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Kita-Neubau: Diakoniewerk zieht sich zurück

Schönberg Kita-Neubau: Diakoniewerk zieht sich zurück

Interessent will in Schönberg nicht zweigeschossig bauen / Verein „Haus des Kindes“ verbleibender Kandidat

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Von den Wänden bröckelt teilweise die Farbe ab. Der Zustand der Kita Regenbogen in der Lübecker Straße ist schlimm, sagt Nadine Dommel vom Vorstand des Trägervereins „Haus des Kindes“.

Quelle: Steffen Oldörp

Schönberg. Die Hängepartie um den Neubau einer dringend benötigten Kita in Schönberg geht vorerst weiter. Im nicht öffentlichen Teil der Stadtvertretersitzung am Donnerstag hat Kirsten Balzer, Geschäftsführerin des Diakoniewerkes im nördlichen Mecklenburg, den Abgeordneten mitgeteilt, dass die Diakonie die Kita in der Lübecker Straße nicht bauen will.

Gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG will sich Kirsten Balzer nicht äußern. Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) bestätigt aber: „Es stimmt, die Diakonie will das Projekt, das wir vorhaben, nicht realisieren.“ Das Projekt entspreche nicht den Vorstellungen, so Götze. „Das Diakoniewerk wollte zum Beispiel nicht zweigeschossig bauen, sondern nur eingeschossig.“

Nach OZ-Informationen gibt es damit nur noch einen von ursprünglich mal vier Interessenten. Lediglich der Verein „Haus des Kindes“ möchte die Kita mit 48 Krippen- und 60 Kindergartenplätzen hinter dem Schützenhaus bauen. Der Verein ist Träger der Kita Regenbogen, die in die Jahre gekommen ist und die deshalb dringend erneuert werden soll.

Ob der Verein „Haus des Kindes“ die Kita tatsächlich bauen darf, ist allerdings nach wie vor unklar. Nach einer ausführlichen Diskussion haben die Stadtvertreter am Donnerstag hinter verschlossenen Türen den Beschluss gefasst, das Thema Kita-Neubau in den Hauptausschuss zu verweisen. In ihrer Sitzung am 20. September wollen die Mitglieder einen endgültigen Vergabevorschlag unterbreiten. Neun Tage später wollen die Stadtvertreter dann endgültig darüber abstimmen, wer Bauherr der Kita wird. „Bis dahin sollen alle rechtlichen Grundlagen geklärt werden“, so Götze, der zugibt, dass „man in der Stadt schon mal weiter war“, was den Kita-Neubau betrifft.

Seit mehr als zehn Jahren wird darüber in der Stadt diskutiert. Planungen, Berechnungen und die Baugenehmigung für den Neubau liegen seit Jahren vor. Zunächst hatte sich die Stadt entschieden, die Kita zu bauen, den Entschluss aufgrund der angespannten Haushaltslage aber zurückgezogen. Im vergangenen Jahr schlug Lutz Götze den Verein „Haus des Kindes“ als neuen Eigentümer der Kita vor. Was folgte war eine Zeit des „Hin und Her, des Ja und Nein" wie der Bürgermeister meint. Die Stadtvertreter leiteten ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren ein. „Um zu prüfen, ob es noch weitere Interessenten für den Bau der Kita gibt.“ Die Stadt hatte zehn Vereine und Institutionen angeschrieben. Vier zeigten Interesse. Drei hatten sich laut Götze „ernsthaft mit dem Projekt beschäftigt.“ Am Ende ist nur noch einer übrig geblieben: der Verein „Haus des Kindes.“

Doch fest steht für den Verein: Ohne Fördermittel kann die neue Kita nicht realisiert werden. Einen Fördermittelantrag habe der Verein laut Götze bereits gestellt. „Das Landesförderinstitut kann den Antrag aber noch nicht bearbeiten“, bedauert Schönbergs Stadtoberhaupt: Begründung: „Weil die notwendige Software noch nicht vorliegt.“ Für Götze ein Unding. „Es geht hier um eine Obhutspflicht der Kommune gegenüber den jüngeren Einwohnern. Es geht um die Kinder unseres Landes, um unsere Zukunft. Und unser Land lässt uns als Stadt und auch den Träger der Kindereinrichtung im Regen stehen.“

Götzes Kritik richtet sich vor allem an das CDU geführte Wirtschaftsministerium. „Von einem christlich-demokratisch geführten Ministerium erwarte ich mehr soziale Verantwortung für die Jüngsten unserer Gesellschaft und eine schnellere Fördermittelpraxis“, betont der Bürgermeister.

S. Oldörp

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