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Lübeck Es ist ein Blitzer!

Jetzt sind es schon zwei: Mit dem „Enforcement Trailer“ testet die Stadt noch einen mobilen Geschwindigkeitsmesser auf Lübecks Straßen

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Blitzt in beide Richtungen: Der „Traffistar“ ist seit Januar im Einsatz. Gegen Vandalismus schützt ihn ein Bewegungssensor, Panzerglas und ein automatischer Feuerlöscher.

Lübeck. Küchenschrank gegen 60er-Jahre-Filmraumschiff. Der mobile Blitzer „Traffistar“, der seit Ende Januar Lübecks Straßen (un)sicher macht, hat Konkurrenz bekommen.

OZ-Bild

Jetzt sind es schon zwei: Mit dem „Enforcement Trailer“ testet die Stadt noch einen mobilen Geschwindigkeitsmesser auf Lübecks Straßen

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Mitte der Woche ist der „Enforcement Trailer“ in der Dornbreite „gelandet“ und beschert allen, die es zu eilig haben, ein schönes Foto. Doch nur das Gerät, das die schönsten Fotos macht, hat am Ende der je dreimonatigen Testphase gute Chancen, langfristig Lübecks mobiler Geschwindigkeitsmesser zu werden.

„Es ist wahrscheinlich, dass wir später eines der Geräte mieten werden“, sagt Innensenator Ludger Hinsen (CDU). Da der neue Blitzer aber erst wenige Tage im Einsatz sei, gebe es noch keine Tendenz.

„Kriterien sind zum Beispiel Bildqualität, die Handhabung beim Auf- und Abbau sowie die Bedienung“, berichtet Valessa Glisovic, stellvertretende Stadtsprecherin.

Der Testablauf gestaltet sich bei beiden Geräten gleich: Sechs Tage lang stehen sie an einem Ort, bevor sie – dank Anhängerkupplung – zur nächsten Station gefahren werden. Der „Traffistar“, dessen Kosenamen auf Facebook liebevoll zwischen „Leergutautomat“, „Mülltonne“ und „Graue Eminenz“ wechseln, hat seit Inbetriebnahme am 24. Januar bereits 2461 Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen.

Aktuell steht der „Traffistar“ in der Wesloer Straße und überwacht – dank neuester Lasertechnik, wie der Hersteller Jenoptik verlauten lässt – mehrere Fahrstreifen gleichzeitig. Die Messergebnisse ordnet er dann den verschiedenen Fahrzeugen zu.

Das kann allerdings auch das Konkurrenzmodell der Firma Vitronic. „Etwa fünf Tage kann der Blitzer durch eine Hochleistungsbatterie völlig autonom arbeiten“, berichtet Patrick Schulze, Marketingleiter von Vitronic. Ein integriertes Modem übertrage die verschlüsselten Falldaten drahtlos und ermögliche so auch den Fernzugriff auf das Messsystem, berichtet Schulze.

Die Kosten für jeden Blitzer hatte Hinsen im Januar mit 8000 Euro pro Monat beziffert. „Das wird günstiger, sobald wir ein Gerät länger mieten“, versichert der Senator. Trotzdem: Für das Geld müssen die Blitzer etwas bieten. Beide Geräte punkten mit flexiblem Einsatz an Baustellen und Unfallschwerpunkten. Sie arbeiten autonom, Personal muss also nur beim Auf- und Abbau bemüht werden. Ein letztes Kriterium ist in Lübeck besonders bedeutend: Vandalismusschutz. Der „Enforcement Trailer“ – auf Deutsch könnte man Vollstreckungsanhänger sagen – legt in diesem Bereich gut vor: „Sein Gehäuse ist auf jeden Fall schusssicher“, betont Patrick Schulze. In Anbetracht wiederkehrender Beschädigungen fest installierter Blitzer an der Wallbrechtstraße, am St.-Jürgen-Ring oder der Neuen Hafenstraße ist das sicher sinnvoll.

Der „Traffistar“, der äußerlich etwas weniger „Star Wars“ ist, sieht allerdings auch so aus, als würde ein gezielter Fußtritt einzig dem Zerstörungswilligen Schmerzen zufügen. Die Chance, Ärger zu provozieren, ist beim „Traffistar“ – trotz niedlicherem Namen – übrigens doppelt so hoch wie beim „Enforcement Trailer“. Die gut eine Tonne schwere Tonne kann nämlich in beide Richtungen blitzen.

„Das ist schon ein Vorteil“, sagt auch der Innensenator. Doch der neue auf Lübecks Straßen hat jetzt genug Zeit, seine Vorzüge zu zeigen. Kommenden Dienstag wird er die Dornbreite verlassen. Wo er anschließend wieder auftauchen wird, soll eine Überraschung sein.

Luisa Jacobsen

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