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Grevesmühlen Späldäl begeistert mit neuem Stück
Mecklenburg Grevesmühlen Späldäl begeistert mit neuem Stück
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13:34 30.10.2018
Gesine Konrad (l.) und Bühnenleiterin Beate Eggert sorgen für beste Unterhaltung. Quelle: Jürgen Lenz
Schönberg

Stürmischer Applaus brandet durch die Orpheum-Lichtspiele in Schönberg. Er gilt der Schönbarger Späldäl. Sie begeistert das Publikum mit der Komödie „Champagner to’n Fröhstück“. Mehr als 500 Zuschauer haben die Inszenierung unter der Regie von Rudi Korf bereits in Schönberg erlebt. Sie soll nach dem Urteil des Publikums eine der schönsten in der 71-jährigen Geschichte der niederdeutschen Bühne sein. Weitere Aufführungen plant die Späldäl für das kommende Jahr in Selmsdorf und Grevesmühlen.

Im Publikum in Schönberg: Rudi Korf. Er bringt viel Erfahrung als Schauspieler, Autor und Regisseur in die Späldäl ein. „Ich mache es seit über 60 Jahren“, erläutert er. Rudi Korf weiß auch, welche Herausforderung die Schauspieler nach der Premiere zu meistern haben: Die Spannung und Intensität muss gehalten werden. „Sonst wird man zu sorglos“, erklärt der Regisseur im Foyer des Kinos in Schönberg. Es hat sich als Spielort der niederdeutsche Bühne bewährt. Rudi Korf sagt: „Es ist eine schöne Atmosphäre hier.“ Bei der Premiere waren alle 183 Sitze im Zuschauerraum besetzt. Die zweite Vorstellung war ebenfalls ausverkauft. Bei der dritten Vorstellung blieben wenige Plätze leer. Beim Blick in die Runde zeigte sich: Auch junge Frauen und Männer wollen die Schönbarger Späldäl sehen. Älteste Zuschauerin im Kino war eine 98-Jährige.

Stürmischen Beifall erntet die niederdeutsche Bühne in Schönberg (Nordwestmecklenburg) für ihre aktuelle Inszenierung. Die Schönbarger Späldäl spielt „Champagner to’n Fröhstück“.

Das Lustspiel „Champagner to’n Fröhstück“ bietet dem Publikum viel Wort- und Handlungswitz. Gepaart mit der Spielfreude und dem Können der Schönbarger Späldäl ergibt das ein höchst unterhaltsamer Abend nicht nur für Freunde der niederdeutschen Sprache. Das Stück versteht auch jemand, der kein Platt spricht.

In den Orpheum-Lichtspielen spendeten die Zuschauer immer wieder Szenenapplaus für die Darsteller: Hans-Joachim Moll als Rentner Valentin Müller, Beate Eggert als Rentnerin Marie Stratmann, Anne-Katrin Ave als Hauswirtin Koslowski, Tom Roloff als Lukas Müller, Horst Martens aus Kuddel Knoop, Gesine Konrad als Frau Boysen und Lutz Götze als Polizeibeamter Petersen. Sie spielen, wie turbulent und lustig eine Rentner-WG sein kann. Valentin, der aus dem Seniorenheim getürmt ist, stößt bei einer Wohnungsbesichtigung auf Marie, die nicht mehr bei ihrer Tochter leben will. In ihrer Not beschließen die beiden, gemeinsam einzuziehen – was sich als problematischer erweist als erwartet. Die Späldäl erklärt in ihrem Programmheft: „So etwas ist besonders schwierig, wenn man den ersten Frühling schon hinter sich hat und der Herbst sich nähert.“ Maries Tochter und Valentins Sohn zeigen wenig Verständnis, eine neugierige Nachbarin mischt sich ein und dann kommt es auch noch zu allerlei Verwicklungen, weil Valentin die Wohnung mit Sperrmüll einrichten will und dabei aus Versehen ein wertvolles Gemälde mit gehen lässt – alles in allem viel Stoff für zwei vergnügliche Stunden mit der Schönbarger Späldäl.

Jürgen Lenz

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