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Für Applaus und Schulterklopfen

Schönberg Für Applaus und Schulterklopfen

Nicht für Geld, sondern für Bühnenerfahrung und Fans sind Musiker und Autoren auf der ersten „Offenen Bühne“ in der Bücherei in Schönberg aufgetreten. Initiator war der Schönberger Verein „Audiokultur Mecklenburg“, der es sich zum Ziel gesetzt hat, musikbegeisterte Menschen zu vernetzen und zu unterstützen.

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Jörg Müller-Lornsen (l.) und Ulrich Müller-Lornsen spielten auf der ersten „Offenen Bühne“ in Schönberg.

Quelle: Fotos: Dana Dolata

Schönberg. „Der Verein wurde im März 2006 in Schönberg gegründet“, erklärte Audiokultur-Mitglied Marc Lempio. „Damals waren verschiedene Künstler auf der Suche nach Proberäumen und Veranstaltungsplätzen. Und auch heute noch ist die Suche nach Proberäumen ein wichtiges Anliegen für den Verein.“

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Es ist so unendlich viel möglich an einem solchen Abend. Jeder, der sich traut, kann etwas machen. Eine riesengroße Bandbreite kann entstehen.“Anette Peters aus Menzendorf

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Marc Lempio hatte den Abend mitorganisiert und trat auch selbst auf: einmal als Begleitung für Christian Franke, ebenfalls Audiokultur, und einmal solo. Im Gegensatz zu vielen anderen Musikern spielte er bei seinem Solo-Auftritt nur ein Stück. Es war ein Instrumentalstück, vorgetragen auf der Gitarre. Epochal klang es — und besonders vielschichtig war es. „Ich mag Musik, die die Menschen zur Ruhe bringt. Dabei versuche ich, mit Disharmonien zu arbeiten. Denn: Ich will weg von der perfekten Musik, die uns ständig propagiert wird.“

Für seinen Auftritt erntete Mark Lempio viel Applaus — genauso wie alle anderen Künstler, die auftraten. Die Stimmung war entspannt. Der Abend war dadurch geprägt, dass auch nach Beginn der „Offenen Bühne“ noch Gäste durch die Tür kamen und auch dadurch, dass das Publikum mit den auftretenden Künstlern kommunizierte. „Davon wollen wir nachher aber noch mehr hören“, wurde zum Beispiel Johanna Birnbaum zugerufen, die die Schönberger Bücherei leitet und am Abend mit vor etwa 25 Jahren selbstgeschriebenen Gedichten glänzte. Tiefsinnig waren sie. So hieß es darin zum Beispiel: „Begegnen uns, reden wenig, betrachten uns, sehen wenig, trennen uns, wissen nichts“.

„Der Verein Audiokultur tritt nicht zum ersten Mal in unseren Räumlichkeiten auf“, sagte Johanna Birnbaum. „Vor zwei Jahren wurde ein Singer-Songwriter-Abend veranstaltet“, erinnerte sie sich. Auch weiß sie, dass Audiokultur im Sommer viele Open Air-Events veranstaltet. „Das sind ziemlich laute Punk-Geschichten.“

Lauten Punk macht auch Christoph Leide, der mit ruhigen Songs und seiner Gitarre auftrat, regelmäßig. „Ihr kennt mich schwitzend und ohne T-Shirt“, leitete er seinen Auftritt ein. Die Überraschung:

An diesem Abend kam er im selbstgestrickten Pullover. Er nahm sich bereits geschriebene Songs vor und gestaltete sie um. Das kam gut an.

Ebenfalls gut angekommen ist ein aus Brüdern bestehendes Duo aus Lübeck. Ulrich und Jörg Müller-Lornsen spielen im Alltag in unterschiedlichen musikalischen Konstellationen — der eine in einer Rockband, der andere macht Rhythm and Blues — und traten an diesem Abend zum ersten Mal zusammen auf. Sie spielten Songs, die von Ulrich Müller-Lornsen geschrieben wurden, für dessen Band „The Jericho“ allerdings nicht rockig genug sind.

Professionell klang das: stimmgewaltig, höchst melodiös. „Wir können uns vorstellen, das zu wiederholen“, sagte Ulrich Müller-Lornsen nach dem Auftritt. Die Möglichkeit der „Offenen Bühne“ empfände er als „grandios“. Auch Anette Peters aus Menzendorf war fasziniert von der „Offenen Bühne“: „Es ist so unendlich viel möglich an einem solchen Abend“, schwärmte sie. „Jeder, der sich traut, kann etwas machen. Eine riesengroße Bandbreite kann entstehen“, sagte sie. Yvonne Maaß sang ein Lied, das ein wenig wie Piraten-Musik anmutete. Sie sagt: „Ich singe sonst jeden Donnerstag fleißig und gerne im Schulchor.“ Zum Schluss gab es nach einem Auftritt der Liedermacherin Maria Daniel eine Jam-Session: Alle, die noch Interesse hatten, musizierten zusammen.

Dana Dolata

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