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Grevesmühlen Schmiede in vierter Generation
Mecklenburg Grevesmühlen Schmiede in vierter Generation
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00:05 16.06.2017

Die Schmiede & Schlosserei Oldenburg liegt gleich hinter dem Ortsschild linker Hand (von der B 105 aus kommend). Das Familienunternehmen wird von Ingo Oldenburg bereits in vierter Generation geführt.

Glückwunsch für den Altschmiedemeister Manfred Oldenburg: Er wird heute 80 Jahre alt.

Vieles hat sich verändert in den vergangenen 100 Jahren – seitdem der Handwerksbetrieb unter Oldenburgischer Führung existiert – der anfangs nur eine Schmiede war. Den Unterschied zwischen Schmiede- und Schlosserarbeiten erklärt der Vater von Ingo Oldenburg – Altschmiedemeister und ehemaliger Firmenchef Manfred Oldenburg: „Schmiedekunst hat immer mit Hitze und Feuer zu tun, Schlosserarbeiten sind kalte Arbeiten.“ Inzwischen, erklärt er weiter, während er durch den Betrieb führt, sind die meisten der Geländer, Zäune, Brüstungen, Träger und noch vieles andere, was bei Oldenburgs hergestellt werden kann, Schlosserarbeiten.

„Das Schmieden können und wollen die meisten Kunden gar nicht mehr bezahlen“, sagt Manfred Oldenburg. Die meisten Aufträge kommen über Mundpropaganda herein. Wer zufrieden ist, der sagt es eben weiter. Auch über Architekten, die schon mit der Firma gearbeitet haben. Aufträge kommen aus dem Landkreis, ganz Mecklenburg, natürlich auch aus dem Hamburger und Lübecker Raum.

Manfred Oldenburg ist schon lange im Ruhestand. Nur noch ab und an erledigt er kleine Aufträge zu seinem Vergnügen an der Esse – schmiedet Meißel, die krumm oder ausgefranst sind, wieder in so eine Form, dass man damit arbeiten kann.

In diesem Jahr kann der Senior zwei große Jubiläen. Heute wird Manfred Oldenburg 80 Jahre alt – und im Herbst feiert die Schmiede der Oldenburgs ihr 100jähriges Bestehen. „Eigentlich ist der 4. April das ausschlaggebende Datum“, erzählt der Altschmiedemeister. „Das ist das Datum, zu dem mein Großvater die Schmiede übernahm.“ Doch weil für ein so bedeutendes Jubiläum viel zu oranisieren und vorzubereiten ist – um mit Freunden, treuen Kunden und Lieferanten gemeinsam zu feiern – soll das Fest eben ein paar Monate später steigen. Eine kleine Chronik über die Betriebsgeschichte wird zu diesem Anlass auch erscheinen.

Ein bisschen wehmütig macht es den Senior schon, dass sein Sohn vermutlich der der letzte Schmiedemeister sein wird. „Die Enkel studieren und haben andere Interessen.“, sagt er. „Die Zeiten verändern sich eben.“

mei

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