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Dassow pocht auf Tempolimit

Dassow Dassow pocht auf Tempolimit

Anwohner klagen über Lärm / Stadt lässt große 30 auf Straße malen / Politiker empfehlen Kauf eines Messgeräts

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Eine aufgemalte 30 macht jetzt Autofahrer darauf aufmerksam, welche Höchstgeschwindigkeit sie in der Hermann-Litzendorf-Straße in Dassow einzuhalten haben. Anwohner leiden unter Verkehrslärm – besonders am Übergang zwischen Asphalt und Pflaster.

Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Dassow. An die Höchstgeschwindigkeiten in Dassow sollen sich künftig mehr Auto- und Lastwagenfahrer halten als bisher. Deshalb hat sich der Ausschuss für Bau, Ordnung und Verkehr am Dienstagabend einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Stadt ein Gerät mit Anzeigetafel anschafft, das für alle Autofahrer sichtbar macht, ob sie sich ans Tempolimit halten oder nicht.

 

OZ-Bild

Im vorigen Jahr testete die Stadt Dassow auch in der Lübecker Straße den Einsatz eines Gerätes, das Geschwindigkeiten misst und anzeigt.

Quelle:

Das Pflaster ist gefördert vom Land. Das können wir nicht rausnehmen.“Maik Oldenburg (WGO), Vorsitzender

des Ausschusses für Bau, Ordnung und Verkehr in Dassow

Während über diesen Vorschlag noch die Stadtvertretung beschließen muss, ist in der Hermann-Litzendorf-Straße seit Donnerstag voriger Woche etwas zu sehen, das aufs Tempolimit hinweist: Arbeiter haben im Auftrag der Stadt eine große 30 auf die Straße gemalt. Anwohner sagten am Dienstagabend, sie würden das begrüßen. Es handele sich um „einen Anfang“, einen „ersten Schritt“. Ausreichend sei er aber bei Weitem nicht.

Ein Anlieger, der seinen Namen nicht veröffentlicht sehen wollte, sagte: „Wenn Leute nicht sanktioniert werden, ändert sich nichts.“ Ein Höchsttempo von 30 Kilometern pro Stunde müsse nicht nur vorgeschrieben, sondern auch eingefordert werden. Ein Blitzer solle in der Hermann-Litzendorf-Straße aufgestellt werden. Der werde sich bald rechnen.

Für die Geschwindigkeitsüberwachung sind in Nordwestmecklenburg Polizei und Landkreis zuständig. Häufige Kontrollen in der Hermann-Litzendorf-Straße seien von ihnen nicht zu erwarten, machten Mitglieder des Ausschusses für Bau, Ordnung und Verkehr am Dienstagabend drei Anwohnern klar. Ein Gerät, das das Tempo ohne rechtliche Folgen für die Autofahrer anzeigt, darf die Stadt dagegen selbst aufstellen und betreiben. Eins lieh die Nachbargemeinde Selmsdorf im vorigen Jahr für drei Monate an Dassow aus. Bürgermeister Jörg Ploen (SPD) kündigte damals an: „Dann wollen wir sehen, ob es sich lohnt und über den Kauf neuer Anlagen entscheiden.“ Wie berichtet, begrüßten Anwohner der Hermann-Litzendorf-Straße die Aktion.

Das Selmsdorfer Gerät wurde nach Auskunft des Amtes Schönberger Land auch auf Höhe der Hermann-Litzendorf-Straße 17 eingesetzt. Gemessen wurden Fahrzeuge, die aus Richtung Schloss Lütgenhof kamen.

Die Messprotokolle ergeben: 44207 Mal unter 30 Stundenkilometer, 41247 Mal Tempo 30 und mehr – bis über 85 km/h. „Schnell bedeutet für uns laut“, sagt ein Anwohner.

Besonders betroffen seien diejenigen, die nahe der Stelle wohnen, an der Straßenbelag von Asphalt zu Pflaster wechselt.

Die Steine zu entfernen, kommt für die Stadt nicht infrage. Der Ausschussvorsitzende Maik Oldenburg (Wählergemeinschaft Ostseestrand) erklärte am Dienstagabend: „Das Pflaster ist gefördert vom Land. Das können wir nicht rausnehmen.“ 1999 protestierten Bürger mit einer Unterschriftenaktion dagegen, bei der Sanierung des oberen Teils der Hermann-Litzendorf-Straße Pflaster zu verlegen anstatt die Fahrbahn zu asphaltieren. Bürgermeisterin Kerstin Weiss (SPD) entgegnete damals, der obere Teil der Straße sei Teil des Sanierungsgebietes. Dort sei Pflaster zu verlegen. Es mache den Stadtkern attraktiver und durch die Zuschüsse des Landes müsse die Stadt nur 20 Prozent der Kosten tragen. Aber auch für die Anlieger sei es letztlich günstiger. Etliche Anwohner leiden allerdings unter Lärm zu allen Tages- und Nachtzeiten. Sie erklärten bereits mehrmals in Sitzungen der Dassower Stadtvertretung und ihrer Ausschüsse, dass sie bei ihren Forderungen nach einer Verkehrsberuhigung nicht nur an die lauten Geräusche denken, sondern ebenso an die Sicherheit von Kindern, die gefährdet sei.Exklusiv für die Hermann-Litzendorf-Straße soll das Tempomessgerät nicht angeschafft werden. Maik Oldenburg sagt: „Es kann ohne Weiteres auch an anderen Stellen eingesetzt werden.“

Jürgen Lenz

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