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90. Geburtstag auf dem Stundenplan

Selmsdorf 90. Geburtstag auf dem Stundenplan

Den Selmsdorfern ist ihre Schule lieb und teuer. Jahrelang war sie in Gefahr. Morgen lädt sie zum Fest ein.

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Eine historische Ansichtskarte zeigt die Schule in Selmsdorf mit einer Widmung über dem Eingang: „Der körperlichen und sittlichen Erziehung der Jugend“.

Selmsdorf. Oft haben Selmsdorfer um ihre Schule gebangt. Mitte der 90er-Jahre gingen sie für den Erhalt auf die Straße. Später versuchten sie die Zukunft der Bildungsstätte zu sichern, indem sie sie als top ausgestattete „Multimedia- Schule“ besonders attraktiv machten, mehrere Millionen Euro in die Sanierung steckten, die benachbarte Sporthalle modernisierten, einen neuen Hort bauten, das Lehrerhaus zu einem zweiten Hort umgestalteten und am Ortsausgang einen Sportplatz samt Laufbahn und Weitsprunggruben bauten, um den sie Einwohner weit größerer Gemeinden bis heute beneiden. Gesamtinvestitionsvolumen: mehr als fünf Millionen Euro. „Wir haben um die Schule gekämpft und viel Geld investiert“, sagt Detlef Hitzigrat (parteilos), seit 1994 Bürgermeister in Selmsdorf. Damals war keineswegs sicher, dass die 1923 gebaute Schule ihren 90. Geburtstag würde feiern können. Morgen ist es so weit. Dann lädt die Schule mit Unterstützung von Eltern zu einem großen Fest ein.

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Eine historische Ansichtskarte zeigt die Schule in Selmsdorf mit einer Widmung über dem Eingang: „Der körperlichen und sittlichen Erziehung der Jugend“.

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Das Engagement der Selmsdorfer für ihre Schule ist noch heute ein besonderes. Keine andere Kommune in Mecklenburg-Vorpommern leistet sich Zuschüsse für Essengeld in Höhe von 30 000 Euro pro Jahr, gibt jedem Abc-Schützen 50 Euro Schultütengeld und stellt jährlich 20 000 Euro für Klassenfahrten, kulturelle Betreuung und ähnliche Zwecke bereit. 146 Kinder besuchen die Grundschule und 54 Kinder die Klassen fünf und sechs, die als Außenstelle zur Regionalen Schule mit Grundschule Dassow gehören. Den eigenen Regionalschulteil musste Selmsdorf vor einigen Jahren schließen, weil zu wenige Schüler ihn besuchten.

Der Grundschule droht dieses Schicksal nicht. Die Schülerzahlen in der wachsenden Gemeinde im Speckgürtel von Lübeck steigen wieder. Und das wird in den kommenden Jahren so bleiben. Neue Wohngebiete entstehen, junge Familien ziehen zu. Auch werden in Selmsdorf mehr Menschen geboren als sterben. Bilanz im vorigen Jahr: 26 zu elf. Beim Durchschnittsalter liegt die Gemeinde nach Auskunft des statistischen Landesamtes mit 37,9 Jahren auf Platz zwei in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Menschen im Schnitt 45,8 Jahre alt sind.

46 Jahre alt ist Ines Osterloh, seit 2011 Schulsozialarbeiterin in Selmsdorf. „Das Schulgebäude ist schön“, sagt sie über den 1923 eröffneten Bau. Auch die kurzen Schulwege hebt sie hervor.

Zum Fest lädt die Schule morgen von 10 bis 14 Uhr alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen ein. Den Gästen bietet sie Spiele, eine Hüpfburg, eine Bastelstraße, eine Tombola, ein Glücksrad, Essen und Getränke. Schüler werden einen Sketch auf Plattdeutsch aufführen und als Linedancer auftreten. „Zur Geschichte der Schule werden Fotos ausgestellt“, kündigt Ines Osterloh an. Eltern würden beim Schulfest helfen. Besonders willkommen seien ehemalige Lehrer und Schüler.

Wir haben um die Schule gekämpft und viel Geld investiert.“Detlef Hitzigrat (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Selmsdorf

 

Jürgen Lenz

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