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Grevesmühlen 300 000 Frühlingsblüher unter Glas
Mecklenburg Grevesmühlen 300 000 Frühlingsblüher unter Glas
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00:00 02.03.2013
Rolf Kolich (53) leitet den Blumen- und Pflanzenmarkt in Sch�nberg, in dem 300 000 Fr�hlingsbl�her gedeihen, darunter 160 000 Stiefm�tterchen. Der traditionsreiche Betrieb produziert unter mehr als 10 000 Quadratmeter Hochglas. Quelle: Jürgen Lenz
Schönberg

Stiefmütterchen, Veilchen, Primeln, Tausendschönchen und Vergissmeinnicht sorgen für ein buntes Blütenmeer unter 10 000 Quadratmetern Hochglas. „Der Frühling kann kommen, wir stehen in den Startlöchern“, sagt Rolf Kolich. Der 53-Jährige leitet in Schönberg den Blumen- und Pflanzenmarkt des Unternehmens Erich Rahlf und Söhne, der in diesem Frühjahr auch den Hansapark im schleswig-holsteinischen Sierksdorf und den Schlosspark in Schwerin mit Frühlingsblühern beliefern wird. „Sie brauchen schon einige Tausend“, sagt Rolf Kolich.

Für ihn und die Mitarbeiter des Marktes war der Winter 2012/2013 ein besonders schwieriger. „Er war dunkler als in anderen Jahren und dauerhaft kalt. Es gab kaum milde Tage zwischendurch“, sagt der Fachmann. Meteorologen bestätigen seinen Eindruck. Es war mit gerade einmal 95 Sonnenstunden der dunkelste Winter in Deutschland seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1951. Normalerweise liegt der Mittelwert bei 160 Stunden. Eine Messstation in Schwerin konnte im Februar sogar nur neun Sonnenstunden registrieren — 86 Prozent weniger als sonst. Das hat Folgen für den Energieverbrauch in den Gewächshäusern. „Wir haben eindeutig einen höheren Energieverbrauch als sonst“, sagt Rolf Kolich. Als die Sonne an kalten Wintertagen ausblieb, musste die Heizung nachhelfen, um die Temperatur über dem Gefrierpunkt zu halten.

Während nun, da der Lenz mit Wärme und Sonne Einzug hält, die ersten Frühlingsblüher in den Verkauf gehen können, bereiten sich die Mitarbeiter des Blumen- und Pflanzenmarktes in Schönberg bereits auf die wärmste Jahreszeit vor. „In der nächsten Woche geht es mit der Produktion der Sommerpflanzen los, sie müssen ja im Mai fertig sein“, erklärt der Chef. Er mag sein Metier. „Es ist abwechslungsreich. Man hat viel mit Kunden und mit Pflanzen zu tun“, sagt Rolf Kolich. Der Markt beschäftigt in der Saison 25 Mitarbeiter. Menschlichen Nachwuchs zu ziehen, ist für ihn nicht einfach. „Es ist schwierig, Auszubildende zu finden. Zurzeit haben wir nur einen“, sagt Rolf Kolich. Der Markt sei offen für Bewerber.

Gärtnerische Produktionsgenossenschaft „Edelweiß“ bildete Lehrer weiter

1953 bauten Schönberger eine Stadtgärtnerei auf. Sie produzierte Jungpflanzen für den Gemüseanbau und Frischgemüse für kommunale Einrichtungen.

1959 gründete sich die Gärtnerische Produktionsgenossenschaft (GPG) „Edelweiß“.

1960 begannen Arbeiter mit dem Bau einer modernen Gartenanlage mit 6000 Quadratmetern unter Glas. Sie war 1962 fertig.
Eine wichtige Rolle spielte die Gärtnerische Produktionsgenossenschaft auch für den Aufbau des republikweit bekannten Schulgartens in Schönberg. „Um fachlich gut unterrichten zu können, bildeten sich viele Unterstufenlehrer unserer Schule weiter und erwarben durch theoretische Vorträge und Praktika in der GPG ,Edelweiß‘ in Schönberg den Facharbeiterbrief für Gemüse- und Zierpflanzenbau“, erinnerte sich vor einigen Jahren die langjährige Leiterin des Schulgartens, Johanna Hehl. jl

Jürgen Lenz

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