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Grevesmühlen Schönberg in Weihnachtsstimmung
Mecklenburg Grevesmühlen Schönberg in Weihnachtsstimmung
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00:05 13.12.2017
Wichtig am Schönberger Weihnachtsmarkt ist, dass man sich trifft.Matthias Aurich, Mitarbeiter der Stadt Schönberg
Schönberg

Wer einen gemütlichen, kleinen Weihnachtsmarkt ohne Hektik, Lärm und Gedränge sucht, der findet ihn in Schönberg. Die Stadt lädt zu ihm am kommenden Sonnabend, dem 16. Dezember, auf den wohl lauschigsten Platz in Schönberg ein: den Kirchplatz. Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) eröffnet den Markt um 14 Uhr.

Auf dem Marktplatz in Schönberg leuchtet ein Weihnachtsbaum. 100 Meter entfernt öffnet der Weihnachtsmarkt: auf dem Kirchplatz. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Nach der Eröffnung schneidet Lutz Götze einen Riesenstollen an, den die Schönberger Bäckerei Schwabe für einen guten Zweck liefert. Der Erlös des Verkaufs kommt dem Verein „Haus des Kindes“ zugute.

Nach dem Anschnitt des Stollens beginnt ein Unterhaltungsprogramm. Grundschüler und Schützlinge des Vereins „Haus des Kindes“ singen für die Besucher des Weihnachtsmarkts und sagen Gedichte auf. Nach den Kindern folgt ein Gastspiel der renommierten Parforcehornbläsergruppe „Maurinetal“. Für „circa 15.30 Uhr“ kündigt die Stadt an: „Der Weihnachtsmann kommt mit dem großen Sack, gefüllt vom Verein ,Unternehmen für Schönberg’.“ Der Mann mit dem weißen Bart verteilt Süßigkeiten an Kinder. Ab 17.40 Uhr lässt der Posaunenchor der Kirchengemeinde Schönberg vorweihnachtliche Lieder erklingen. Die Bläser spielen auf dem Turm der Kirche, der während des Weihnachtsmarktes besichtigt werden kann. Der Anlass: Die Kirchengemeinde will die beiden Glocken ersetzen, die vor 100

Jahren eingeschmolzen wurden, um als Material für Munition und Waffen im Ersten Weltkrieg zu dienen. „Wir sammeln für beide Glocken“, erläutert die Schönberger Pastorin Wilma Schlaberg. Die Gesamtkosten beziffert sie auf 34000 Euro. Die Hoffnung der Kirchengemeinde: 2019 wird das Jubiläum „800 Jahre Stadt Schönberg“ mit einer neuen Klangfülle eingeläutet.

Der Schauplatz des Weihnachtsmarkts ist in Schönberg umstritten. Vor einem Jahr plädierten Mitglieder des städtischen Ausschusses für Schule, Kultur, Sport, Jugend und Soziales dafür, ihn nicht mehr, wie die Jahre zuvor, auf dem Kirchplatz zu öffnen, sondern auf dem Marktplatz, denn dort sei der Mittelpunkt der Stadt, dort gehöre ein Weihnachtsmarkt hin, dort werde er auch besser bemerkt als auf dem Platz hinter der Kirche. Doch diesen Argumenten schloss sich keine Mehrheit im Ausschuss an. Drei Mitglieder stimmten für den Marktplatz, drei votierten dagegen mit den Argumenten, das Flair des Kirchplatzes sei einmalig, gemütlich, familiär – einfach das Richtige für einen Weihnachtsmarkt. Außerdem passe die Kirche zu seinem christlichen Hintergrund. Nach der Abstimmung rief Lutz Götze die Bürger in einem öffentlich gemachten Schreiben auf, ihre Meinung kundzutun. Die meisten Schönberger, die diese Gelegenheit wahrnahmen, plädierten für den Kirchplatz.

Befürworter des Marktplatzes wenden ein, es hätten sich nur wenige Bürger an der Abstimmung beteiligt. Auch sei sie sicher nicht repräsentativ.

An die Entscheidung der Kommune fühlt sich Matthias Aurich gebunden. Der Mitarbeiter der Stadt organisiert seit 2009 alljährlich den Weihnachtsmarkt. Er sagt: „Wichtig am Schönberger Weihnachtsmarkt ist, dass man sich trifft.“ Für die passenden Speisen, Getränke und Süßigkeiten sorgen am kommenden Sonnabend auch die Stadtjugendpflege Schönberg, der „Verein für Kommunikation, Umwelt und Kultur“

und Zwölftklässler des Ernst-Barlach-Gymnasiums.

Ebenfalls im Angebot sind Erzeugnisse des Handarbeitskreises der Kirchengemeinde sowie Tannenbäume. Außerdem kündigt Matthias Aurich eine Attraktion für Kinder an: „Es wird wieder ein Karussell da sein.“

Jürgen Lenz

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