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Dassow Arzneimittelwerk nimmt Betrieb auf

Gestern haben AqVida-Geschäftsführer, Wirtschaftsminister und Landrätin die Produktionsstätte feierlich eröffnet

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AqVida-Geschäftsführer Wolfgang Heinze (M.), Wirtschaftsminister Harry Glawe (l.) und Landrätin Kerstin Weiss schnitten als symbolischen Akt für die Inbetriebnahme der neuen Produktionsstätte in Dassow ein rotes Band durch.

Quelle: Fotos: Daniel Heidmann

Dassow. Die Hamburger Firma AqVida GmbH hat gestern in Dassow ihre Produktionsstätte feierlich eröffnet. In dem neuen Werk im Gewerbegebiet Holmer Berg entstehen 26 Arbeitsplätze. Die Firma ist auf Entwicklung und Vertrieb pharmazeutischer Produkte, insbesondere auf dem Gebiet der Krebstherapie, spezialisiert.

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Gestern haben AqVida-Geschäftsführer, Wirtschaftsminister und Landrätin die Produktionsstätte feierlich eröffnet

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„Das ist heute ein Meilenstein. Wir können stolz auf das sein, was hier entstanden ist“, sagte AqVida-Geschäftsführer Wolfgang Heinze in seiner Eröffnungsrede. Er bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen des Landes, ein Projekt einer „recht kleinen Firma“ zu unterstützen. Zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich seien nun bereits 17 Mitarbeiter im Werk tätig. „Wir sind noch nicht ganz fertig. Den Produktionsstart müssen wir auf einen späteren Termin im Jahr vertagen“, so Heinze. Darum hatten die Gäste gestern auch die einmalige Möglichkeit, an einem Rundgang teilzunehmen, bei dem auch die Räume betreten werden durften, in die künftig nur Personal mit entsprechender Arbeitskleidung Zutritt hat. Auch die einmalige Roboterfüllanlage konnte genauer unter die Lupe genommen werden. „Hier sind innovative Sachen verwirklicht worden“, betonte Geschäftsführer Heinze.

Das Schweriner Wirtschaftsministerium hat die AqVida-Investition nach eigenen Angaben zu mehr als 40 Prozent finanziert. Von den 11,7 Millionen Euro Gesamtinvestitionen kamen demnach rund fünf Millionen Euro vom Land. Mit dem Geld sind eine 800 Quadratmeter große Produktions- und Lagerhalle sowie ein zweigeschossiger Labor- und Bürotrakt entstanden. Zudem sei in Ausrüstungen wie eine Isolatorenkammer oder Sterilisatoren investiert worden. „Nachdem wir die Konzeption gesehen haben, war es eine leichte Entscheidung, das Vorhaben zu fördern“, meinte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gestern. Das Land sehe in der Pharmazie eine große Chance. „Die Gesundheitswirtschaft ist schon jetzt wichtig für Mecklenburg-Vorpommern. Sie stellt 130000 Arbeitsplätze. Damit ist schon jetzt fast jeder Fünfte in dieser Branche tätig“, so Glawe. Hier könnten weitere „zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen“.

Als symbolischen Akt für die Inbetriebnahme der Produktionsstätte schnitten AqVida-Geschäftsführer Heinze, Wirtschaftsminister Glawe und Landrätin Kerstin Weiss (SPD) ein rotes Band durch. „Ich beglückwünsche Sie dazu, sich in unserer Region niedergelassen zu haben“, meinte Kerstin Weiss. Als ehemalige Bürgermeisterin von Dassow sei sie besonders stolz, dass sich die Stadt zu einem „Mekka“

der Pharmabranche zu entwickeln scheint.

Im Gewerbegebiet am Holmer Berg entfallen schon mehr als 800 Jobs in den Bereich Medizintechnik und Pharma. Das größte Unternehmen ist die Firma Euroimmun mit rund 600 Arbeitsplätzen. Sie entwickelt und produziert Reagenzien für die medizinische Labordiagnostik. Rund 200 Mitarbeiter hat laut Ministerium das Unternehmen GPE Systeme, ein Zulieferer für Pharma- und Medizintechnikhersteller. Bei der Firma Endoscope Complete Services sind rund 30 Menschen mit der Wartung hochwertiger Endoskope beschäftigt.

Unternehmen hat auch Standort in China

AqVida ist ein Hamburger Unternehmen mit Fokus auf Entwicklung und Vertrieb pharmazeutischer Produkte – insbesondere im Bereich der Krebstherapie. Nach Angaben von Geschäftsführer Wolfgang Heinze werden diese zu 75 Prozent in der Europäischen Union vertrieben. Zu den größeren Absatzmärkten außerhalb der EU gehören Nordafrika und der mittlere Osten. Weitere Standorte von AqVida sind neben Hamburg und Dassow auch Oberhaching in Bayern und Hangzhou in China.

Daniel Heidmann

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