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Blaulichtwochenende für Nachwuchsbrandschützer

Teschow Blaulichtwochenende für Nachwuchsbrandschützer

Mit dieser Veranstaltung sollen sich die Jugendwehren im Schönberger Land besser kennenlernen / Nachwuchssorgen gibt es in einzelnen Wehren kaum

Teschow. Aufregendes Wochenende für die Nachwuchsbrandschützer aus Selmsdorf, Dassow, Herrnburg und Harkensee. Bei einem Blaulichtwochenende haben mehr als 50 Mädchen und Jungen in Teschow gemeinsam gezeltet. „Wir wollen so versuchen, dass sich die jungen Feuerwehrleute, die später mal im aktiven Dienst zusammenarbeiten, schon jetzt kennenlernen“, begründet Claudia Brötzmann, Sprecherin der Jugendwehren im Amt Schönberger Land.

 

OZ-Bild

Die Teilnehmer mussten auch den Umgang mit dem Schlauchboot unter Beweis stellen – hier die Jugendwehr Dassow.

Quelle: Fotos: Steffen Oldörp
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Im Gleichschritt marsch: Mädchen der Jugendwehr Selmsdorf an einer der Stationen.

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Wir haben zurzeit einen Aufnahme- stopp in unserer Jugendwehr.“Pamela Blank, Jugendwart in Selmsdorf

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Es ist schwierig, jemanden mit zehn Jahren für die Feuerwehr zu begeistern.“Tino Butzke, Jugendwart in Herrnburg

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Die Teilnehmer mussten auch den Umgang mit dem Schlauchboot unter Beweis stellen – hier die Jugendwehr Dassow.

Quelle: Fotos: Steffen Oldörp
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Es ist schwierig, jemanden mit zehn Jahren für die Feuerwehr zu begeistern.“Tino Butzke, Jugendwart in Herrnburg

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Im Gleichschritt marsch: Mädchen der Jugendwehr Selmsdorf an einer der Stationen.

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Wir haben zurzeit einen Aufnahme- stopp in unserer Jugendwehr.“Pamela Blank, Jugendwart in Selmsdorf

Das Wochenende begann am Freitag mit dem Zeltaufbau. Am Sonnabend wurden die Jugendlichen in gemischten Teams auf Schnitzeljagd geschickt. Außerdem absolvierten sie einen Parcours mit acht Stationen, an denen sie ihr Geschick und ihr feuerwehrtechnisches Wissen unter Beweis stellen mussten. Natürlich stand der Spaß im Vordergrund. So konnten sie bei einer Station mit Wasserbomben werfen – allerdings nicht ohne Herausforderungen. Zwischen zwei Bäumen war ein weißes Laken gespannt. Auf der einen Seite stand der Werfer, auf der anderen der mit einem Eimer, in die die Wasserbomben fallen mussten, bewaffnete Fänger.

Gutes Verständnis war an der Station „Team Skier“ gefragt. Drei Jugendliche steckten ihre Füße in Schlaufen besonders langer Skier. Im Gleichschritt marschierten sie zu einem 30 Metern entfernten Kegel. Für die Jungen und Mädchen eine Riesengaudi. „So wachsen wir zusammen, verstehen uns noch besser“, sagte Leon Schröder (14), der seit fünfeinhalb Jahren in der Feuerwehr Selmsdorf ist. Auch Herrnburgs Jugendwart Tino Butzke hat das Zeltlager gefallen: „So etwas schweißt einfach zusammen.“ Am Abend feierten alle bei Musik, Karaoke und Tanz den Abschluss des Zeltlagers, bevor sie am Sonntag ihre Zelte in Teschow abbrachen. Geht es nach Claudia Brötzmann, sollen schon bald noch mehr Nachwuchsbrandschützer für so ein Blaulichtwochenende begeistert werden. „Schön wäre es, wenn so etwas zur Tradition wird und in den kommenden Jahren noch mehr Jugendwehren aus dem Amt Schönberger Land mitmachen.“

Im Vergleich zu anderen Jugendwehren sieht es mit dem Nachwuchs im Amt Schönberger Land ziemlich gut aus. In Selmsdorf lernen 33 Kinder und Jugendliche alle 14 Tage das Einmaleins des Brandschutzes.

„Damit stoßen wir an unsere Grenzen“, sagt Jugendwartin Pamela Blank. „Deshalb gibt es zurzeit einen Aufnahmestopp.“ Die Warteliste ist lang. „Ich denke, die Nachfrage ist so groß, weil wir durch die vielen Baugebiete großen Zuwachs an Familien haben und sicher auch, weil wir schon Kinder ab acht Jahren aufnehmen“, sagt Blank.

In Harkensee ist Jugendwart Jannes Rademacher mit neun Jugendlichen in der Nachwuchswehr „vollkommen zufrieden“. Auch in Dassow sieht es zurzeit mit 16 Nachwuchsbrandschützern gut aus. „Das ist ausreichend“, sagt Claudia Brötzmann. Die stellvertretende Jugendwartin spricht aber auch von ein paar Sorgen. „Wir haben viele ältere Kinder bei uns, die in naher Zukunft in die aktive Wehr aufgenommen werden.“ Bislang hätten erst zwei neue Kinder Interesse an der Jugendwehr geäußert. „Ob sie auch in einem Jahr noch interessiert sind, ist fraglich“, so Brötzmann. Um neue Mitglieder in der Jugendabteilung zu werben, wollen Dassows Brandschützer am 21. Juli in die Schule gehen, um beim Tag der offenen Tür Interesse für die Feuerwehr zu wecken. Aus Sicht von Claudia Brötzmann hat Selmsdorfs Wehr einen großen Vorteil: Die Gemeinde hat nicht nur eine Jugend-, sondern auch eine Kinderwehr. „Das heißt, hier dürfen Jungen und Mädchen ab sechs Jahren mitmachen. In Dassow erst ab zehn Jahren.“

Das sieht Tino Butzke, Jugendwart in Herrnburg, ähnlich. „Mit zehn Jahren ist es relativ schwierig, noch jemanden für die Feuerwehr zu begeistern. Viele haben sich dann schon für ein Hobby entschieden.“ Um in Herrnburg Jungen und Mädchen für den Brandschutz zu begeistern, stellen sich Blauröcke regelmäßig in Kindergärten vor, präsentieren sich bei Festen in der Gemeinde und werben an Schulen. Nach Angaben des Jugendwartes zählen in Herrnburg 18 Kinder zur Jugendwehr.

Steffen Oldörp

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