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Grevesmühlen Eigene Räume für Sport und Freizeit
Mecklenburg Grevesmühlen Eigene Räume für Sport und Freizeit
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03:48 18.07.2013
Gründungsmitglied Martina Böttger war lange Vorsitzende des SFH.
Herrnburg

Es ist vollbracht. Gestern weihten der Vorstand des Vereins Sport und Freizeit Herrnburg (SFH), Mitglieder sowie Vertreter der Gemeinde Lüdersdorf, des Kreissportbundes und der Kreisverwaltung das eigene Vereinsheim der Sportler neben der Grundschule am Gärtnereiweg in Herrnburg ein. „Es war die einzig richtige und notwendige Herausforderung, der man sich stellen musste“, sagte Sabine Bretzing, Vorsitzendes des SFH, gestern.

Zwar sind an der Außenanlage noch viele Arbeiten zu erledigen, sie ist eine sandige Fläche voller Wildkraut, doch was 2004 als Grundidee vorlag, ist umgesetzt. Damals, noch unter dem Vereinsvorsitz von Martina Böttger, hatte der SF Herrnburg das Grundstück neben der Schule gekauft. Schon 2007 wurde ein städtebaulicher Vertrag mit der Gemeinde geschlossen. Doch dann wurde es erst einmal ruhig um das Vereinshaus, weil die Sport- und Freizeitgruppen im neuen Herrnburger Einkaufszentrum zu günstigen Mietkonditionen Räume nutzen konnten. Seit 2011 wurde dann wieder intensiv an der Umsetzung des Plans gearbeitet. Fördermittel mussten beantragt und genehmigt werden. So erhielt der Verein einen Zuschuss von 189 000 Euro aus Töpfen der EU für die gesamte Investitionssumme von 346 000 Euro. Auch die Gemeinde Lüdersdorf beteiligte sich mit 55 000 Euro an dem Bau und darf dafür einen 44 Quadratmeter großen Raum nutzen.

Dort hatte der Verein gestern ein kleines Büfett aufgebaut. Was künftig in dem Raum geschehen soll, müssen Lüdersdorfs Kommunalpolitiker noch entscheiden. „Das Thema wird noch im Ausschuss und dann abschließend in der Gemeindevertretung besprochen“, sagte Rainer Volkmar (CDU), stellvertretender Bürgermeister. „Es gibt viele Gedanken zur Nutzung, es ist aber noch nichts entschieden“, so Volkmar.

Möglich wäre, die Jugendarbeit der Gemeinde hier auszubauen oder anderen Gruppen die Möglichkeit zur Nutzung des Raumes zu geben. „Zum Beginn des Schuljahres soll das entschieden sein. Ein reiner Sitzungsraum soll es aber nicht sein“, sagte der Politiker.

Aus seiner Sicht ist der Neubau des Sportvereins nicht nur wichtig für den SFH, sondern „ein Gewinn für die ganze Gemeinde“. Volkmar gehe davon aus, dass sich Vereinsheim, Sportplatz und Schule künftig zu einem lebendigen Zentrum von Herrnburg entwickeln und dass „im Sinne der Gesundheit viel Schweiß fließen wird“.

Dafür ist das Vereinshaus konzipiert. Es bietet einen großen Kursus- und Bewegungsraum, Umkleide- und Duschräume sowie behindertengerechte Toiletten. Gymnastik, Fitness, Rückenschule und Seniorensport können stattfinden. Geplant sind auch neue Kurse wie eine Kardio-Herzgruppe, unterstützt von einem Arzt. Was viel Platz braucht, wie Tischtennis oder Kinderturnen wird weiterhin in der Turnhalle der Grundschule angeboten.

Mit dem Neubau hat der SFH zwar eine große Investition getätigt, kann aber künftig mit eigenen Räumen planen, für die nicht mehr Geld als bisher für die Miete gezahlt wird. Das erklärte Sabine Bretzing, die sich bei allen bisherigen und den aktuellen Vorstandsmitgliedern des Vereins für ihren Einsatz bedankte.

Der Weg zum Vereinsheim
Am 26. Mai 1998 wurde der Sport und Freizeit Herrnburg e. V. mit dem Ziel gegründet, für alle Herrnburger ein attraktives Sport- und Freizeitangebot zu schaffen.

Im April 2004 kaufte der Verein das Grundstück neben der Grundschule am Gärtnereiweg in Herrnburg mit dem Ziel, dort ein Vereinsheim zu bauen. 2007 wurde mit der Gemeinde ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen. Ab 2008 hatte der SFH Räume im Herrnburger Einkaufszentrum. Die günstigen Mietkonditionen — der Verein musste nur Nebenkosten zahlen — laufen aber in diesem Jahr aus.

Am 23. November 2012 wurde der Grundstein fürs eigene Vereinsheim gelegt. Am 26. Januar wurde Richtfest und gestern die Einweihung gefeiert.

Malte Behnk

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