – für Domke ein Ausschlusskriterium. Daraufhin stellte Die Linke mit Christa Hagemann eine weitere Kandidatin auf.

Tom Brüggert (CDU) erhielt bei der anschließenden Abstimmung die meisten Stimmen, Winkler und Hagemann gleich viele. Es musste das Los entscheiden. Vom Präsidenten der Bürgerschaft, Tilo Gundlack (SPD), zur „Los-Fee“ bestimmt, durfte René Domke das entscheidende Los ziehen. Er zog „Joachim Winkler“.

Wildschweine sollen von November an vergrämt werden

Die Wildschweine in der Hansestadt beschäftigen nun auch die Politik. Wie Senator Michael Berkhahn (CDU) auf Anfrage der SPD mitteilte, wollen Jäger im November und Dezember sogenannte Vergrämungsmittel ausbringen.

Laut Berkhahn ist zunächst geplant, die Mittel in den Gärten hinter der Poeler Straße einzusetzen. Der Landkreis als zuständige Behörde verweise darauf, dass Eigentümer Wildschwein geplagter Grundstücke das Schießen der Tiere bei der Unteren Jagdbehörde beantragen könnten. Wismars Jäger jedoch hatten das für bewohnte Gebiete so gut wie ausgeschlossen. Das Risiko, jemanden zu verletzen, ist ihnen zu hoch. Berkhahn wies daraufhin, dass die teilweise verwilderten Parzellen in den Kleingartenanlagen auch Rückzugsräume für die Wildschweine böten.

Erst am Mittwoch hatte ein OZ-Leser Wildschweinkuhlen am Spielplatz im Lindengarten entdeckt, als er mit seiner Enkelin dorthin ging. Im schleswig-holsteinischen Heide war es zudem am Freitag vergangener Woche zu einem ernsthaften Zwischenfall gekommen. Zwei Wildschweine hatten dort in der Innenstadt vier Menschen verletzt.

Anträge zur Beratung in Ausschüsse verwiesen

Mit zwei weiteren Anträgen der Fraktionen werden sich in den kommenden Wochen die zuständigen Fachausschüsse beschäftigen. Dabei geht es unter anderem um mehr Geld für Radwege in allen Stadtteilen der Hansestadt sowie einen Fußgängerüberweg und eine Querungshilfe auf der Philipp-Müller-Straße Höhe Eingang Hochschule.

Nicole Buchmann

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