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Ärger um Reste von Baustoffen

Selmsdorf Ärger um Reste von Baustoffen

Im neuen Selmsdorfer Wohnbaugebiet muss belasteter Boden abtransportiert werden. Gemeinde soll Kreditrahmen erhöhen.

Selmsdorf. Reste von Bauschutt sorgen für Ärger in der Gemeinde Selmsdorf. „Da haben Fachfirmen gearbeitet und jetzt wird gesagt: Da liegt noch etwas“, sagt Bürgermeister Detlef Hitzigrat sichtlich angesäuert. Er fragt nach den Ergebnissen von Bodenuntersuchungen: „Wie soll man das den Bürgern begreiflich machen?“ Gefunden wurden die Reste an zwei Stellen des Wohnbaugebietes „Am Mühlenbruch“, wo einst 46 000 Kubikmeter Bauschutt lagerten, Gebäude einer Firma abgerissen wurden und künftig Wohnhäuser gebaut werden. Den Boden mit den Baustoffresten zu entsorgen wird nach ersten Schätzungen zwischen 150 000 und 500 000 Euro kosten. Diese Summe war im Finanzierungsplan für das Wohnbaugebiet nicht vorgesehen. Sie ist ein Grund dafür, dass die Gemeindevertreter morgen Abend über die Erhöhung eines Kontokorrentkredits bei der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest von bisher 1,9 Millionen Euro auf 2,9 Millionen Euro beraten müssen.

Der Hintergrund: Die Stadtbau GmbH muss Geld für die Erschließung des Baugebiets ausgeben, bevor durch den Verkauf von Grundstücken Einnahmen in entsprechender Höhe fließen. Die dadurch entstehenden Liquiditätsengpässe zu überbrücken ist der Sinn eines Kontokorrentkredits, der jederzeit abgerufen und zurückgezahlt werden kann. Bei der Hälfte der zusätzlichen Million geht es nach Auskunft des Stadtbau-Geschäftsführers Günter Anton um Erschließungskosten, die im Gesamtrahmen des Vorhabens bleiben. „Echte, zusätzliche Kosten“ entstünden dagegen durch die Entsorgung des belasteten Bodens.

Anton versichert: „Die Grundstückspreise werden dadurch nicht verändert.“ Auch müsse die Gemeinde Selmsdorf nun nicht fürchten, wegen der zusätzlichen Kosten rote Zahlen zu schreiben. Sie sind geringer als die Reserve von 1,1 Millionen Euro, die im Kostenplan für das Wohnbaugebiet eingerechnet ist.

Doch die Kritik in den Reihen der Gemeindevertreter bleibt. „Das ist ein ganz schöner Hammer“, sagt Michael Tauchert (Alternative für Deutschland) über die Erhöhung des Kontokorrentkredits. Er rechnet mit jährlich etwa 25 000 Euro zusätzlichen Zinsen.

Das neue Selmsdorfer Wohnbaugebiet ist ein 7,5-Millionen-Euro-Projekt. Bereits verkauft wurden nach Günter Antons Auskunft drei Wohnbaugrundstücke und das Grundstück für den Supermarkt von Netto.

Derzeit in Arbeit seien sieben weitere Kaufverträge für Wohnbaugrundstücke und für ein Gelände, auf dem das Diakoniewerk im nördlichen Mecklenburg eine Kita bauen will.

Das ist ein ganz schöner Hammer: jährlich etwa 25 000 Euro zusätzliche Zinsen.“Michael Tauchert (AfD)

 



Jürgen Lenz

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