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Grevesmühlen Schmidt liefert Ringschlacht und siegt gegen Balkanmeister
Mecklenburg Grevesmühlen Schmidt liefert Ringschlacht und siegt gegen Balkanmeister
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00:23 14.05.2018
Ringrichter Timo Habighorst (Hamburg) hebt den Arm von Niels Schmidt in die Höhe. Der Wismarer hat gegen den Balkanmeister Ibrahim Odobasic aus Sarajevo nach Punkten gewonnen. FOTOS (4): PETER PREUSS

Der 31-jährige Wismarer Profiboxer Niels Schmidt hatte auf dem Weg zu einem Titelkampf mit Ibrahim Odobasic aus Sarajevo nicht nur den Balkanmeister vor den Fäusten, sondern auch die härteste Nuss zu knacken. „Das war bisher der schwerste Gegner“, meinte er noch ganz außer Puste unmittelbar nach dem Kampf in der Umkleidekabine.

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Auch Wilken und Jassmann gewinnen ihre Profi-Boxkämpfe im Crossfire Gym in Wismar / PSV-Amateure zeigen ihr Können im Vorprogramm

Statistik

Profiboxen

Schwergewicht: Sanel Papic – Adil Rusici K.o. 2. Runde.

Schwergewicht: David Wilken – Miroslav Markovic K.o. 1. Runde.

Mittelgewicht: Mario Jassmann – Benjamin Skender nach Punkten 40:34.

Halbschwergewicht: Niels Schmidt – Ibrahim Odobasic nach Punkten 40:34.

Beide Profiboxer lieferten sich im Halbschwergewicht in den vier Runden eine wahre Ringschlacht. Dennoch musste keiner zu Boden. Die 150 Zuschauer im Crossfire Gym von Profiboxer und UBF-Europameister Jens Tietze waren begeistert. Während Niels Schmidt in der ersten und vierten Runde die meisten Treffer landen konnte, wertete Ringrichter Tom Habighorst (Hamburg) die beiden anderen Runden unentschieden. Damit lag der Wismarer knapp mit 40:38 Punkten vorn und blieb auch in seinem 14. Profikampf unbesiegt. Schmidt gab aber auch ehrlich zu, dass er sich für einen Titelkampf besser vorbereiten müsse. „Ich hatte eine Grippe und war deshalb nicht hundertprozentig fit“, sagte er. „Das soll aber keine Entschuldigung sein. Ich habe mich entschieden, hier zu kämpfen, dann muss ich auch liefern“, fügte Niels Schmidt hinzu.

Einen kurzen Auftritt hatte Schwergewichtler David Wilken (39). Er schickte Miroslav Markovic aus dem Kosovo dreimal auf die Bretter. Zuerst traf Wilken den Kopf und anschließend zweimal die Leber.

Danach ließ sich Markovic vom Ringrichter auszählen und war erleichtert, dass der Kampf schon in der ersten Runde vorbei war.

„Ich hätte mir einen stärkeren Gegner gewünscht, denn ich möchte im Sommer oder im Herbst um einen Titel kämpfen“, sagte Wilken. Die Voraussetzung dafür hat er nun erfüllt. „Für einen internationalen Titelkampf sind zehn Siege erforderlich“, erläuterte Manager und Promotor Enrico Schütze. Der 39-jährige Wilken trug als Profi bisher zehn Kämpfe aus, die er alle durch K.o. gewonnen hat.

Einen Vorgeschmack auf einen möglichen Gegner bekam Wilken einen Kampf davor. Im Schwergewicht machte Sanel Papic aus dem Kosovo mit seinem Landsmann Adil Rusici kurzen Prozess. Papic schüttelte seinen völlig überforderten Gegner mit harten Schlägen zum Kopf und Körper förmlich durch. Schon in der ersten Runde wurde Rusici zweimal angezählt, konnte sich aber noch in die Pause retten. Doch in der zweiten Runde kam für ihn dann das Aus, nachdem er erneut zweimal zu Boden ging. Papic blieb somit auch in seinem 22. Profikampf unbesiegt.

Der Internationale Deutsche Meister des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB) Mario Jassmann bezwang im Mittelgewicht Benjamin Skender (Kosovo) nach Punkten. Obwohl der Sieg mit 40:34 klar ausfiel, hatte Jassmann, der von seinem Vater Reinhard am Ring betreut wurde, mehr Widerstand zu leisten, als ihm lieb war. Skender wurde in den vier Runden insgesamt viermal angezählt, doch er stellte sich immer wieder zum Kampf.

„Er hat einiges weggesteckt, obwohl er viele Treffer an den Kopf und Körper bekommen hat“, meinte Mario Jassmann.

Im Vorprogramm stiegen Nachwuchsboxer vom PSV Wismar und SV Binz in den Ring. Ihre Kämpfe gewannen Alexander Streeck, Philipp Sacherow, Armon Kalaschjan, Paul Hartmann und Emil Drathner. Remis trennten sich Achmed Zubajev und Mustafa Alkassan.

Peter Preuß

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