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Im Einsatz für Recht und Gerechtigkeit

Schönberg/Schwanbeck Im Einsatz für Recht und Gerechtigkeit

Günter Krüger engagiert sich seit drei Jahren als Schöffe, Wilfried Fricke will es künftig tun.

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Wilfried Fricke erkl�rt sich bereit, das Ehrenamt eines Sch�ffen auszu�ben. Die Dassower Stadtvertretung schl�gt ihn daf�r vor. Der 62-J�hrige wohnt in einem alten Bauernhaus im Ortsteil Schwanbeck.

Quelle: J�rgen Lenz

Schönberg. Günter Krüger arbeitet gerne als ehrenamtlicher Schöffe. „Es ist auch gut für die Menschenkenntnis“, sagt der 65-Jährige aus Schönberg. Man lerne viel über das Verhalten von Menschen, könne den Angeklagten auch Fragen stellen. Wenn es darum geht, ob auf schuldig oder nichtschuldig zu erkennen ist und wie hoch das Strafmaß sein soll, dann hat Günter Krüger als Schöffe ein Mitspracherecht. „Jeder sagt seine Meinung: die Schöffen, der Richter, die Beisitzer. Dann muss man versuchen, eine Einigung zu finden.“ Das letzte Wort habe der Richter.

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Man lernt vieles als Sch�ffe. Es ist auch gut f�r die Menschen- kenntnis.G�nter Kr�ger (65) aus Sch�nberg

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Seit 2010 engagiert sich Günter Krüger als Schöffe am Landgericht Schwerin. „Der erste Fall war ein Einbruch in eine Raiffeisenbank“, erinnert er sich. Auch um den Anbau von illegalen Betäubungsmitteln, um Schlägereien und andere schwere Delikte sei bereits gegangen. Teilweise habe er pro Verhandlung mehr als zehn Termine wahrzunehmen.

Dafür bekommt der Rentner eine Aufwandsentschädigung — und aus erster Hand Einblicke in das Justizwesen des deutschen Rechtsstaates. „Es hat mich schon immer interessiert, wie eine Verhandlung abläuft“, erzählt Günter Krüger. Bevor er Schöffe wurde, schlugen ihn die Schönberger Stadtvertreter für den Posten vor. Wenig später teilte ihm der Grevesmühlener Richter Hinrich Dimpker mit, dass er angenommen worden sei. „Dann bekam ich Bescheid vom Landgericht Schwerin“, sagt Krüger. Für die Amtsperiode 2014 bis 2018 tritt er nach einem neuen Beschluss der Stadtvertreter wieder als Bewerber für die Schöffenwahl für den Amtsgerichtsbezirk Grevesmühlen an. Auf der aktuellen Vorschlagsliste stehen neben ihm auch die Schönberger Anke Keller, Birgit Schreinert und Peter Köpke.

Die Dassower Stadtvertreter haben am Mittwochabend fünf Kandidaten für die Wahl nominiert: neben Erika Kalenka, Bärbel Kühn, Brigitte Mann und Hans-Jürgen Schmidt tritt auch Wilfried Fricke aus dem Ortsteil Schwanbeck an. Warum stellt er sich zur Verfügung? „Ein Ehrenamt ist ja nichts Ehrenrühriges, sondern etwas Vernünftiges“, antwortet der 62-Jährige. Er arbeitet als Lehrer an der Emil-Possehl-Schule in Lübeck. Einer seiner Kollegen ist Schöffe, sein Vater war es. Einen Einblick in die Justiz bekam Wilfried Fricke auch durch seinen Beruf. „Ich habe mit meinen Schülern auch immer die Rechtsstaatlichkeit der Bundesrepublik Deutschland durchgenommen“, erklärt er. Zum Abschluss besuchten er und die Schüler stets eine Gerichtsverhandlung. „Es hat mir immer Spaß gemacht und auch den Schülern, denke ich, etwas gegeben“, sagt Wilfried Fricke. Vor 13 Jahren kauften er und seine Frau einen Resthof in Schwanbeck, dessen älteste Teile aus dem 18. Jahrhundert stammen.

Ingrid Becker-Fricke führt dort eine Naturheilpraxis, er betätigt sich hobbymäßig als Holzkünstler. In diesem Jahr beteiligen sich die beiden zum sechsten Mal an der Aktion „Kunst offen“. Erneut werden sie zahlreichen Künstlern und Kunsthandwerkern die Gelegenheit geben, ihre Werke auf der Tenne auszustellen.

In Schwanbeck lebt das Paar gerne. „Wir sind hier sehr zufrieden“, sagt Wilfried Fricke. Er schätze die weitestgehende Ruhe im Ort und empfinde eine Freiheit des Lebens auf dem alten Bauernhof in Mecklenburg. Es gebe viele Möglichkeiten, Garten und Haus zu gestalten.

Jürgen Lenz

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