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„Das Thema Wohngebiete ist wichtig“

Schönberg „Das Thema Wohngebiete ist wichtig“

Stadt Schönberg will in nächsten Jahren 40 bis 50 Wohngrundstücke anbieten / Flächen stehen schon bereit

Schönberg. Im Interview mit der OSTSEE-ZEITUNG spricht Schönbergs Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) über den geplanten Abriss der Schweinemastanlage, über neue Wohngebiete und den langersehnten Wunsch eines gehobenen Restaurants in der Kleinstadt.

 

OZ-Bild

Schönbergs Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion).

Quelle: Foto: Jürgen Lenz

Die Stadt hat sich mit dem Eigentümer der Schweinemastanlage über einen Kaufpreis geeinigt. Steht schon fest, wann die Anlage abgerissen wird?

Lutz Götze: Ein Termin, wann die Anlage abgerissen wird, ist mir noch nicht bekannt. Die Landesentwicklungsgesellschaft führt aktuell die Ausschreibung durch, um den Abriss zu bewerkstelligen.

Ich gehe davon aus, dass wir Ende 2017 damit rechnen können. Nach meinem Kenntnisstand übernimmt das Land den größten Teil für den Abriss. Zehn Prozent muss die Stadt übernehmen. Das ist so vereinbart. Wir werden sehen, ob das so bleibt und wie viel es dann tatsächlich für die Stadt wird.

Gegenüber der Schweinemastanlage ist ein Wohngebiet geplant. Wann halten Sie die Erschließung für realistisch?

Götze: Erst einmal muss ein Flächennutzungsplan aufgestellt werden. Dann müssen wir einen Investor suchen, der das Ganze realisiert. Das ist also alles noch Zukunftsmusik.

Wie wichtig sind neue Wohngebiete für Schönberg?

Götze: Das Thema Wohngebiete ist wichtig, um die Einwohnerzahl zu erhöhen. Es gibt eine rege Nachfrage an Grundstücken. Deshalb sind wir dabei, ein weiteres Wohngebiet in Angriff zu nehmen, dafür einen Flächennutzungsplan auszuweisen und es dann als Wohnbaugebiet zu erschließen. Außerdem wollen wir Restflächen anbieten, sodass wir in Schönberg in den nächsten Jahren etwa 40 bis 50 Wohngrundstücke anbieten können. Dabei haben wir die Lindenstraße und die Obere Feldstraße ins Auge gefasst. Kleine Flächen, die bereits erschlossen sind und somit vermarktet werden können, gibt es im Ahornring.

Um die Einwohnerzahl von Schönberg zu erhöhen, gab es auch Gespräche mit Umlandgemeinden. Wie ist da der aktuelle Stand?

Götze: Im Moment gibt es keine Gespräche mit Umlandgemeinden. Da halte ich mich in Zukunft auch erst einmal bedeckt. Klar ist, zu wachsen ist nach wie vor unser Ziel. Denn höhere Einwohnerzahlen bedeuten eine Aufwertung der Stadt und auch, dass wir mehr finanzielle Mittel zur Verfügung haben.

Von der Flüchtlingsinitiative "Bleib.Mensch" heißt es, in Schönberg werden Flüchtlinge von Einwohnern oft besser behandelt als zum Beispiel in Grevesmühlen. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Götze: Ob Flüchtlinge in Grevesmühlen anders behandelt werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Fakt ist, wir begrüßen die Flüchtlinge. Sie sind Teil der Gesellschaft unserer Stadt. Diejenigen, die wir haben, die sich hier integriert haben, sind jetzt Schönberger. Sie versuchen, sehr schnell Deutsch zu lernen und sich zu integrieren. Das ist eine tolle Sache. Hier muss ich vor allem dem Verein "Bleib.Mensch" meinen Dank aussprechen. Die Mitglieder engagieren sich sehr und kümmern sich toll um die Menschen. Besonders hervorheben möchte ich Dr. Carsten Sommerfeld, Ulla Hardt und die Familie Evers aus Lindow.

In Dassow gibt es Gaststätten, auch in Rehna und in Selmsdorf. In Schönberg dagegen nicht, obwohl die Stadt mehr Einwohner hat. Was tut die Stadt, damit es wieder ein Restaurant in Schönberg gibt.

Götze: Klar ist, es besteht extremer Bedarf für eine Gaststätte in Schönberg. Das Restaurant muss keine fünf Sterne haben, aber doch schon bitte eine gehobene Gastronomie. Zum Bespiel wie die Gaststätte Hitzegrad in Selmsdorf. So etwas würde uns gut zu Gesicht stehen. Wir können da als Stadt aber nicht mehr machen als zu vermitteln.

Thema Gewerbegebiet: Da gibt es seit Jahren ein angespanntes Verhältnis zwischen Stadt und Wirtschaftsfördergesellschaft, weil ein Stück der Straße nicht gebaut wurde – so wie ursprünglich mal geplant.

Götze: Gegenwärtig sind wir dabei, mit der neuen Führung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft einen Vertrag abzuschließen, in dem vorgesehen ist, dass die Wirtschaftsförderungsgesellschaft die restlichen 97 Meter Straße noch baut. Dann ist es möglich, die Flächen, die über diese Erschließungsstraße erreichbar sind, zu vermarkten. Wir reden hier von Flächen zwischen drei bis vier Hektar. Die Wirtschaftsfördergesellschaft hat sich inzwischen bereit erklärt, das zu machen. In welcher Form und wann, das werden wir noch genau ausdiskutieren müssen. Ein Vertrag liegt aber bereits vor.

Wie sieht es mit dem Internetausbau in Schönberg aus?

Götze: Für den Breitbandausbau in Schönberg sind 2,2 Millionen Euro vorgesehen. In den nächsten drei Jahren soll jeder Einwohner mit 50 Mbit pro Sekunde surfen können. Das ist vor allem für die Firmen sehr bedeutend. Gerade für Unternehmen wie Palmberg, die für Angebote große Datenmengen verschicken. Da ist es wichtig, dass das nicht Stunden dauert. Aber natürlich sind auch kleinere Betriebe und private Haushalte auf schnelles Internet angewiesen. Interview: Steffen Oldörp

OZ

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