Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Abwasser-Rebell bleibt standhaft

Schönberg Abwasser-Rebell bleibt standhaft

Günther Würtz hat eine neue Info-Tafel aufgehängt / Er hält an seinen Methoden fest / Von der Politik ist er enttäuscht

Voriger Artikel
Sprung von der Schulbank auf den Ausbildungsplatz gelungen
Nächster Artikel
Ferienspaß mit Ausflügen und Flohmarkt

Günther Würtz (79) steht mit einer Anerkennungsurkunde des Schweriner Landtags von 2002 vor seiner neuen Informationstafel.

Quelle: Jürgen Lenz

Schönberg. Am Haus des Schönbergers Günther Würtz hängt jetzt eine zwei Meter hohe und 1,60 Meter breite Informationstafel. Mit den Worten „Naturgesetze im Landbau“

OZ-Bild

Günther Würtz hat eine neue Info-Tafel aufgehängt / Er hält an seinen Methoden fest / Von der Politik ist er enttäuscht

Zur Bildergalerie

Wenn man Gesetze nicht hinterfragen darf, dann sind wir kein Rechtsstaat.“Günther Würtz

ist der erste Absatz des Textes überschrieben, mit „Fruchtbarer Boden oder blutige Kriege“ der zweite. Günther Würtz sagt: „Fruchtbarer Boden oder blutige Kriege: Da ist ein Zusammenhang.“ Seit 23

Jahren hat der Schönberger sein Leben der Abwassernutzung durch Baumkulturen verschrieben und sich bis heute trotz Androhung von Ordnungsgeldern und Zwangsvollstreckung niemandem gebeugt. Das sieht er als seine moralische Pflicht an. Er weiß, dass seine Methode nicht allen gesetzlichen Bestimmung entspricht, erklärt aber: „Wenn man Gesetze nicht hinterfragen darf, dann sind wir kein Rechtsstaat.“

Den Zweckverbänden für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung gibt Günther Würtz keine Schuld. Er betont: „Es ist die Politik.“ Von ihr ist der 79-Jährige enttäuscht. Er sagt: „Keine Partei nimmt sich der Sache an.“ Zur Wahl geht er nicht mehr.

Warum hat er eine weitere Informationstafel an sein Haus montiert? Günther Würtz antwortet: „Damit die Wahrheit zugänglich ist und damit Schlussfolgerungen gezogen werden.“ Den Text, den seine Tafel wiedergibt, schrieb der Chemiker und Universitätsprofessor Justus von Liebig bereits vor über 100 Jahren: „Der, welcher an dem Tische der Gesellschaft keinen Platz mehr findet, gibt sich nicht ohne Weiteres dem Verhungern hin; im Kleinen wird er zum Diebe und Mörder oder er wandert in Massen aus oder wird zum Eroberer.“ Jedes „Blatt der Weltgeschichte“ zeige „schauderhafte Wirkung dieses furchtbaren Gesetzes in den Strömen von Blut, womit der Mensch die Erde tränken musste, welche er nicht fruchtbar zu erhalten verstand“. Günther Würtz erlebte in seiner Kindheit Krieg, Hunger und Not. In seiner Methode der Abwassernutzung sieht er Chancen den Boden zu verbessern. Er sagt: „Auch Mecklenburg ist geeignet für solche Sachen.“ Das Grundwasser werde nicht geschädigt. Bäumen bekomme die Abwassernutzung. „Sie erleiden keinen Trockenstress und wachsen gut – Weiden bis zehn Mal so schnell“, erklärt Günther Würtz nach 23 Jahren Erfahrung.

Der 79-Jährige erläutert, er glaube an die Schöpfung. Dann sagt er: „Die Natur zu begreifen, ist Gottes Willen nachzugehen.“ Auf seiner Informationstafel zitiert Günther Würtz Justus von Liebig: „Der allgütige Schöpfer hat die Vorschriften, welche der Mensch befolgen müsse, in ein großes Buch, welches die Natur ist, geschrieben, und er hat ihm in der Vernunft einen Teil von ihm selbst und durch sie die Fähigkeit verliehen, sein Buch zu lesen und seine göttliche Weltordnung zu begreifen; er hat damit den Menschen zum Herren seiner Geschicke gemacht und sein Gedeihen und Fortbestehen in seine Hand gelegt.“ Beten allein genüge nicht, sagt Günther Würtz. „Man muss auch etwas tun.“

Jürgen Lenz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald

Greifswalder können drei Jahre lang das Prinzip erforschen / Jetzt werden Standorte gesucht

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Schönberg
Verlagshaus Grevesmühlen

August-Bebel-Straße 11
23936 Grevesmühlen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9:00 -12.30 Uhr und 13.30 - 17:00 Uhr
Freitag:
 9:00 - 12.30 Uhr und 13.30 - 16:00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Michael Prochnow
Telefon: 0 38 81 / 78 78 10
E-Mail: grevesmuehlen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

^
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.