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Hortkinder sollen in Anbau ziehen

Herrnburg Hortkinder sollen in Anbau ziehen

Um die Betreuung zu retten: Gemeinde Lüdersdorf will das Schulgebäude in Herrnburg erweitern

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Für Feiern können Hortkinder in Herrnburg die Aula der Schule benutzen.

Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Herrnburg. Auch in Zukunft sollen Schüler in Herrnburg einen Hort besuchen können. Um das möglich zu machen, lässt die Gemeinde Lüdersdorf jetzt einen zweistöckigen Anbau an die Grundschule planen. Für das Zwei-Millionen-Euro-Projekt sprechen sich über die Grenzen von Parteien und Wählergemeinschaften hinweg alle Gemeindevertreter aus. Ebenfalls einig sind sie in ihrer Hoffnung auf Zuschüsse des Landes.

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Um die Betreuung zu retten: Gemeinde Lüdersdorf will das Schulgebäude in Herrnburg erweitern

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Lange mit dem Bau warten kann die Gemeinde nicht. Sie steht in der Pflicht, jetzt Pläne vorzulegen, damit der Hort in Herrnburg weiterbetrieben werden kann. Seit vielen Jahren werden die Mädchen und Jungen größtenteils in Wohncontainern betreut. Das war ursprünglich als Übergangslösung gedacht, wurde dann aber zum Dauerprovisorium, das immer reparaturanfälliger wird. Wiederholt damit unzufrieden zeigte sich das Jugendamt. Bürgermeister Erhard Huzel (CDU) macht die Folge klar: „Es schwebte das Damoklesschwert über uns, nämlich dass die Betriebserlaubnis für den Hort nicht mehr erteilt wird.“ Das hat die kinderreiche Gemeinde im Speckgürtel von Lübeck erst einmal dadurch abgewendet, dass sie den Neubau auf den Weg gebracht hat. Schritt eins war eine Machbarkeitsstudie, die drei Varianten untersucht hat: einstöckiger Anbau an die Schule, zweistöckiger Anbau oder aber ein freistehendes Gebäude. Die Gemeindevertreter haben sich für einen zweistöckigen Anbau an die ebenfalls zweigeschossige Schule entschieden. Ein Vorteil: Sanitärräume, die bereits vorhanden sind, können auch für den Hort genutzt werden. Huzel sagt zudem: „Es hat den wesentlichen Vorteil, dass die Nutzung später leicht anzupassen wäre.“ Bernhard Strutz (Wählergemeinschaft Bürger für Lüdersdorf) betonte in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter: „Wir haben den Stein ins Rollen gebracht und befürworten das Projekt. Wir brauchen einen Hort.“ Dass dieser sinnvoll und notwendig ist, zweifelt auch Hans-Peter Schulz (SPD) nicht an. Er ergänzt, beim Hort handele es sich um eine freiwillige Aufgabe der Gemeinde. Vorhaben für die Pflichtaufgabe Brandschutz dürften, so der Sozialdemokrat, „nicht hinten runterfallen.“

In der Machbarkeitsstudie ließ die Gemeinde Lüdersdorf auch Varianten eines Mehrgenerationenhauses für Jugend- und Seniorenarbeit in Herrnburg untersuchen. Der Bau erscheint den Gemeindevertretern vorerst unmöglich. Huzel: „Wir können es derzeit aus Kostengründen nicht verfolgen.“

Jürgen Lenz

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