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Investor plant Windpark mit acht Anlagen

Rieps Investor plant Windpark mit acht Anlagen

Firma NaturWind stellte Vorhaben den Bürgern vor. Der Gemeinde winken 40 000 Euro Einnahmen pro Jahr.

Rieps. Es war nicht immer leichte Kost, die Experten auf der zweiten Informationsveranstaltung zum geplanten Windpark den rund 80 erschienenen Einwohnern von Rieps, Cronskamp und Schlagresdorf zumuteten. Klar war zum Schluss nur eins: Der Windpark kommt. Wenn er kommen darf. Das aber entscheiden nicht die Gemeinde oder ihre Bürger. Das Verfahren ist langwierig und kompliziert: Wird der von der Firma NaturWind aus Schwerin ins Auge gefasste Standort in der Regionalplanung künftig als Eignungsgebiet für Windenergieanlagen ausgewiesen, dann dauert es drei bis fünf Jahre, bis der Windenergiepark mit vorgesehenen acht Anlagen zwischen Rieps, Thandorf und Schlagsdorf steht. Wenn denn keine anderen Gründe, wie Vogel- und Lärmschutz oder aber Belästigung durch Schattenwurf, dagegen sprechen. Hier aber ist sich der künftige Betreiber sicher, seine Hausaufgaben gemacht zu haben.

Erste Voruntersuchungen zu Schall und Schattenwurf erläuterte Roman Wagner vom Berg vom Ingenieurbüro Plankon. Rolf Bemmann vom Energieversorger Wemag zerstreute Befürchtungen, dass die Anbindung ans Netz per überirdischer Hochspannungsleitung erfolgen könnte. Rein technisch scheinen also die Voraussetzungen für einen Windpark gegeben. Riepser, die den Windpark am liebsten verhindern wollen, weil sie trotz der gegenteiligen Beteuerungen auf der Informationsveranstaltung Belästigungen durch Lärm und Schatten, ökologische Nachteile und einen Wertverlust ihrer Grundstücke befürchten, haben allerdings wenig Aussicht auf Erfolg: Wie sich während der Veranstaltung herausstellte, hat NaturWind bereits mit Landbesitzern privatrechtliche Verträge geschlossen. Was bedeutet, dass es keiner Zustimmung der Gemeinde bedarf, wenn denn künftig auf deren Land von der Regionalplanung her Windkraftanlagen errichtet werden dürfen. Lediglich eine einzige der geplanten acht Anlagen könnte durch die Gemeinde verhindert werden, weil sie auf deren Land stehen soll. Ob die Gemeinde dies überhaupt will, steht dabei auf einem anderen Blatt. Immerhin winken 40 000 Euro Mehreinnahmen pro Jahr für das Gemeindesäckel sowie 10 000 Euro jährlich aus einem Fonds für soziale Projekte. Auch über das Betreiben der Anlage auf Gemeindeland unter eigener Regie wird nachgedacht.

Holger Haase

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Von Redakteur Dr. Holger Haase

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