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Die kleine Schule mit dem großen Wohlfühlfaktor

Schönberg Die kleine Schule mit dem großen Wohlfühlfaktor

Die Evangelische Inklusive Schule „An der Maurine“ in Schönberg feiert ihr zehnjähriges Bestehen / Sie hat sich etabliert / Das Einzugsgebiet reicht bis Grevesmühlen

Schönberg. Als das Diakoniewerk im Nördlichen Mecklenburg 2006 die erste freie allgemeinbildende Schule im damaligen Landkreis Nordwestmecklenburg eröffnete, war das ein Unterfangen mit ungewissem Ausgang. Im ersten Unterrichtsjahr besuchten 14 Mädchen und Jungen den Unterricht – damals noch im Gemeindehaus am Schönberger Kirchplatz. Heute lernen und leben 160 Schüler in der Evangelischen Inklusiven Schule „An der Maurine“, die seit dem Sommer 2007 im ehemaligen Schönberger Landratsamt untergebracht ist und heute knapp 20 Mitarbeiter beschäftigt.

 

OZ-Bild

Zahlreiche Gäste feiern das Sommer- und Jubiläumsfest der Evangelischen Inklusiven Schule in Schönberg.

Quelle: Jürgen Lenz

Die staatlich anerkannte Schule hat sich als fester Bestandteil des Bildungs- und Erziehungsangebotes in Nordwestmecklenburg etabliert. Das Einzugsgebiet reicht heute von Herrnburg im Westen bis Grevesmühlen im Osten und von Pötenitz im Norden bis Carlow im Süden.

Im Jahr 2006 nahm das Diakoniewerk die Initiative eines Fördervereins auf, der sich für die Gründung einer freien Schule in Schönberg einsetzte. Als Vorsitzende engagierte sich jahrelang Ulrike Rathke. Ihre Nachfolgerin ist Elke Lenschow. Die Mutter aus Grieben und ihr Mann Frank entschieden sich 2008 nach reichlicher Überlegung dafür, ihre Tochter der Evangelischen Inklusiven Schule anzuvertrauen. Sie waren zufrieden. Mittlerweile besucht ihr jüngerer Sohn die Bildungsstätte. Sie bietet jahrgangsübergreifenden Unterricht mit reformpädagogischen Konzepten in den Klassen eins bis sechs. Warum nicht auch in oberen Klassen? „Wir schaffen es räumlich nicht“, antwortet Schulleiter Tobias Jarzombek (40).

Das weltanschauliche Fundament der Schule ist nach Auskunft des Leiters „das christliche Menschenbild“. Dazu gehöre „das Verständnis, dass in jedem Mensch verschiedene Potenziale stecken, die wir fördern können.“ Um aufgenommen werden zu können, müsse niemand einen bestimmten Glauben haben. Wichtig sei das Gefühl: „Hier gehe ich gerne hin. Hier kann ich mir Lernen und Leben gut vorstellen.“

Für die relativ kleine Schule entscheiden sich auch häufig Mütter und Väter, die einen familiären Rahmen und eine gewisse Überschaubarkeit suchen.

Eltern sagten am Rand des gestrigen Sommer- und Jubiläumsfestes, ihre Kinder würden in der Evangelischen Inklusiven Schule individuell gefördert. Als eine Besonderheit hoben sie hervor, die Mädchen und Jungen könnten sich Wissen bei Bedarf selbst erarbeiten – eine Fertigkeit, die ihnen auch nach dem Ende der sechsten Klasse und sogar über die Schulzeit hinaus zugutekomme. Ziffernnoten werden in der Evangelischen Inklusiven Schule in Schönberg nicht vergeben – aber ausführliche Beurteilungen geschrieben.

Zum gestrigen Fest erschienen zahlreiche Gäste, unter ihnen Vertreter des Kreises, der Stadt Schönberg, des Amtes Schönberger Land und der Diakonie. Die Schule steht derzeit vor einem neuen Wachstumsschub. Im kommenden Unterrichtsjahr werden es 170 Mädchen und Jungen sein, die sie besuchen.

Kontakt: ☎ 038828/34890, E-Mail eis@diakoniewerk-gvm.de

Wechselvolle Geschichte

1937 entstand in Schönberg durch den Ausbau des 1839 errichteten Dorstenhauses das Landratsamt, in dem seit 2007 die Evangelische Inklusive Schule „An der Maurine“ untergebracht ist. Der Hintergrund: Schönberg war 1934 Kreisstadt geworden. Nach der Gründung der DDR verlegten die Behörden den Kreissitz nach Grevesmühlen. Danach zog zunächst eine Verwaltungsschule ein. Später war das Anwesen ein Stabsgebäude der Grenztruppen. 1992 zogen Asylbewerber in einen Seitenflügel ein. In den 1990er Jahren waren in dem Haus auch die Stadtverwaltung, die Stadtbibliothek, eine Geschäftsstelle der Sparkasse und eine DRK-Familienbildungsstätte untergebracht. jl

Jürgen Lenz

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