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Ende einer Sondermülldeponie

Groß Weeden Ende einer Sondermülldeponie

Am 23. Dezember kam in Groß Weden der letzte Lkw / Jetzt wird verfüllt, abgebaut und rekultiviert

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Feierabend in der Sonderabfalldeponie Groß Weeden. Der Polder I a ist der letzte, der jetzt aufgefüllt wurde.

Quelle: Foto: Joachim Strunk

Groß Weeden. Während die Deponie Ihlenberg in Selmsdorf noch viele Jahre mit Abfall beliefert werden wird, ist einige Kilometer weiter westlich eine Ära vorbei: Die jahrzehntelang umstrittene Sondermülldeponie der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein im Rondeshagener Ortsteil Groß Weeden ist voll – aufgefüllt „bis unters Dach“. Am 23. Dezember kam der letzte Truck mit seiner „Last“, die er im Polder I a (insgesamt: 7 Polder) ablieferte. Seitdem ist Schluss.

Silke Brandt und Norbert Quurk von der „Bürgervereinigung gegen die Giftmülldeponie Rondeshagen-Groß Weeden“, Volker Peters, Vorsitzender des Deponie-Ausschusses im Amt Berkenthin, sowie Berkenthins Bürgermeister Michael Grönheim machten sich gestern selbst ein Bild vom „Feierabend“ der Deponie. In der 20000 Quadratmeter großen Halle von Polder Ia ist die „böse“ Unterlage bereits mit einer ersten Erdschicht bedeckt. In den kommenden Wochen wird peu a peu die Stahlkonstruktion der Halle, des „Hauses“, das für Windstille innen und damit höchste Sicherheit vor umherfliegenden giftigen Stäuben sorgte, abgebaut. Sobald es absehbar ist, dass witterungsmäßig eine trockene Phase kommt, also im Frühling/Frühsommer, werden die erforderlichen Rekultivierungsmaßnahmen mit weiterer Aufbringung von Erdschichten begonnen, so Hans-Joachim Berner, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Beseitigung von Sonderabfällen (GBS) mit den gleichberechtigten Gesellschaftern Hamburg und Schleswig-Holstein.

Berner wirkt erleichtert. 2004/05 hatte er die Leitung der GBS und damit den Betrieb dieser Sondermülldeponie übernommen. „Pleiten, Pech und Pannen“, so Volker Peters von der Bürgerinitiative, hätten für ein beständig schmuddeliges Image der Deponie gesorgt, das Berner dennoch beharrlich aufzubessern trachtete. „Ich musste mir erst ein klares Bild machen, ehe ich an die Öffentlichkeit gehen konnte“, erklärt er seine langwährende Zurückhaltung, die in der Bevölkerung nicht für Vertrauen sorgte. Nachdem im Jahr 2007 die von ihm favorisierte Befeuchtungsanlage für Filterstäube und 2012 die beabsichtigte Anlieferung von Asbest-Material aus Hannover am massiven Widerstand der Anwohner und Kritiker scheiterten, wagte er den Schritt an die Öffentlichkeit. Mit wissenschaftlich fundierten Studienergebnissen überzeugte er die meisten Zweifler, dass „seine“ Deponie sicher sei.

„Was wir hier gemacht haben, lag weit über den gesetzlichen Anforderungen“, sagt er und meint damit die langfristig geplanten Sicherheitsvorkehrungen. Es wurden während der Betriebszeit Rücklagen für eine 30-jährige Nachsorgephase gebildet.

Silke Brandt, Norbert Quurk und Volker Peters, Mitglieder der Bürgerinitiative, zeigen sich einigermaßen zufrieden mit den Maßnahmen. Trotzdem sehen sie in der nahezu einer Million Kubikmeter Sonderabfälle eine „gewaltige Hypothek“, die hier „bis zum Ende aller Tage“ liegen bleibe. Eine verantwortungsvolle Nachsorge sei unablässig. Joachim Strunk

OZ

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