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Krippenleiterin Liebig geht in Ruhestand

Selmsdorf Krippenleiterin Liebig geht in Ruhestand

Die 63-Jährige hat gestern nach 45 Dienstjahren ihren letzten Arbeitstag in Selmsdorf absolviert

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Hannelore Liebig hat die Krippenkinder der Einrichtung „Das Forsthaus“ in Selmsdorf gestern zum letzten Mal betreut.

Quelle: Dirk Hoffmann

Selmsdorf. Die Kinder hielten Blumen und Luftballons in den Händen. Ihre Eltern hatten kleine Präsente dabei, die sie Hannelore Liebig persönlich überreichten. Für die heute 63-jährige Teamleiterin in der Krippe „Das Forsthaus“ in Selmsdorf war es nach 45 Arbeitsjahren gestern der letzte Tag in ihrem Berufsleben.

Ich habe diesen Beruf immer gerne gemacht und ihn nie bereut.“Hannelore Liebig

„Sie war immer für die Kinder da, hat sie erzogen und konnte dabei auch sehr konsequent sein“, fand zum Beispiel Christina Sydow, dessen zweijähriger Sohn Mika die Einrichtung besucht, lobende Worte für die in den Ruhestand gehende Liebig. „Hanne heut’ ist Dein letzter Tag, Du weißt wie sehr Dich jeder mag! Hast unsere Kinder unentwegt behütet und sehr gut gepflegt“, waren einige der Zeilen, mit denen sich Kathi Rosin bedankte. Ihre zweijährige Tochter Mira geht noch in diese Krippe, wechselt dann im September in den Kindergarten.

„Ich habe diesen Beruf immer gerne gemacht und ihn nie bereut“, meinte Hannelore Liebig zum Abschied. Noch heute erinnert sie sich ziemlich genau an den Moment, als der Schuldirektor an der Polytechnischen Oberschule in die Klasse kam und fragte, wer Erzieherin werden möchte. Die Selmsdorferin sagte sofort ja, nahm nach ihrer Schulzeit an der pädagogischen Schule in Schwerin ein Studium auf und kam dann zuerst nach Schönberg. Auch diesen ersten Tag, es war der 1. August 1971, wird Liebig wohl niemals vergessen. Nach einer kurzen Einweisung durch die damalige Leiterin sah sie sich 25 Kindern, die sie zu betreuen hatte, gegenüber. 1976 wechselte Hannelore Liebig dann in die Kita nach Selmsdorf, arbeitete nach der Wende 14 Jahre in der Heimgruppe des Jugendhilfezentrums „Käthe Kollwitz“ mit Sitz in Rehna, der Träger mehrerer Einrichtungen im Landkreis Nordwestmecklenburg ist. Dazu gehört auch die Kita in Dassow, wo Liebig danach für kurze Zeit tätig war. Schon dort betreute sie die Krippenkinder, ehe sie vor sechs Jahren die Leitung der Krippe „Das Forsthaus“ in Selmsdorf übernahm.

„Ja, ich habe wirklich Kinder allen Alters betreut“, blickt Hannelore Liebig mit einem Lächeln im Gesicht zurück. So arbeitete sie zu DDR-Zeiten für einige Zeit auch im Hort. Zuviel wurde ihr die Arbeit mit den Kindern aber nie. „Ich habe meinen Beruf geliebt und mit den Kindern so viele schöne Sachen erlebt“, so Liebig. Viel mit den Kindern zu sprechen, sie aber auch mal etwas alleine machen zu lassen, das war der Erzieherin in all den Jahren besonders wichtig.

Bei ihrem letzten Rundgang durch die Einrichtung wurden auch Erinnerungen an ihre eigene Kindheit wach. Denn in dem Forsthaus wurde Hannelore Liebig geboren, hier verbrachte sie ihre Kindheit. Dort, wo sie viele Jahre später selbst Kinder betreute An die Zeit im wohlverdienten Ruhestand verschwendete Liebig bei ihrem gestrigen Abschied nur wenige Gedanken. Zu groß waren die Emotionen, zuviel Wehmut schwang mit. Mit ihrem Mann will sie jetzt öfter auf Reisen gehen, auch mehr als bisher nähen und ein Buch über die Familiengeschichte anfertigen. Denn auch diese ist sehr spannend, wie die Mutter zweier erwachsener Töchter und zweifache Großmutter erzählt.

Ab September übernimmt Daniela Ketzer die Leitung in der Krippe „Das Forsthaus“ in Selmsdorf, in der 15 Kinder betreut werden. Die 35-Jährige arbeitet seit 2012 in dieser Einrichtung als Erzieherin.

Dirk Hoffmann

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