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Kleine Wehr mit großem Engagement

Boitin-Resdorf Kleine Wehr mit großem Engagement

Brandschützer ziehen in Boitin-Resdorf Bilanz / Sie haben zwei Fahrzeuge neu in Dienst gestellt

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Große Ehre für einen Feuerwehrmann: Ernst-Günter Holm (M.) freut sich mit Wehrführer Thomas Ewald-Nifkiffa (r.) und Bürgermeister Erhard Huzel über die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes in Silber.

Quelle: Foto: Steffen Oldörp

Boitin-Resdorf. Der 4. November 2016 und der 1. Februar 2017 waren ganz besondere Tage in der Geschichte der Feuerwehr Neuleben/Boitin-Resdorf. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung der Ortswehr deutlich. Wehrführer Thomas Ewald-Nifkiffa bezeichnete den 4. November als absolutes Highlight des vergangenen Jahres. Es war der Tag, an dem die Brandschützer ein neues Löschfahrzeug in Empfang nehmen konnten. Am 1. Februar konnten sie bei einem Brandschutzunternehmen in Nordhorn einen Mannschaftstransportwagen abholen – zusammen mit Kameraden der Ortswehren Palingen und Herrnburg, die baugleiche Fahrzeuge bekamen.

Das alte Löschfahrzeug der Feuerwehr Neuleben/Boitin-Resdorf hatte 2016 nach mehr als 30 Jahren endgültig den Dienst versagt. Der Abschiedsschmerz bei den 15 aktiven Brandschützern, den acht Ehrenmitgliedern und sechs Jungen und Mädchen in der Jugendabteilung hielt sich in Grenzen. Thomas Ewald-Nifkiffa nennt den Grund: „Das erste Mal in der Geschichte der kleinen Feuerwehr haben wir ein wasserführendes Fahrzeug.“

Wie wichtig ein vernünftiges Löschfahrzeug ist, machte der stellvertretende Ortswehrführer Silvio Nifkiffa im Jahresbericht deutlich, denn im vergangenen Jahr mussten die Blauröcke aus Neuleben/Boitin-Resdorf zu 23 Einsätzen ausrücken: 14 Brandeinsätze, sieben Hilfeleistungen, zwei Einsatzübungen. „Gegenüber dem Vorjahr ist das eine leicht rückläufige Tendenz“, sagte Nifkiffa. 2015 wurden die Brandschützer noch 26 mal gerufen. Um Einwohnern in Groß Neuleben, Klein Neuleben, Boitin-Resdorf und anderen Orten zu helfen, opferten die Einsatzkräfte der kleinen Wehr im vergangenen Jahr 154 Stunden ihrer Freizeit. „Unser Hauptkunde“, erklärte Nifkiffa mit einem Augenzwinkern, „war, wie im Vorjahr, die Brandmeldeanlage der Firma Lieken mit elf Einsätzen.“

Dem Wehrführer sind vor allem zwei Ereignisse im vergangenen Jahr in Erinnerung geblieben. Am 24. Juni hatte ein Sturm in der Nacht eine große Pappel nahe des Dorfplatzes zu Fall gebracht. Die Feuerwehrleute waren schnell zur Stelle. Doch während des Einsatzes kam es zu einem medizinischen Notfall, erinnert sich Thomas Ewald-Nifkiffa. Er erzählt: „Der Herzinfarkt eines Feuerwehrmannes, dem es heute wieder gut geht, ließ das Beräumen des Baumes plötzlich zur Nebensache werden.“ Ein anderer Einsatz zeigte den Brandschützern die guten Seiten ihres Ehrenamtes. Ende Oktober wurden sie nach Törpt gerufen. Dort war ein Pferd in einem Graben versunken, konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Zusammen mit der Feuerwehr Schönberg befreiten die Feuerwehrleute der kleinen Wehr das Pferd unverletzt aus seiner misslichen Lage. „Nach einem anstrengenden und modrigen Einsatz konnten wir erschöpft, aber glücklich die Heimfahrt antreten“, erzählt der Wehrführer.

Anders als noch 2015, ging der Pieper in 70 Prozent der Fälle im vergangenen Jahr außerhalb der Kernarbeitszeit von Montag bis Freitag, 7 bis 17 Uhr. Besonders häufig mussten die Blauröcke an Sonntagen ausrücken – insgesamt sechs mal. Im Durchschnitt rückte die Feuerwehr Neuleben/Boitin-Resdorf bei ihren Einsätzen mit vier Leuten aus. Ein Problem der kleinen Wehr ist die Einsatzbereitschaft tagsüber. „Die konnten wir, wie schon in den Vorjahren, nur dank der bewährten und ausgezeichneten Zusammenarbeit mit den anderen Wehren der Gemeinde kompensieren“, erklärte Ewald-Nifkiffa, der in seinem Bericht vor allem vier Mitglieder erwähnte. Das Quartett erklärte sich aus persönlichem Interesse bereit, bei der Feuerwehr in Schönberg mehrere Wochen eine Ausbildung für die „First-Responder“ genannte medizinische Ersthilfe zu absolvieren. „Wir finden das toll, sehen dadurch natürlich auch Vorteile für unsere Kameraden im Einsatz“, sagt der Wehrführer. Er macht aber auch deutlich: „Wir planen nicht, eine eigene First Responder-Gruppe zu gründen. Das könnten wir personell gar nicht wuppen.“

Feuerwehr lädt Bürger ein

Am 11. März stellt sich die Freiwillige Feuerwehr Neuleben/Boitin-Resdorf mit ihren neuen Fahrzeugen vor. Dazu laden die Brandschützer alle Bürger ab 10 Uhr auf den Dorfplatz in Groß Neuleben ein.

Die Feuerwehrleute werden unweit der Bushaltestelle für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen. „Für warme Getränke ist gesorgt“, kündigt Wehrführer Thomas Ewald-Nifkiffa an.

jl

V

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